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Bad Doberan Nachwuchs für den Rettungsturm in Rerik
Mecklenburg Bad Doberan Nachwuchs für den Rettungsturm in Rerik
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13:00 10.10.2019
Vereinschefin Claudia Röpcke (Mitte) mit den Nachwuchs-Rettungsschwimmern Lennart Keller und Line Großklaus von der DLRG-Ortsgruppe Rerik am eigenen Rettungsturm. Quelle: Rolf Barkhorn
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Rerik

Für viele junge Mitglieder der Reriker Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurde es Ende September noch mal richtig ernst. Da standen in der Rostocker Neptun-Schwimmhalle Prüfungen für Rettungsschwimmer und für das Jugendschwimmabzeichen auf dem Programm.

Für Prüfungserfolg oft genug geschwitzt

Die Bilanz kann sich sehen lassen. „Acht Jugendliche haben das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze bekommen, bei den Jugendschwimmabzeichen gab es einmal Gold, sechsmal Silber und achtmal Bronze“, berichtet stolz die Vorsitzende der Ortsgruppe, Claudia Röpcke. Sie weiß: Die guten Prüfungsergebnisse wurden nicht zufällig oder mit Glück erzielt. Dafür haben die Mädchen und Jungen und ihre Übungsleiter und Betreuer in so mancher Ausbildungsstunde geschwitzt.

Etwa 80 Mitglieder zählt der Ortsverein nun schon. „Und wir wachsen stetig weiter. Wir haben regen Zulauf nicht nur aus Rerik, sondern auch aus Kühlungsborn, Neubukow, Kröpelin und dem Umland, davon sind 90 Prozent Kinder“, berichtet die angehende Sonderpädagogin und ergänzt: „Schwerpunkt ist die Schwimmausbildung von Kindern. Der Unterricht findet in der Schulzeit montags in zwei Kursen in der Schwimmhalle des Morada-Resort in Kühlungsborn statt.“

Ein langfristiger Prozess, der Jahre dauert

Aber es kommen, so weiß Claudia Röpcke, dann nach und nach Rettungsschwimmer aus den eigenen Reihen dazu: „Das ist ein langfristiger Prozess, der dauert ein paar Jahre, auch weil lange Zeit nichts oder zu wenig getan wurde. Man darf sich jedoch auch keine zu großen Illusionen machen. Am Ende wird es ein kleiner Teil dieser jungen Leute sein, der später noch als Rettungsschwimmer aktiv bleibt.“

Der 16-jährige Lennart Keller ist einer von fünf Jugendlichen aus der Reriker Gruppe, die bereits erste Einsätze auf dem Rettungsturm absolvierten. Im vergangenen Sommer durfte er das Einsatzteam der DLRG am Reriker Strand unterstützen. „Das hat Spaß gemacht, aber ich spürte auch, welche Verantwortung man hat“, sagt Lennart.

Trotz eigener Anstrengungen wird das Ostseebad Rerik weiterhin auf den Einsatz auswärtiger Rettungskräfte in der Hauptsaison angewiesen sein. „Deshalb ist es auch richtig und wichtig, dass den Kolleginnen und Kollegen, die aus der ganzen Bundesrepublik zu uns kommen, vor Ort gute Bedingungen geboten werden“, betont Claudia Röpcke. Für ebenso wichtig hält sie es, dass zukünftig mehr gut ausgebildete einheimische Rettungsschwimmer vor Ort sind, die auch mal einspringen können, wenn Leute auf den Türmen fehlen.

Unterstützung von der Stadt und den Vereinen

Über mangelnde Unterstützung im Ostseebad Rerik für das Anliegen ihrer Gruppe kann sie sich nicht beklagen. „Wir werden von der Stadt, der Kurverwaltung und den anderen Vereinen sehr gut unterstützt“, berichtet Claudia Röpcke. So stellt ihnen der Sportverein Steilküste Räume zur Verfügung, wenn die DLRG-Gruppe im Sommer ihr Ferien- und Trainingslager ausrichtet. „Das war auch in den diesjährigen Sommerferien wieder der absolute Höhepunkt. Etwa 25 Kinder haben mitgemacht, am Strand und bei anderen Unternehmungen viel Spaß gehabt und viel dazugelernt“, beschreibt die Vereinschefin.

13 000 Euro in neuen Rettungsturm investiert

Mit dem Rettungsturm, den die Ortsgruppe diesen Sommer unterhalb des Strandabganges nahe der Bäckerei Graf neu errichtet hat, gab es für den Ausbildungsteil des Ferienlagers am Strand einen passenden Anlaufpunkt. „Der alte Turm war nicht mehr zu retten, nach dem Abriss haben wir am alten Standort in Eigenregie einen neuen gebaut“, erzählt die Ausbilderin.

Rund 13 000 Euro hat die Ortsgruppe in den neuen Turm investiert. Das Geld kam bei einer Sammelaktion innerhalb der DLRG zusammen. Einen Hauptsponsor hat die Ortsgruppe nicht. Die laufenden Kosten müssen durch Mitgliedsbeiträge gedeckt werden. „Wir gehen auch schon mal durch den Ort sammeln, aber wir wollen auch nicht zu sehr mit den anderen Vereinen konkurrieren, die ebenso auf Sponsoren angewiesen sind“, meint die Vorsitzende.

Wenn der Zulauf neuer junger Mitglieder zur Ortsgruppe so anhält, hat sie ein anderes Problem: „Wir brauchen noch Erwachsene, die uns ehrenamtlich als Ausbilder oder Betreuer unterstützen. Sonst können wir in einigen Altersgruppen bald keine neuen Kinder mehr aufnehmen.“

Von Rolf Barkhorn

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