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Bad Doberan Norma und Lions helfen Neubukows Schülern
Mecklenburg Bad Doberan Norma und Lions helfen Neubukows Schülern
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18:26 06.06.2019
Norma-Verkaufsleiter Christian Wolfgramm zeigt gemeinsam mit Ina Vitow (4.v.l.) den symbolischen Scheck der Manfred-Roth-Stiftung für die Regionale Schule. Quelle: Thomas Hoppe
Neubukow

Die Freude ist sichtlich groß bei Ina Vitow, als sie einen kleinen echten „Scheck“ über 5000 Euro von Christian Wolfgramm über den Tisch gereicht bekommt. Der Mann ist der Verkaufsleiter vom Lebensmitteldiscounter Norma für Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein und hat von seiner Firmenzentrale aus Fürth in Mittelfranken grünes Licht bekommen, dem Förderverein der Neubukower RegionalschuleHeinrich Schliemann“ das Geld für ein „interaktives Pylonen-Display-System“ zu übergeben. Da geht es um eine moderne Schultafel mit interaktivem Projektor. Die Mittel dafür stammen aus der Stiftung des 2010 verstorbenen Norma-Chefs Manfred Roth.

„Diese Stiftung schüttet ein Mal im Jahr größere Geldbeträge zur Förderung von Bildung und Erziehung aus, nachdem entsprechende förderfähige Projekte begutachtet worden sind“, erklärt Christian Wolfgramm und ergänzt, dass die Neubukower Schule in den Fokus geriet, da Norma hier bereits seit Anfang der 1990er Jahre eine Filiale hat: „Mittlerweile sind wir drei Mal in der Stadt umgezogen und nun ist direkt neben unserem Standort eine Schule – da hieß es, gucken wir mal.“ Bislang seien im Land vor allem Berufsschulen gefördert worden. Auch die beiden anderen Projekte, die Norma in diesem Jahr in MV mit einer Spende unterstützt, sind in Berufsschulen in Schwerin und Ribnitz-Damgarten angesiedelt. Als Regionalschule war bislang nur die in Dummerstorf unter den geförderten Einrichtungen.

Handelsunternehmen bietet Hilfe bei Berufsfrühorientierung an

Mit Neubukow soll es auch so gut geklappt haben „dank des schnellen Kontakts und eines von den Schulvertretern sehr gut aufbereiteten förderfähigen Projektes“, unterstreicht der Verkaufsleiter. Dann bietet er gemeinsam mit seiner Bereichsleiterin für Aus- und Weiterbildung, Annett Naborowski, der Schliemann-Schule an, künftig gern auch in Sachen Berufsberatung mit Tipps zur Bewerbung zu helfen, welche Fehler man da auf jeden Fall vermeiden solle, und Einblicke in die Arbeit beim Discounter zu geben. „Betriebsbesichtigungen“ würden die Schüler bei Norma am Panzower Weg sicher schon selbstständig und ausreichend erledigen, heißt es augenzwinkernd in der Runde. Aber die Schulleiterin Sabine Pakulat betont schließlich: „Wir sind Ihnen sehr dankbar für dieses Angebot, denn in unserer Schule gibt es eine zertifizierte Berufsfrühorientierung ab Klasse 5 und da sind Betriebsbesichtigungen und Berufsbilder wichtige Elemente.“ Annett Naborowski bringt dazu das neue große Zentrallager von Norma in Dummerstorf ins Spiel, doch die Fahrkosten dorthin wären für die Klassen zu hoch, wird von Schulvereinsvertreterinnen eingeworfen. Zudem kommt die Sprache darauf, dass der stellvertretende Filialleiter in Neubukow sogar ein ehemaliger Schliemann-Regionalschüler ist – wie auch ein aktueller Azubi.

„Wir haben gute Rahmenbedingungen und wir haben gute Mitarbeiter“

Auch was die geschäftliche Seite von Norma in Neubukow betrifft, sei man „sehr, sehr zufrieden“, wie es Christian Wolfgramm ausdrückt: „Unsere Konkurrenz hat sich ja komplett neu aufgestellt – wir ja schon vor zweieinhalb Jahren –, das hat uns aber nicht in irgendeiner Form negativ beeinträchtigt. Wir haben gute Rahmenbedingungen und gute Mitarbeiter.“

Rosalie, Ayleen und Melina freuen sich über die neuen Pausenmöbel in der Grundschule. Im Hintergrund Katja Bludszuweit und Martin Framm. Quelle: Thomas Hoppe

Apropos Rahmenbedingungen: Eine Stunde zuvor hatte Martin Framm, Chef der Kröpeliner Bürotechnikfirma Framm, als Vertreter des Kühlungsborner Lions Club offiziell eine gemütliche Sitzgruppe für ein Pausenareal in der Grundschule am Hellbach übergeben. „Hier sitzen auch die Kinder, die auf ihren Bus warten – das war vorher gar nicht schön. Die neuen Möbel hat unsere Firma ausgesucht, bezahlt hat sie alle unser Lions Club“, erklärte Martin Framm.

Die Sonderpädagogin Katja Bludszuweit, die dazu mit dem Lions Club Kontakt aufgenommen hatte, erinnerte daran, dass die alten Tische nicht auf die Größe der Kinder abgestimmt waren und die damalige Couch wegen des Brandschutzes weichen musste. „Jetzt ist hier alles mit schwer entflammbarem Material überzogen – zusammen haben wir rund 1000 Euro investiert“, warf Martin Framm ein. Der Viertklässlerin Melina ist die neue Couch besonders wichtig: „Wenn sich jemand von uns nicht so gut fühlt, kann man sich auf sie legen, bis die Eltern kommen“, sagte sie.

Thomas Hoppe

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