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Bad Doberan Obstarche presst Saft von Bäumen
Mecklenburg Bad Doberan Obstarche presst Saft von Bäumen
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15:09 26.09.2016
Benjamin Peters von der Satower Mosterei ist zurzeit mit der mobilen Saftpresse unterwegs. Hier lässt auch Silvia Kastell von der Obstarche Reddelich ihr Obst zu Saft mosten.
Benjamin Peters von der Satower Mosterei ist zurzeit mit der mobilen Saftpresse unterwegs. Hier lässt auch Silvia Kastell von der Obstarche Reddelich ihr Obst zu Saft mosten. Quelle: Sass, Katarina
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Reddelich

Premiere bei der Obstarche Reddelich: Der Verein, der sich dem Erhalt historischer Obstsorten verschrieben hat, vertreibt zum ersten Mal sortenreinen Apfelsaft. Er stammt von Früchten uralter Bäume aus der Gemeinde.

Die Früchte stammen alle aus dem Bestand der Gemeinde oder von Bäumen auf Privatgrundstücken. Ein uralter Baum, der wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Landweg zwischen Reddelich und Jennewitz angepflanzt worden ist, ist auch dabei. „Der Saft ist rötlich und er hat einen intensiven Duft“, beschreibt die Vorsitzende der Obstarche Reddelich, Silvia Kastell, das Produkt.

Verkauft werde der Saft bei Motorrad Timm und der Landbäckerei Harms in Reddelich sowie nun auch in Steffenshagen im Café Röntgen – in Ein-Liter- sowie in Fünf-Liter-Packungen und in Mostboxen. Der Erlös aus dem Verkauf gehe eins zu eins in die Pflege der gepflanzten Bäume und in den geplanten Obstwanderweg, sagt Silvia Kastell.

Den Saft lässt der Verein entweder in der Rethwischer Mosterei pressen und abfüllen oder bei der mobilen Mosterei von Benjamin Peters von der Satower Mosterei. Er sei an 60 Tagen im Jahr täglich bis zu 16 Stunden im Einsatz, sagt er. Von Barth bis Lübeck ist er unterwegs und bietet damit den Menschen an, ihre eigenen Äpfel aus dem Garten bei ihm zu pressen. „70 Prozent holen wir aus den Früchten raus“, so Peters. Der Rest, der so genannte Apfeltrester, wird an Schweine oder Rinder verfüttert.

Katharina Sass und Sabine Hügelland

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