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Bad Doberan Ostseekino in Kühlungsborn will wachsen
Mecklenburg Bad Doberan Ostseekino in Kühlungsborn will wachsen
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16:44 24.02.2019
Peer Kretzschmar ist der Betreiber des Ostseekinos Kühlungsborn. Er selbst geht nur selten anderswo ins Kino Quelle: Cora Meyer
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Kühlungsborn

„Man muss sich immer etwas Neues ausdenken, darf nie stillstehen“, sagt Peer Kretzschmar, Betreiber des Ostseekinos in Kühlungsborn. In der Einrichtung verändert sich momentan einiges: Der Eingangsbereich wird umgestaltet, es soll neue Sitzbereiche geben und ein Internet-Café. „Für Leute, die auch im Urlaub nicht Urlaub machen können, und eben mal was ausdrucken müssen“, so Kretzschmar. Urlauber sind wichtig für das kleine Kino. „Ich bedaure manchmal die Kinobetreiber im Landesinneren, die haben zum Teil im Sommer ganz schön Probleme.“ Weil die Menschen im heißen Sommer auch in Kühlungsborn den dunklen Saal eher meiden, hat Peer Kretzschmar sich noch ein zweites Standbein geschaffen: Das Strandkorbkino. Hier laufen Filme unter freiem Himmel. Außerdem betreibt er eine Trampolinanlage für Kinder an der Promenade. „Damit sind wir breiter aufgestellt.“

Das ganze Jahr geöffnet

Sein Herz aber hängt am Kino. „Ich bin ein alter Kinohase“, sagt Peer Kretzschmar von sich selbst. Mit zehn Jahren kam er aus Leipzig nach Heiligendamm, wo seine Mutter eine Stelle als Ärztin antrat. Peer Kretzschmar machte eine Lehre zum Facharbeiter für Eisenbahntransporttechnik, blieb dem Kino aber immer treu. „Ich habe in Heiligendamm einen Kinobesitzer kennengelernt und bei dem immer geholfen. Und dann ging es irgendwie immer weiter.“ Zwischenzeitlich war er auch am Kinobetrieb in Bad Doberan beteiligt – bis er Anfang der 1990er Jahre das damals leerstehende Kino in Kühlungsborn kaufte und weiterentwickelte. „Damals gab es hier nur im Sommer Kino.“ Einen ganzjährigen Betrieb, wie er ihn heute anbietet, gebe es in kaum einem anderen Ostseebad. „Die Stadt kann froh sein, dass sie so einen Idioten wie mich gefunden hat“, sagt er und lacht.

Neue Sitze, neue Wände, neues Licht

Um im Geschäft zu bleiben, davon ist er überzeugt, müsse man sich immer etwas Neues ausdenken. Und seien es nur Kleinigkeiten. Er hat gerade die Beleuchtung erneuert und ein gläsernes Waschbecken eingebaut, die Heizung ist neu. Und auch in den Zuschauersaal fließt viel Geld. Jüngste Errungenschaft ist eine „First Class“ – in der eine Reihe gibt es Kinosessel mit höhenverstellbarer Fußlehne und W-Lan-Anschluss. Über ein Bedienfeld in der Lehne kann der Besucher Snacks und Getränke bestellen. „Es ist immer etwas zu tun“, sagt Peer Kretzschmar. Als nächstes steht die Erneuerung der Wandverkleidung im Saal an. Und einen neuen Projektor will er anschaffen.

Mehr Filme durch neuen Saal

Bei einem anderen Projekt hofft der Kinobetreiber auf die Unterstützung der Verwaltung: „Ich hätte gern einen zweiten Saal.“ Dafür wäre ein Anbau nötig, der teilweise auf dem Gelände des angrenzenden Campingplatzes läge. „Ich hätte dann eine größere Bandbreite an Filmen, die ich zeigen kann.“ Momentan gibt es im Ostseekino jede Woche ein neues Programm. Jeweils zwölf bis dreizehn Filme laufen. „Das ist dann schon eine enge Taktung.“ Am besten kämen Familienfilme an, Jugendliche würden leider lieber Streamen, als ins Kino zu gehen.

„Einige Filme muss ich zeigen, weil es des Publikum verlangt.“ Gerade bei größeren Produktionen gebe es allerdings strenge Auflagen der Verleiher. Da sei dann beispielsweise festgelegt, wie lange ein Film gezeigt werden müsste. „Solche Einschränkungen versuche ich zu vermeiden“, sagt Peer Kretzschmar. „Immer gelingt das aber nicht.“ Und dann gibt es da noch die anderen Filme. Momentan hat er „Bohemian Rhapsody“ im Programm, die Biografie des Queen-Sängers Freddy Mercury. „Der wird nicht gut laufen“, sagt der Kinobetreiber. „Aber er ist es einfach wert, gezeigt zu werden.“

Cora Meyer

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