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Bad Doberan Maik Schwabe leitet Polizeihauptrevier
Mecklenburg Bad Doberan Maik Schwabe leitet Polizeihauptrevier
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19:27 12.08.2019
Maik Schwabe (v.r. ) im Gespräch mit Innenminister Lorenz Caffier und den Bürgermeistern Matthias Drese (Satow), Rüdiger Kozian (Kühlungsborn), Roland Dethloff (Neubukow) und Thomas Gutteck (Kröpelin, verdeckt). Quelle: Thomas Hoppe
Bad Doberan

An dem Mann könne man zeigen, was in der Landespolizei von MV alles möglich sei: Anfang der 1990er Jahre Streifen- und Bereitschaftsdienst, dann habe er fast jede Funktion der Schutzpolizei im Land durchlaufen und auf jeder Station durch gute, verlässliche, durchsetzungsstarke und fachlich kompetente Art und Weise „vollauf überzeugt“, sagte an diesem Montagnachmittag Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) im Bad Doberaner Kornhaus über den neuen Leiter des Polizeihauptreviers von Bad Doberan, Maik Schwabe, bei dessen offizieller Amtseinführung.

Maik Schwabe , Bad Doberans Polizeichef: „Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden.“ Quelle: Thomas Hoppe

Der heute 50-Jährige sei ein Polizist, wie er sich ihn immer vorstelle, sagte der Minister: „Lange Zeit im Einzeldienst, immer auf der Straße und dadurch immer auch ganz echt am Leben und an der polizeilichen Realität: Rostock Mitte, Dierkow, Reutershagen, Lichtenhagen – sie waren immer ganz nah dran“, ergänzte der Minister und betonte, dass es wahrscheinlich nichts gebe, was über die Jahre so ein Streifenbeamter, Dienstgruppenleiter und stellvertretender Revierleiter im größten einsatzbelasteten Gebiet der Landespolizei nicht gesehen habe: „Demos, Infostände, kleinere und größere Fußballlagen... – für Maik Schwabe gelebter Alltag.“

Ab 2014 war er im Polizeipräsidium Rostock auch als Polizeiführer vom Dienst für rund 2400 Männer und Frauen tätig sowie als Sachbereichsleiter Einsatz – auch 2015, als über 30 000 Flüchtlinge durch Rostock nach Skandinavien wollten – mit allen Demos und Gegendemos: „Das gesellschaftliche Klima ist in dieser Zeit ein anderes geworden und Maik Schwabe hat in der ersten Reihe immer für innere Sicherheit und Ordnung gesorgt“, erklärte Lorenz Caffier.

Lorenz Caffier übergab Maik Schwabe diesen „Durchhalteorden“ Quelle: Thomas Hoppe

Schwabe wurde in allen Formen polizeilicher Einsätze gestählt

„Hier steht ein mit allen Wassern gewaschener Polizeiführer, der in allen Formen polizeilicher Einsätze gestählt worden ist und deswegen kann ich mich gemeinsam mit dem Inspektionsleiter ganz entspannt zurücklehnen und sagen: Das wird schon“, schätzte der Präsident des Polizeipräsidiums Rostock, Peter Mainka, ein und übergab Maik Schwabe traditionell seine neuen Visitenkarten und als erstem im Präsidium ein metallenes Hochglanz-Visitenkarten-Etui: „Alles Gute und viel Erfolg!“

Maik Schwabe danke allen Förderern und jenen, die ihn auch immer gefordert hätten. Insbesondere nannte er Polizeidirektor Hans-Jürgen Klingbeil vom Landesbereitschaftspolizeiamt. Er freue sich auf seine neue Arbeit in dem Bad Doberaner „Top-Revier“ und zog den Hut vor seinen Vorgängern Olaf Bleeck und André Steinhaus. Da das Sicherheitsgefühl in diesem großen touristischen Gebiet natürlich wichtig sei, hoffe er weiter auf gute Zusammenarbeit der betreffenden Gemeinden mit der Polizei. Dafür gab es auch den Beifall der anwesenden Bürgermeister von Kühlungsborn, Satow, Kröpelin und Neubukow.

Der heutige Erste Polizeihauptkommissar Maik Schwabe, wurde in Friedrichroda, Thüringen, geboren und machte in Grimmen sein Abitur. Nach dreijährigem Wehrdienst war er noch 1989 in den mittleren Polizeidienst gegangen und hatte dann alles abgebrochen. Nach der Wende begann er erneut mit dem mittleren Dienst und studierte drei Jahre für den gehobenen Dienst. Schwabe ist verheiratet, hat einen 30-jährigen Sohn und einen Enkel.

„Landespolizei ist ein Stück weit in den Fokus geraten“

Polizeiinspekteur Wilfried Kapischke unterstrich vor den zahlreichen Gästen aus den Polizeidienststellen des Landes die Bedeutung aller Polizeimitarbeiter und brachte seine Ansprüche an die Führung auf den Punkt: „Wertschätzung, Anerkennung und Sinngebung. Wir müssen den Mitarbeitern erklären, warum wir was tun – was der Sinn der ganzen Sachlage ist. Gut führen heißt kommunizieren, besser führen, heißt mehr kommunizieren!“

Die Landespolizei sei in diesem Jahr ein Stück weit in den Fokus geraten, was Vertrauen betrifft – „bezogen auf Ermittlungsverfahren gegen Beamte“. Auch da müsse man intensiv und rechtzeitig mit den Mitarbeitern kommunizieren und hinterfragen, was die Kollegen bewege.

Dank der Politik gebe es heute deutlich mehr Polizisten. „Innerhalb von drei Jahren gibt es im Land 400 Stellen mehr – das lässt optimistisch nach vorn schauen“, sagte Wilfried Kapischke.

Von Thomas Hoppe

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