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Bad Doberan Neuer Glanz für Kühlungsborner Strandhotels
Mecklenburg Bad Doberan Neuer Glanz für Kühlungsborner Strandhotels
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06:00 12.03.2019
Freuen sich auf die Gäste: Kathrin Lutter (v.l.,Empfangsleitung), Veranstaltungsleiterin Isabella Zeh, Geschäftsführerin Irina Kirner und Rezeptionist Ron Spikermann. Quelle: Cora Meyer
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Kühlungsborn

Mehr Zimmer, neue Möbel, andere Farben – und ein neuer Name: Es tut sich was im Hansa Haus und dem Schloss am Meer. Sie werden künftig unter dem Namen „Meergut“ vermarktet. „Die Untermarken bleiben aber bestehen“, sagt Geschäftsführerin Irina Kirner. „Die Gäste können sich aber freuen, dass jetzt alles neu wird.“ René Rudnick und Tom Rossow hatten den Hotel-Komplex bei einer Zwangsversteigerung im März 2018 erworben.

In dem Ensemble sollen die meisten Hotelzimmer im Schloss am Meer untergebracht sein, Gastronomie und Bars liegen im Hansa Haus. „Wichtig war es uns, erstmal die Zimmer fertig zu bekommen“, sagt die Geschäftsführerin. Damit das klappt, überwacht ihr Mann René Rudnick die Arbeiten. Er ist zufrieden: „Wir kommen gut voran. Ende der kommenden Woche wollen wir im Schloss am Meer fertig sein.“

Dann wird es hier 34 Hotelzimmer geben. Vorher waren es lediglich 19. „Wir haben alles ausgeschöpft, was ging“, sagt Irina Kirner. Unter anderem wurde die dritte Etage, in der bisher Personalunterkünfte lagen, komplett umgebaut und mit Gästezimmern belegt. In den Pausen, zum Essen, Duschen und Umziehen, müssen die 22 Angestellten nun in den Keller. „Dort haben wir neue Räume geschaffen.“ Hier soll demnächst auch ein Wellnessbereich entstehen. Auch der verglaste Anbau, in dem früher ein Restaurant untergebracht war, beherbergt künftig Gäste. Die haben von hier aus einen weiten Panoramablick am Strand entlang, hohe Decken und eine freistehende Badewanne.

Unterstützung durch die Familie

Momentan sind aber erst die Rohrleitungen dafür zu sehen. Auch Möbel fehlen in vielen Zimmern noch. Deutlich zu sehen ist aber schon das Designkonzept in Blau und Goldgelb. „Blau soll natürlich an das Meer erinnern, das direkt vor der Tür liegt. Und Gold steht für den regionalen Sanddorn“, sagt die Geschäftsführerin. Ein hellgrauer Teppich erinnert an den Strand. Für die Ausgestaltung der Zimmer ist ihr Schwager Tom Rossow zuständig. „Ohne die Unterstützung durch meine Familie wäre das nicht möglich“, sagt die gebürtige Russin, die bereits seit 20 Jahren in Deutschland lebt.

Zwangsversteigerung im März 2018

Beide Häuser gehörten zum Immobilienbesitz des in Kühlungsborn gescheiterten Investors Prof. Mathias Wagner, ein Augenarzt aus der Nähe von Cottbus. Auch die Villa Baltic gehört dazu. Wagner kaufte 2011 das vom Vorbesitzer halbfertig sanierte und umgebaute Schloss am Meer und 2013 das Hansa-Haus. Er wollte die beiden Häuser zu einem Luxus-Hotel-Komplex entwickeln, geriet dann aber in finanzielle Schieflage und musste verkaufen. Ein erster Verkauf der beiden Häuser gegen Jahresende 2015 an einen Investor aus Berlin musste später wieder rückgängig gemacht werden.

Der Hotel-Betriebin den beiden unfertigen Häusern lief weiter. Seit April 2017 standen die Häuser unter Zwangsverwaltung. Am 14. März 2018 kam es zur Zwangsversteigerung.

Bevor sie vor zwei Jahren für ihren Traum nach Kühlungsborn zog, hatte sie Hoteliers beraten. „Ich kann gut mit Zahlen“, sagt sie. „Aber ich mochte immer gern in der Hotellerie arbeiten.“ Das wünscht sie sich auch für ihre Mitarbeiter. „Ich habe gute Erfahrungen mit Teilzeitkräften gemacht, damit die Angestellten ihre Arbeitszeit einfacher in ihr Leben integrieren können.“ So gebe es zum Beispiel „Mutti-Schichten“, die zu den Öffnungszeiten einer Kita oder Schule passen. „Ich passe mich da den Anforderungen des Marktes an“, sagt Irina Kirner. Heutzutage müsse man seinen Mitarbeitern auch entgegenkommen. Probleme, Personal zu finden, habe sie nicht. Und für die Saison sollen noch weitere Kräfte hinzukommen.

Ausrichtung auf Familien mit Kindern

Die werden sich dann hauptsächlich um Familien mit Kindern kümmern. „Das ist nach wie vor unsere Ausrichtung“, sagt die Geschäftsführerin. Und auch im Inneren bleibt einiges, wie es war. Alter Stuck, Fliesen und Bodenbeläge beispielsweise. Im Außenbereich baut das Team jedoch an. Jedes Zimmer im Erdgeschoss soll eine Terrasse bekommen. Und an der Zufahrt will Irina Kirner einen Schlossgarten errichten. „Dort sollen sich auch Einheimische gerne aufhalten.“ Das gelte selbstverständlich auch für die Restaurants und Bars des Hauses. Und dann hat sie noch einen Wunsch: „Für uns wäre es toll, wenn wir einen überdachten Gang zwischen beiden Häusern hätten.“ Da sei man im Gespräch mit der Stadt, aber auch mit den Hoteliers in der unmittelbaren Nachbarschaft, die um den ungestörten Blick aufs Meer fürchten.

Diese Befürchtung muss Irina Kirner nicht haben. Direkt unterhalb des Schlosses am Meer liegt die Promenade, es gibt einen eigenen Zugang zum Meer. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt sie. Wenn sich die Marke Meergut in Kühlungsborn etabliert hat, könnten sie und ihr Team sich auch weitere Hotels vorstellen. „Irgendwo am Meer werden die aber alle liegen.“

Am 10. April wird das umgestaltete Hotelensemble eröffnet. Bereits im Mai rechnet Irina Kirner mit einem vollen Haus. „Dann werden wir hier Konferenzen, Tagungen und Hochzeiten veranstalten“.

Cora Meyer

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