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Bad Doberan Neues Atelier bei den Blanks
Mecklenburg Bad Doberan Neues Atelier bei den Blanks
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12:00 06.06.2019
Heike und Bruno Blank an der Skulptur „Steinbeißer“ in ihrem neuen Garten in Rerik, wo sich auch ein Atelier befindet Quelle: Sabine Hügelland
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Rerik

Der Steinbeißer scheint den Tag zu verschlafen. Die Gans aus Stein liegt eingekuschelt im Gras. Die Skulpturen im neuen Garten von Heike und Bruno Blank befinden sich in Nachbarschaft von anderen Kunstwerken. Das Ehepaar zog vor einem Jahr von Garvsmühlen nach Rerik. „Wir haben immer gesagt, dass wir nur zehn Jahre dort bleiben“, sagt Bruno Blank. Die Kinder wollten es nicht, so verkauften sie das Haus. Behielten jedoch die große Scheune und den wild-romantischen Skulpturengarten in der Nähe. „In Rerik kann ich meine Figuren aus Holz, Stein und Bronze nicht anfertigen. Das würde zu laut werden, deshalb nutzte ich weiterhin die Scheune dafür“, sagt Blank.

Den letzten Schliff erfährt sein neues Zuhause noch, die Galerie kann er jedoch schon eröffnen. „Es ist ein offenes Atelier im Wohnhaus. Zu sehen sind zurzeit Lithografien aus dem 19. Jahrhundert – Wiener Kunst“, sagt er. Skulpturen von Dörte Michaelis befinden sich ebenfalls dort. Auch Bruno Blanks Werke hängen und stehen im Atelier, wie auch die seiner Frau. Während der Künstler Plastiken und Wandbilder zeigt, stellt Heike Blank Webereien aus. Außerdem bemalte sie einige von Blanks Werken, die dadurch eine neue Aussage erhalten.

Dieses Eichenbild ist ein Gemeinschaftswerk des Paares. Heike Blank bemalte die Arbeit ihres Mannes. Quelle: Sabine Hügelland

Die 54-Jährige arbeitet im Michaelwerk Kröpelin. Zukünftig wird sie für ihre eigene Kunst Papier verarbeiten: „Ich stelle mein Papiergarn selbst her und verwebe es.“ Mit eingearbeitet werden auch andere Materialien, „wie ein Angelhaken, den ich am Strand fand“. Ein kleiner Hinweis auf ihre ökologische Denkweise, denn die Blanks achten darauf, mit der Natur im Einklang zu leben. Hummel, Biene und Co. laden sie ein statt aus.

Grundstück und Atelier für Entdecker

Es ist schön gemütlich bei den Blanks, und vor allem gibt es immer etwas zu entdecken. Der riesengroße Stuhl im Außenbereich ist vom Eingang aus zu sehen. Das Grundstück befindet sich am Parkplatz, Ortsausgang in Richtung Gaarzer Hof. Dort, wo sie vor Garvsmühlen lebten. Bruno Blank ist da ein wenig umtriebig, er braucht Veränderungen, die auch seine Frau befürwortet.

Sein neues Atelier ist nicht immer begehbar: „Wer herkommt, muss klingeln. Wir möchten keine starren Öffnungszeiten, weil uns das zu sehr anbindet“, sagt der kreative Blank. „Wenn wir da sind, hängt auch ein Schild an der Tür“, lässt er wissen. „Ab Oktober können kleine Gruppen von 15 bis 20 Leuten herkommen, das Wohn-Atelier nutzen und mit uns bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen, wenn sie es möchten“, sagt er. „Vorher geht es nicht, weil wir noch dabei sind, die Toilette im Stil von Hundertwasser, Chagall und anderen Künstlern zu gestalten.“

Die Rinder, die Blank neben der Skulpturen-Wiese in Garvsmühlen hatte, werden dort erst 2020 wieder grasen. „Die Kunstwiese entwickelt sich gut. 30 Jahre wurde dort nicht gedüngt, und das ist zu sehen. Sogar eine Ornithologin schaut ab und an, was so wächst. Ich kann mir vorstellen, die Wiese in kleinen Teilen wieder begehbar zu machen und Führungen anzubieten“, sagt der 60-Jährige. Hinter dem Reriker Atelier soll bald ein Erdhaus entstehen, in dem die beiden künftig leben möchten. In Garvsmühlen war der Bau nicht möglich. „Das Gebäude wird also fast unsichtbar werden und sich der Natur anpassen“, sagt Blank, für den mit dem Erdhaus ein Traum in Erfüllung geht.

Sabine Hügelland

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