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Bad Doberan Parkentin: Recyclinghof in Flammen
Mecklenburg Bad Doberan Parkentin: Recyclinghof in Flammen
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22:35 05.06.2018
Einsatzkräfte versuchen den Brand einer Deponie zu löschen.
Einsatzkräfte versuchen den Brand einer Deponie zu löschen. Quelle: Andreas Meyer
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Parkentin/Bad Doberan

Dunkle Rauchwolken über Parkentin: Ein Großbrand auf dem Recyclinghof hält seit Dienstagabend Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Rostock und auch aus der benachbarten Hansestadt Rostock in Atem. Rund 120 Retter sind im Einsatz, das Löschwasser ist knapp. Die Polizei geht davon aus, dass die Löscharbeiten bis in die Morgenstunden andauern werden. Nach ersten Erkenntnissen war Plastik, das recycelt werden sollte, in Brand geraten. Die Ursache dafür war zunächst unklar. 

Plastikmüll brennt in Parkentin nahe Bad Doberan auf rund 1500 Quadratmetern. Mehr als 120 Retter sind im Einsatz, das Wasser ist knapp. Laut Feuerwehr könnte das Löschen Tage dauern.

Wachmann bemerkt den Brand

Es ist kurz vor 21 Uhr als ein Wachmann auf der Anlage, die von der Stadtentsorgung Rostock und dem bundesweit tätigen Alba-Konzern genutzt wird, Flammen in einer Halle für Abfälle bemerkt. „Ich habe noch versucht irgendwas zu löschen, aber das hat gar nichts gebracht“, erzählt der Mann der OZ. Binnen weniger Augenblicke brennt der gesamte Lagerplatz, die Flammen schlagen meterhoch in den Abendhimmel. Der Mann ruft die Feuerwehr – und die löst Großalarm aus. „Derzeit sind neun freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis Rostock im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr Rostock ist ebenfalls alarmiert worden, um die Löscharbeiten mit einem Großtankfahrzeug und weiterem Löschschaum zu unterstützen. Es sind rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz“, teilt Michael Fengler, der Sprecher des Landkreises Rostock, am späten Abend mit.

Auch in Parkentin ist das Wasser knapp

Die Probleme, die die Retter in Parkentin haben, sind dieselben wie vor wenigen Tagen auf dem Veolia-Gelände in Rostock. „Wir haben nicht genügend Wasser, können derzeit kaum etwas gegen die Flammen ausrichten“, sagt am Einsatzort Kreisbrandmeister Mayk Tessin. Die Wehren verlegen kilometerlange Schlauchleitungen. Aus der Feuerwehr-Technikzentrale in Kägsdorf werden bereits nach einer Stunden frische Schläuche und Sauerstoffflaschen nachgeordert.

Keine Gefahr für Anwohner

In der brennenden Halle versuchen Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz verzweifelt, den Brand einzudämmen. Fast 1500 Quadratmeter Plastikmüll sollen nach OZ-Informationen brennen. „Bis wir alles gelöscht haben, kann das Tage dauern“, so Tessin. Wie schon in Hinrichsdorf setzen auch die Wehren in Parkentin auf Löschschaum: „Sobald es möglich ist, werden wir die Flammen ersticken.“ Hilfe bekommen die Retter von Mitarbeitern der Deponie und ihren Radladern. Zur Brandursache gab es gestern noch keinerlei Informationen. Für die Anwohner bestehe jedoch keine Gefahr – auch nicht durch Rauch, so Polizeisprecher Nico Findeklee.

Andreas Meyer