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Bad Doberan Nach Kellerbrand: Wohnblock in Kühlungsborn wieder saniert
Mecklenburg Bad Doberan Nach Kellerbrand: Wohnblock in Kühlungsborn wieder saniert
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14:08 04.12.2019
Nichts erinnert mehr an das Feuer im Wohnblock 3 im Hanne-Nüte-Weg. Quelle: Cora Meyer
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Kühlungsborn

Vier Monate nach dem Feuer in einem Wohnblock am Hanne-Nüte-Weg in Kühlungsborn sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. „Es müssen nur noch ein paar Türblätter eingebaut werden“, sagt Petra Mader, Vorstandsvorsitzende der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft. Bis Weihnachten werde aber alles fertig sein.

Im Juli war im Keller des Aufgangs 3a ein Feuer ausgebrochen. Es hatte sich viel Rauch entwickelt, der sich in drei Aufgängen ausbreitete und auch in die Wohnungen zog. 20 Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen und kamen zur Beobachtung in umliegende Kliniken. Für 30 Mieter mussten die AWG Bad Doberan, die Stadt Kühlungsborn und die stadteigene Wohnungsgesellschaft Noveg aufgrund der Rauchschäden vorübergehende Ersatzunterkünfte organisieren. Auch im Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr war eine Notfallunterkunft mit Feldbetten eingerichtet worden.

In Kühlungsborn kam es am Freitagabend zu einem Großbrand in einem Mehrfamilienhaus. Es soll Explosionen gegeben haben. 20 Menschen wurden verletzt. Am Sonnabend hat der Brandursachenermittler seine Arbeit aufgenommen.

Vor allem Schäden durch Rauch

„Es war nicht so schlimm, wie es anfangs aussah“, sagt Petra Mader. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass es nur im Keller offenes Feuer gab. Mit den Flammen sei keine Wohnung in Verbindung gekommen. „Der entstandene Schaden in den oberen Geschossen kommt nur vom Rauch“, sagt die AWG-Chefin. Zunächst musste das Löschwasser im Keller weggetrocknet werden, dann wurde gemalert.

Die Mieter seien mit dem Stand der Arbeiten zufrieden. „Natürlich sind Bauarbeiten immer eine Belastung und mit Ärger und Stress verbunden“, sagt Petra Mader. Die AWG hat die Gelegenheit genutzt und gleich die Elektrik im Flur modernisiert. Auch in den anderen Aufgängen verlegte die Genossenschaft neue Telefon- und Stromkabel und setzte Verteilerkästen.“ Die Verschläge im Keller, wo es brannte, hätten komplett erneuert werden müssen.

Genossenschaft saniert laufend

Die AWG saniert ihre Gebäude nach Angaben von Petra Mader fortlaufend. „Man nimmt sich immer ein Wohngebiet nach dem anderen vor.“ Das sei auch eine Kostenfrage: „Jedes Jahr stecken wir eine Million Euro in außerordentliche Instandhaltung, das ist finanziell leistbar für uns.“ So habe die Genossenschaft im betreuten Wohnen gerade Dächer und Fassaden neu gemacht. Auch die Heizung sei optimiert worden.

Es gebe auch Wohnungen, die seit 1962 vermietet seien. An denen müsse viel saniert werden. Im bewohnten Zustand sei das oft nicht möglich: „Wir haben es den Mietern angeboten, aber viele wollen den Dreck nicht. Wenn die ausziehen, müssen wir die Wohnung einmal komplett aufmachen.“ Dabei kann die Genossenschaft auf gewachsene Beziehungen setzen: „Wir haben Firmen, die seit zehn, zwanzig Jahren mit uns zusammenarbeiten“, sagt Petra Mader. „Die wissen, dass sie mit uns einen stabilen Partner haben, auch wenn die Auftragslage mal nicht so ist wie jetzt.“ Andersherum profitiere die AWG aber ebenfalls. So auch im Falle des Brandes im Hanne-Nüte-Weg. „Drei Firmen haben uns den Rücken freigehalten, so dass wir gleich an dem Wochenende noch die zerstörten Wohnungstüren wieder zumachen konnten.“ Die Feuerwehr hatte alle aufbrechen müssen – auch um zu schauen, ob sich noch Menschen in den Wohnungen befinden.

Brandursache weiter unklar

Die Brandursache ist noch immer nicht geklärt. Vorstandsvorsitzende Petra Mader hat kaum Hoffnung. „Das wird wohl nicht genau zuordenbar sein und die Brandursachenermittler spekulieren nicht.“ Für die AWG bedeute das, dass das Unternehmen wohl auf den Reparaturkosten am Gebäude sitzenbleiben werde. „Da wird der Kassensturz wohl erst im nächsten Jahr sein“, sagt Petra Mader.

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Von Cora Meyer

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