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Bad Doberan Neue Umkleiden für Fußballer
Mecklenburg Bad Doberan Neue Umkleiden für Fußballer
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06:00 07.04.2018
In dem Flachbau am Sportplatz sind Umkleiden, Sanitärräume und Abstellraum der TSG Neubukow untergebracht. Quelle: Anja Levien
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Neubukow

Das Dach ist undicht, in den Duschen schimmelt es, die Heizungsanlage ist nicht mehr auf dem neusten Stand: Das Gebäude, in dem die Abteilung Fußball der Turn-und Sportgemeinschaft Neubukow (TSG) untergebracht ist, ist sanierungsbedürftig. „Es ist kein akuter Bedarf, aber er kommt“, sagt Abteilungsleiter und zweiter Vereinsvorsitzender Jan Wendt. Daher hat sich die TSG an die Stadt und Stadtvertreter gewandt. Letztere haben mit einem Beschluss auf der vergangenen Sitzung schon einmal Geld für eine mögliche Sanierung reserviert.

Das Haus am Sportplatz in Neubukow (Landkreis Rostock) ist sanierungsbedürftig. Die Stadtvertreter haben Geld für Um- oder Neubau reserviert.

Verein nutzt zwei Gebäude

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Das Gebäude am Sportplatz an der Wismarschen Straße ist Mitte der 70er Jahre erbaut worden, erzählt Jan Wendt. Hier finden sich vier Umkleiden, Sanitärräume mit Duschen und Toiletten, die Heizungsanlage und ein Abstellraum für die Abteilung Fußball der TSG. Zudem sind die Gaststätte „Auszeit“ und die Kegelbahn hier untergebracht. Neben dem langen Gebäude steht ein weißes Haus, das laut Jan Wendt noch älter sei. Dieses nutzt die TSG ebenfalls als Lager, hier gibt es einen kleinen Versammlungsraum und einen mit Regalen, auf denen die Pokale stehen. Der Zahn der Zeit nage auch andem Haus. „Es ist undicht geworden“, sagt Jan Wendt.

„Wir sind mit dem Vorschlag an die Stadt herangetreten, das Gebäude zu sanieren“, sagt Jan Wendt und spricht dabei den Flachbau an. „Das Dach ist teilweise undicht, in den Duschen ist Schimmel, die Heizungsanlage ist von der Dimension des Warm-Wasser-Boilers zu klein. Wenn vier Mannschaften hier spielen, ist das Warmwasser schnell aufgebraucht“, sagt der 46-Jährige. Die TSG wolle mit der Stadt ins Gespräch kommen, die Eigentümer der Anlage ist. „Wir haben sie langfristig gepachtet.“ Da eine Sanierung oder ein Neubau nicht von heute auf morgen möglich sei, möchte die TSG jetzt den Stein ins Rollen bringen, dass die Stadtvertreter sich die Anlage und die Gebäude anschauen.

Signal für Unterstützung

Ein erstes Signal der Unterstützung haben die Stadtvertreter auf ihrer Sitzung gegeben. Sie hatten darüber zu entscheiden, ob sie den Verkauf von Kompensationsflächenäquivalenten aus dem Ökokonto der Stadt als Ausgleich für den Bau von zwei Windenergieanlagen zustimmen. Stadtvertreter Frank Bönsch schlug vor, das Geld, welches die Stadt über den Verkauf einnimmt, für den Umbau oder Neubau des Umkleidegebäudes der TSG zu reservieren.

Kämmerer Frank Marienberg gab zu bedenken: „Das kann uns in wichtigen Maßnahmen behindern, wenn das Geld reserviert wird. Wir wollen eine Grundschule neu bauen.“ Auch Lydia Fahed (Linke) zeigte Bedenken. „Ich sehe die Notwendigkeit ein, aber finde, wir sollten das in den Ausschüssen diskutieren.“ Am Ende stimmten sieben der anwesenden Stadtvertreter für und fünf dagegen, dass der realisierte Verkaufspreis als Eigenanteil der Stadt für die Umbau und Neubaumaßnahme der Umkleide der TSG Neubukow zu reservieren ist.

Levien Anja

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