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Neubukow „Das ist ja stark, hier ist alles noch da!“
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow „Das ist ja stark, hier ist alles noch da!“
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02:25 06.05.2014
Teilnehmer der Planerwerkstatt besichtigten gestern sogar das alte Silogebäude und die historische Wassermühle. Quelle: Fotos: Thomas Hoppe
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Neubukow

„Hier ein Café, mit Fenstern ringsherum, das wär‘s!“, ruft ein Mann unterm Dach des alten Neubukower Silo-Gebäudes und kurz darauf raunt gegenüber im Innern der Wassermühle der Neubrandenburger Architekt Lutz Braun seinem Schweriner Kollegen Dr. Peter Hajny zu: „Das ist ja stark, hier ist alles noch da!“. Teilnehmer der 15. Planerwerkstatt der Landesarchitektenkammer sind in der Schliemannstadt bei ihrer Gebietsbesichtigung.

Seit gestern kümmern sich 13 Experten sowie vier junge Leute aus Hamburg, Hannover, Minsk und Bützow, die es werden wollen, in Arbeitsgruppen um „aktive Beiträge zur Baukultur im Land“ und um entsprechende „Hilfestellungen für die Kommune“, wie es der Vizepräsident der Architektenkammer MV Dr. Hajny sagt. Neubukow spiele als zentraler Ort eine ganz entscheidende Rolle für die Entwicklung des hiesigen ländlichen Raums. „So, wie sich die Städte hier entwickeln, ist der ländliche Raum insgesamt“, meint der Architekt. So sieht es auch Bürgermeister Roland Dethloff, der deshalb unterstreicht, dass sich Neubukow „ein Grundzentrum im unmittelbaren Küstenrandbereich“ als „Schlüsselstelle für regionale und touristische Entwicklung“ betrachte. Um so enttäuschter sei die Stadt gewesen, „dass von Ihrem Hause eine lang ersehnte Umgehungsstraße nicht auf den Antrag zum Bundesverkehrswegeplan gesetzt wurde. Denn die weiterhin hohe Belastung des Innenstadtbereiches durch den Schwerlastverkehr läuft der von uns gewünschten Entwicklung, vor allem des Marktbereiches entgegen“, sagt der Rathauschef unumwunden zu Infrastrukturminister Christian Pegel, der darauf in seinem Grußwort an die Planerwerkstatt im Bürgerhaus reagiert. Alle vom Land angemeldeten Straßenverkehrsprojekte seien bereits in Schwerin „knapp halbiert“ worden. Man hätte das „auch in Berlin machen lassen“können. Das Wichtigste sei doch, dass sich die angemeldeten Projekte letztlich auch im Bundeshaushalt wiederfänden, damit sie in den nächsten 10, 12 Jahren wirklich umgesetzt werden könnten.

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Im direkten Zusammenhang mit der Planerwerkstatt macht der Minister die Neubukower auf die gerade gestartete Anhörung zum Landesraumentwicklungsprogramm aufmerksam, die noch bis zum 4. Juli laufe (siehe unter www.raumordnung-mv.de) Zudem lädt Christian Pegel zu einem Wettbewerb ein, der sich mit einem Gesamtbudget von 250 000 Euro um Nahversorgung im ländlichen Raum kümmere (www.neue-dorfmitte-mv.de). Hier laufe die Vorschlagsfrist bereits am 13. Juni ab, heißt es dazu aus dem Ministerium.

Für den Präsidenten der Architektenkammer MV, Joachim Brenncke, ist es selbstverständlich über Zukunft nachzudenken. „Das darf nicht verzagt sein, sondern sollte schon etwas mit Mut zu tun haben“, erklärt der gebürtige Wulfsahler und betont, dass Mut immer erforderlich sei, wenn man andere Wege gehen müsse und die müsste man hier gehen. Weil „bei uns die Einwohnerzahlen schon anders aussehen, als in den Ballungsräumen Hamburg, München oder Stuttgart.“ Dazu gibt Katja Klein von der Geschäftsstelle des Regionalen Planungsverbandes Mittleres Mecklenburg/Rostock den Versammelten u.a. mit auf den Weg in ihre Arbeitsgruppen, dass Neubukow zu einer Region gehöre, in der nur 49 Einwohner pro Quadratkilometer leben, im Landesdurchschnitt seien es 69.

Öffentliches Fazit
Heute um 15.45 Uhr sind alle interessierten Neubukower zur öffentlichen Abschlusspräsentation der Planerwerkstatt in das Bürgerhaus eingeladen.



Thomas Hoppe

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