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Bad Doberan Aquarelle ins Rampenlicht gerückt
Mecklenburg Bad Doberan Aquarelle ins Rampenlicht gerückt
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07:50 15.03.2019
Hanka und Frank Koebsch sind die ersten in der Kunsthalle Kühlungsborn, die eine ganze Ausstellung nur mit Aquarellen bestreiten Quelle: E-Mail-OZ-Lokalredaktion-DOB
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Kühlungsborn

„Wasser, das Elixier des Lebens, gibt Aquarellen ihren unverwechselbaren Charakter. Von der Vielfalt des Stils können sich Besucher der neuen Ausstellung „Farbspiele“ von Hanka und Frank Koebsch überzeugen. Die Schau wird am 16. März um 15 Uhr in der Kühlungsborner Kunsthalle eröffnet und verbleibt bis zum 5. Mai im Haus. Das Besondere: Erstmals sind nur Aquarelle in der Kunsthalle zu sehen. Diese künstlerische Ausdrucksweise, welche vor allem die deutsche Kunstszene gern mit einem Nasenrümpfen begutachtet.

Ausstellung „Farbspiele“ wird in der Kunsthalle in Kühlungsborn eröffnet. Quelle: Sabine Hügelland

Andere Länder, wie Schweden und Italien, widmeten dem Aquarell – der ältesten Maltechnik – eigene Museen. „Aquarell-Malerei: Jeder kennt sie und doch ist dieses Genre in der Kunstszene unterrepräsentiert. Das hat einen Grund, sie ist technisch und künstlerisch sehr anspruchsvoll und viele kommen über das Hobbyniveau nicht hinaus“, sagt der Kunsthallen-Leiter Franz Norbert Kröger. „Ich habe meine Sperrigkeit gegenüber Aquarell aufgegeben“, sagt er.

Aquarellmalerei fand lange wenig Beachtung

Lasieren, Lavieren, Verlauf-Technik, Nass in Nass, Changieren und noch mehr – das beschreibt die Aquarell-Technik in seiner Vielfalt. „Früher wurden nur Skizzen mit Aquarell gefertigt, weil das auf Reisen leichter zu handhaben war. So kam es wohl dazu, diese Technik nicht so zu achten wie die Ölmalerei“, sagt Künstler Frank Koebsch. Den Feldhasen, den Albrecht Dürer (1471-1528) malte, dürften viele kennen. Auch das ist ein Aquarell. Der englische Maler William Turner (1775-1851) war einer der ersten, der begann, diese Technik direkt auf Malgrund anzuwenden und verhalf ihr zur Meisterschaft.Man kann während der Arbeit am Aquarell wenig korrigieren, anders als bei Öl“, sagt Frank Koebsch. „Ich male Schicht um Schicht, die durchscheinend wirkt, wie Folie. Und wir malen mit Wasserfarbe, die nicht da stehen bleibt, wo es geduldet wird. Das hat seinen Reiz.“

Ausstellung „Farbspiele“ wird in der Kunsthalle in Kühlungsborn eröffnet. Quelle: Sabine Hügelland

Der Titel der Ausstellung „Farbspiele“ spielt damit. „Die Arbeiten meiner Frau sind weicher in den Verläufen. Ich bin grafischer, kontrastreicher und struktureller, so kann man uns auseinanderhalten“, erzählt Frank Koebsch. Beide absolvierten in den 1980er Jahren ein Informatikstudium. Seit 1996 leben sie in Sanitz. „Die Malerei ist für uns eine Chance, uns ständig auszuprobieren“, sagt Hanka Koebsch. „Ich male, was mich anspricht, wo vielleicht eine Geschichte dahinter steckt“, sagt die 55-Jährige, die die Malerei neben ihrem Beruf betreibt. „Wir malen Zuhause. Ich im Wohnzimmer, da habe ich das richtige Licht, meine Frau oben im Haus“, ergänzt ihr Mann.

Künstler ist Ideengeber des Plein Air Festivals

Frank Koebsch begann 2011 als freiberuflicher Künstler. Der 58-Jährige ist Kurator und organisiert Aquarellkurse und Malreisen. Seit 2017 ist er Ideengeber und Projektleiter des Plein Air Festivals „Malen an der Ostsee“ in Kühlungsborn. Über das Festival lernte er auch Franz Norbert Kröger kennen. Frank Koebsch arbeitet auch als Autor für verschiedene Zeitschriften. In einigen Aquarellen zeigt das Paar Motive von ihren Reisen nach Alaska, Kanada, Island und Grönland. Andere Bilder geben Erlebnisse in der Natur Norddeutschlands wieder oder greifen das Thema Jazz auf. Außerdem laden die Künstler zu einer Entdeckungstour in die Welt der Sternzeichen ein.

Weiteres Stück der Ausstellung: zwei Schneiderpuppen. Das Design der Kleidung, die auf den Puppen zu sehen ist, stammt von Blumenaquarellen. Es handelte sich um eine Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „Die falsche Blume“ mit Prof. Hermann August Weizenegger, dem Kunstgewerbe-Museum Dresden und der Kunstblume Sebnitz, Meißen, Welter und anderer Manufakturen Deutschlands. „Es ist nicht mein Auftrag, allen zu gefallen. Ich bin bekannt dafür, in der Kunsthalle eine gute Mischung anzubieten“, sagt Franz Norbert Kröger, auch in Bezug zur Kunstszene. In seiner eigenen Galerie in Heiligendamm zeigen bekannte Persönlichkeiten wie Armin Mueller-Stahl, dass Aquarelle sich nicht verstecken müssen. „Wir sind ein touristischer- und ein Kunstort der Vielfalt zeigt“, sagt er.

Sabine Hügelland

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