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Bad Doberan Kühlungsborner wollen Kirchenmusik fördern
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborner wollen Kirchenmusik fördern
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17:09 23.11.2018
In der ev-luth. Kirchgemeinde Kühlungsborn gründeten Pastor Matthias Borchert (v.l.), Kantorin Sophie Feine, Stephan Krauleidis und Interimskantor Wolfgang Neumann den Verein „Musica sacra Kühlungsborn“. Quelle: Sabine Hügelland
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Kühlungsborn

Konzerte in Kirchen besitzen einen gewissen Zauber. Auch im Ostseebad Kühlungsborn wird Kirchenmusik bei Gottesdiensten und in Konzerten zelebriert. Dort schlossen sich am 24. Oktober Stephan Krauleidis, Interimskantor Wolfgang Neumann, die Kantorin der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kühlungsborn, Sophie Feine, und weitere Musikinteressierte zur Gründung eines die Musik unterstützenden Vereins zusammen. Sie wollen der Musik in den Kirchen Kühlungsborns zu mehr Attraktivität verhelfen.

Der Verein trägt den klangvollen Namen „Musica sacra Kühlungsborn“ und soll zukünftig die vielfältige musikalische Arbeit an der St. Johanniskirche Kühlungsborn fördern, da die Kosten für besondere Aufführungen nicht ausschließlich aus dem Budget der Kirchengemeinde gedeckt werden könnten. Der Verein möchte deshalb Konzerte und exponierte Kirchenmusik an der St. Johanniskirche Kühlungsborn unterstützen, und eine der kulturhistorischen Bedeutung des Gotteshauses angemessene Betreuung der Johanniskirchen-Orgel gewährleisten. „Denn die Orgel ist in ihrer jetzigen Disposition für Konzerte mit Programmen verschiedener Stilepochen nur bedingt geeignet“, sagte Wolfgang Neumann. Die Mitglieder stellen sich weiterhin eine Förderung musikalischer Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vor.

Wolfgang Neumann war 38 Jahre lang Kantor in Heidelberg und mit Pastor Borchert federführend bei der Vereinsgründung. Er ist nun zweiter Vorsitzender und bringt das nötige Wissen mit ein. Neumann gründete an seiner früheren Wirkungsstätte bereits mehrere Vereine: „Es geht um den Finanzbedarf von hochkarätiger Kirchenmusik in Gottesdiensten und Konzerten. Außerdem um Ausstrahlung von Kirchenmusik über die Gemeinde hinaus“, so der 70-Jährige. „Und wir legen den Augenmerk auf qualitative Instrumente in der Kirche. Neben der Orgel gibt es auch Bedarf für Klavier oder Flügel und mehr. Um einen Künstlerpool muss man sich ebenfalls finanziell kümmern.“

Der Versicherungsmakler Stephan Krauleidis ist immer schon sehr aktiv im Ehrenamt unterwegs: „Ich schätze Kirchenmusik. Und es geht mir in der Vereinsarbeit um die Förderung von Kindern, auch ohne Konfession.“ Er übernahm den Vorsitz und die Organisation, das liegt ihm. „Was wir nicht sein möchten, ist eine Konkurrenz für andere musikalische Angebote“, betonte der 44-Jährige. „Im Gegenteil wir können uns vorstellen, uns gegenseitig zu unterstützen. Falls Interesse besteht, ginge das bis in die Schulen hinein.“ Die Mitglieder weisen darauf hin, dass Interessenten, die nicht der Kirchgemeinde angehören, aktives oder passives Mitglied werden können. Jede helfende Hand wird benötigt. „Wir freuen uns auch über Mitglieder oder auch Nichtmitglieder, die uns unterstützen, die Künstler zu betreuen. Wie zum Beispiel für sie zu kochen, ihnen einen Unterkunft zu geben oder anderes“, sagte Matthias Borchert. „Menschen, die Freude dabei verspüren, mit Künstlern zu arbeiten, denen sie sonst nie so nahe kommen könnten. Das ist etwas Besonderes“, so der Pastor.

„Gute Kirchenmusik zu machen, ist einfacher, wenn es auf mehreren Schultern verteilt wird“, sagte der 58-Jährige. „Ich erhoffe mir“, ergänzt Sophie Feine „wenn wir chorbegleitend oder für die Sommermusiken Instrumente brauchen, dies dann finanzieren zu können.“ Am Herzen liege ihr besonders: „Kinder und Jugend für das Musizieren zu begeistern“, so die 27-Jährige. „Sie Erfahrungen im Umgang mit Instrumenten machen zu lassen für Musicals oder in Orgelführungen für Kinder.“ Die Vereinsmitglieder legen darauf Wert, nicht nur klassische Angebote in die Kirche zu holen. „Verschiedene Genres sollen es sein, auch Modernes, womit sich die jüngere Generation angesprochen fühlt“, erklärt Matthias Borchert. Gute Musik funktioniere ähnlich wie Meditation. „Sie dringt in die Seele und kann als eindringliche, ganzheitliche Sprache erlebt werden. Ich hab schon beobachtet, wie Zuhörer nach dem Schlussakkord noch einige Momente der Stille genießen“, erklärt Wolfgang Neumann.

Sabine Hügelland

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