Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Neubukow Ein gutes Jahr für die Stadt Kröpelin
Mecklenburg Bad Doberan Neubukow Ein gutes Jahr für die Stadt Kröpelin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 18.01.2017
Anzeige
Kröpelin

Die Stadt Kröpelin kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. 4850 Einwohner zählt das Städtchen derzeit, mit Nebenwohnsitz sind es 5015. OZ sprach mit Rüdiger Kropp, Bauamtsleiter und seit Juni 2014 auch amtierender Bürgermeister. Der 61-Jährige arbeitet seit 25 Jahren im Rathaus.

Welches sind für Sie die wichtigsten Ergebnisse des vergangenen Jahres?

Rüdiger Kropp: Es war für die Stadt ein sehr gutes Jahr. Wir konnten viele Maßnahmen umsetzen – die Dorferneuerung in Diedrichshagen oder den ländlichen Wegebau von Schmadebeck nach Brusow. Der Mehrgenerationenplatz konnte gefördert und übergeben werden. Er wird sehr gut angenommen. Für mich hochrangig wichtig ist, dass wir ein Fördermodell für die Bahnhofsstraße gefunden haben. Wir wollen Bus und Bahn vernetzen, die Straße wieder öffnen. In diesem Jahr soll das in Angriff genommen werden. Zusätzlich wollen wir eine Rampe errichten, die es allen Bürgern ermöglicht, barrierefrei zum Bahnhof zu gelangen.

Sie können aber noch weitere Ergebnisse im vergangenen Jahr vorweisen...

Wir sind bemüht, auf allen Gebieten etwas zu schaffen. Für den Tourismus in der zweiten Reihe haben wir in den Ortsteilen Schmadebeck und Wichmannsdorf Aussichts- und Verweiltürme errichtet.

Obwohl noch kalte Jahreszeit, wurden die sehr gut angenommen. In Schmadebeck haben sich Silvester spontan Bürger auf dem Turm getroffen und von dort das neue Jahr begrüßt. Das könnte vielleicht eine Tradition werden.

Wie sieht es mit dem Wohnungsbau aus?

Nach vielen Jahren wollen wir jetzt wieder den Eigenheimbau fortsetzen. In Jennewitz haben wir mit der Erschließung des Wohngebietes Schönbusch begonnen. 24 Wohnhäuser sollen entstehen. Wir konnten dafür die LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH als Erschließungsträger gewinnen. Dadurch wird die Stadt erst einmal von den Kosten freigehalten.

Was sind weitere Ziele für dieses Jahr?

Es ist sehr erfreulich, dass es wieder einen Interessenten für das „Stadtholz“ gibt. Die Traditionsgaststätte am Ortsausgang steht seit 2011 leer. Ich favorisiere wieder eine Gaststätte, die öffentlich ist. Da sind wir auf einem guten Weg.

Für die Kinder wollen wir den Schulhof der Grundschule „Am Mühlenberg“ neu gestalten und entsiegeln. In Vorbereitung der Inklusion an Schulen soll er unfall- und barrierefrei hergerichtet werden.

Geld haben wir dafür im Haushalt eingestellt. Wir warten auf Fördergelder.

Die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) für das Betreiben der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Kröpelin schreibt schwarze Zahlen. Durch die finanziellen Mittel kann unser Haushalt entlastet werden.

Wie sieht es mit der kulturellen Arbeit in der Stadt aus?

Der Verein der Kröpeliner Mühle leistet sehr vielseitige Arbeit. Die Mühle ist das kulturelle Zentrum der Stadt geworden. Das Ostrockmuseum hat sich überregional etabliert. Das ist eine einmalige Sache.

Dann haben wir unser Dorfrock-Festival in Schmadebeck, das Maibaumfest in Kröpelin, den Reitergottesdienst, das Kinderfest. Es ist für jeden etwas dabei. Und nicht zu vergessen der Karneval. Wir stellen dem KKV die Aula für die Festveranstaltungen zur Verfügung. Die finden am 25. und 26. Februar statt.

Wie hat sich die Zusammenarbeit im Rathaus entwickelt?

Sehr gut. Es ist ein Miteinander. Man muss immer „wir“ sagen. Das „Wir“ ist wichtig – sowohl im Rathaus als auch in der Stadtvertretung.

Sie haben als Bauamtsleiter und amtierender Bürgermeister eine Doppelbelastung. Das war harte Arbeit. Mit der Bürgermeisterwahl ist sie vorbei.

Seit Juni 2014 habe ich diese doppelte Belastung. Ich freue mich, wenn ich mich wieder auf das Bauamt konzentrieren kann. Das wird für mich einfacher. Dann kann ich konzentriert Baumaßnahmen vorbereiten und auf den Weg bringen. Aber es war auch eine schöne Zeit. Wir haben immer wieder abgeliefert. Man kann nicht nur meinen und wollen, man muss eben abliefern.

Am 26. Februar ist Bürgermeisterwahl. Mit Thomas Gutteck ist ein Kröpeliner und Mitarbeiter des Rathauses der einzige Kandidat.

Interview von Renate Peter

OZ

Mehr zum Thema

Ribnitz-Damgartener Ortsteil bietet 20 Baugrundstücke / Einwohnerzahl soll wieder steigen

13.01.2017

Campingplatzbetreiber Carsten Becker ist umstritten / Die Bürgerschaft entscheidet im Februar über den Verkauf städtischer Flächen an ihn

17.01.2017

Nach Damshagen in Nordwestmecklenburg lehnt auch die Gemeinde Zierow die Sanierung des Klützer Verwaltungsgebäudes ab. 2,2 Millionen Euro sollen investiert werden.

16.01.2017

Einstiger Herrensitz vom Rittergut Lehnenhof soll jetzt 549 000 Euro kosten

11.11.2015

So viele „Schliemänner“, wie am Samstag, haben bei Kreis-Kinder- und Jugendsportspielen noch nicht teilgenommen

10.11.2015

Der Berliner Künstler Dirk Michaelis gibt am 7. November im Klang-Atrium Schmadebeck ab 20.30 Uhr ein Konzert. Seit 1980 tourt der Sänger mit eigenen Songs durch Klubs und Theater der Republik.

06.11.2015