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Bad Doberan Mit 29 Jahren an die Spitze des Unternehmens
Mecklenburg Bad Doberan Mit 29 Jahren an die Spitze des Unternehmens
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06:00 09.07.2019
Der 29-jährige Julian Jakubzyk (links) ist jetzt neben dem Geschäftsführer Henryk Ott Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Bad Doberaner Firma Metallbau Ott GmbH. Quelle: Sabine Hügelland
Bad Doberan

In dem mittelständischen Bad Doberaner Unternehmen Metallbau Ott GmbH gab es eine personelle Veränderung. Julian Jakubzyk ist jetzt zweiter Geschäftsführer neben Henryk Ott. Mit Fleiß, Ausdauer und der Freude an dem, was er macht, konnte es der junge Julian Jakubzyk an die Führungsspitze schaffen. Bis dahin galt es viel zu lernen und Freizeit wurde fast schon ein Fremdwort für den erst 29-Jährigen, der einmal die Firma übernehmen soll, so Henryk Otts Vorstellung. „Er war schon in der Ausbildung sehr ehrgeizig und motiviert, so habe ich ihn in seinem Werdegang unterstützt“, sagt Ott.

Nachfolger und Arbeitsplätze gesichert

Henryk Ott ist Gesellschafter, Julian Jakubzyk Mitgesellschafter. „Wir teilen uns die Arbeit. Ich mache den operativen Teil. Herr Ott das Kaufmännische“, so Jakubzyk. „Das ist schon etwas anderes, wenn man Verantwortung für so viele Menschen trägt. Herr Ott sagte einmal: ‚Da wächst Du rein‘. Und so ist es“, sagt er. „Es braucht viel Vertrauen von meinem Gegenüber, dass ich sein Lebenswerk gut weiterführe.“

Metallbau Ott wurde von Henryk Otts Vater, Jürgen Ott, 1979 in einer größeren Garage gegründet. Henryk Otts Sohn geht beruflich andere Wege, so dass ein Nachfolger fehlte. „Herr Jakubzyk entlastet mich. Vor allem weiß ich jetzt, was in der Zukunft mit der Firma wird. Das war mir wichtig“, sagt Henryk Ott. „Sonst hätten wir auch die ganzen Investitionen der vergangenen Jahre nicht getätigt. In MV suchen laut der Handwerkskammer MV um die 5000 Firmen einen Nachfolger. Deshalb bin ich froh, die Nachfolge und damit Arbeitsplätze gesichert zu haben“, sagt der 57-Jährige.

Mehrere Ausbildungen absolviert

Der Werdegang von Julian Jakubzyk ist beachtlich. Dreieinhalb Jahre dauerte die Ausbildung zum Metallbauer. Ein weiteres Jahr arbeitete er anschließend als Facharbeiter. Es folgten zwei Jahre schulische Weiterbildung zum Maschinenbautechniker. Währenddessen arbeitete Julian Jakubzyk als Konstrukteur. „Als dann unser langjähriger Schweißfachingenieur Erhard Rosenthal in den Ruhestand gehen wollte, entschloss ich mich, diese Ausbildung auch noch zu machen“, sagt er. „Denn der Betrieb ist zertifiziert, und dazu gehört eine Schweißaufsichtsperson mit entsprechender Ausbildung.“ Julian Jakubzyk arbeitete dann nicht mehr als Konstrukteur, sondern als Projektleiter und zusätzlich als Schweißfachtechniker. „Dann kam Herr Ott auf mich zu und sagte, ich müsse auch Ahnung von der Wirtschaftlichkeit eines Betriebes haben. So nahm ich die Weiterbildung zum technischen Betriebswirt auf.“ Seine Abschlussarbeit schrieb er über die Vergrößerung der Firma. Viel Zeit für Privatleben hat der Jungunternehmer nicht. Seine Lebenspartnerin studiert noch. Beide möchten sich in Diedrichshagen niederlassen, denn noch leben sie in Rostock. „Als dann Herr Ott sagte, wenn man einen Betrieb leitet, muss man sich auch mit Öffentlichkeitsarbeit auskennen, machte ich eine Ausbildung zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für den Bereich Metallbau von der Handwerkskammer zu Rostock“, so Jakubzyk. „Dann kam die Handwerkskammer auf mich zu, ob ich nicht als Dozent für sie arbeiten möchte im Bereich Konstruktion und Meisterprojektarbeit.“

Unternehmen investiert in Personal und Lkw

„Ich bin nun sehr viel an den Wochenenden unterwegs“, so der Geschäftsführer, der zuvor als Prokurist tätig war. „Wir sind fleißig dabei, zu expandieren. Zurzeit haben wir 38 Mitarbeiter, dieses Jahr fangen drei neue Auszubildende, ein Meister und ein Projektleiter bei uns an und wir haben einen neuen Lkw mit einem Auflieger mit 12,5 Metern Länge und 2,5 Metern Breite in Betrieb genommen. Jetzt brauchen wir nicht mehrmals zu fahren, was zeitlich eine Entlastung bedeutet und somit wirtschaftlich Sinn macht.“ Ein Unternehmer muss sich vernetzen, um seine Firma voranzutreiben. Julian Jakubzyk ist Mitglied im BNI Baltic-Business Rostock, einer exklusiven Runde von Unternehmern, die sich einmal in der Woche zum Netzwerken zum Frühstück trifft.

Sabine Hügelland

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