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Bad Doberan Nachwuchs-Retter freuen sich über gut 11 800 Euro
Mecklenburg Bad Doberan Nachwuchs-Retter freuen sich über gut 11 800 Euro
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06:00 24.12.2018
Die Schüler der Conventer Schule Rethwisch freuen sich über die Spenden. Sie lassen sich im Rahmen der Ganztagsschule zu Rettungsschwimmern ausbilden. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

 11 835,10 Euro: Über diese tolle Summe können sich die Kinder und Jugendlichen im Doberaner Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes freuen. Ob eine Kopfverletzung nach dem Sturz mit dem Fahrrad oder der Beinkrampf im Wasser, der beim Schwimmen für einen unerwarteten Notfall sorgt – jeder kann plötzlich auf die Hilfe von anderen angewiesen sein. Oftmals entscheidend: Der Einsatz von Ersthelfern und Rettungsschwimmern. Diese bildet der Doberaner DRK-Kreisverband ehrenamtlich aus.

Doch um den Notfall trainieren zu können, brauchen die Retter von morgen unter anderem Übungspuppen, Erste-Hilfe-Rucksäcke und Schwimmbretter. Mit der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ hat die OSTSEE-ZEITUNG in diesem Jahr Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit beim DRK Bad Doberan gesammelt.

DRK von großerSpendenbereitschaft beeindruckt

„Ich freue mich riesig“, sagt Susann Wieland, Ehrenamtskoordinatorin im Kreisverband. „Ich bin sehr beeindruckt von der großen Bereitschaft der OZ-Leser und stolz auf das Ergebnis.“ Das Geld werde in die Ausbildung und den Kauf von Materialien gesteckt, so Wieland: „Früh übt sich, wer ein guter Retter werden will – ob bei der Ersten Hilfe oder im Wasser.“ Auch für Frank Schulz sind die knapp 12 000 Euro gut angelegt: „Wer an der Küste wohnt, sollte schwimmen können – und das von klein auf“, meint der stellvertretende Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. „Auch im Notfall, ob am Strand oder an Land, müssen Helfer vor Ort sein – es ist toll, dass die Leser unser ehrenamtliches Engagement so offensichtlich schätzen.“

Die Wasserwacht sei ebenfalls sehr dankbar für die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung, macht Leiter Niklas Stübe deutlich: „Das Geld kommt auch der Ausbildung unserer Rettungsschwimmer zugute – dadurch werden unsere Strände für alle sicherer.“ Unterstützt werden etwa 350 Kinder und Jugendliche, die sich im Kreisverband beim Jugendrotkreuz oder in der Wasserwacht engagieren. Zwölf Jugendrotkreuzgruppen gibt es insgesamt, die im Schulsanitätsdienst oder im Rahmen des Ganztagsunterrichts Erste Hilfe lernen. Hinzu kommen acht Gruppen in Kindertagesstätten sowie vier in Horten.

Jahrelanges Training zahlt sichfür Nachwuchs-Retter aus

Einer von ihnen ist Jaron Ebrecht, der seit seinem sechsten Lebensjahr bei der DRK-Wasserwacht aktiv ist. Im Sommer ist der heute 16-Jährige als Rettungsschwimmer am Strand von Heiligendamm im Einsatz. Da möchte Vivian auch einmal hin. Die 14-Jährige ist im Rettungsschwimmer-Kurs, der im Rahmen der Ganztagsschule an der Conventer Schule Rethwisch in Zusammenarbeit mit dem DRK angeboten wird. „Ich möchte später Rettungsschwimmerin werden, um Menschen in Not zu helfen“, sagt sie.

Durch das OZ-Weihnachtsgeld könne sie jetzt noch intensiver mit den Kindern trainieren, sagt Maja Schult, Übungsleiterin beim Jugendrotkreuz: „Es ist schön, dass die ehrenamtliche Arbeit dadurch gefördert wird und wir mehr und bessere Möglichkeiten des Übens mit neuem Material haben.“ Die Höhe der Unterstützung zeige, wie wichtig auch der Bevölkerung die gute Ausbildung von Ersthelfern und Rettungsschwimmern ist, meint Kreisbereitschaftsleiter Matthias Schult: „Dafür können wir uns nur herzlich bedanken.“

Übrigens: Auch, wenn es eine OZ-Weihnachtsaktion ist – das Spendenkonto bleibt noch bis Anfang Januar geöffnet . . .

Anja Levien und Lennart Plottke

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