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Bad Doberan Parkplätze an Ostseeallee fallen weg
Mecklenburg Bad Doberan Parkplätze an Ostseeallee fallen weg
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10:00 27.02.2018
Die wenigen allgemein nutzbaren Parkplätze im Küstenwald an der Ostseeallee soll es bald nicht mehr geben.
Die wenigen allgemein nutzbaren Parkplätze im Küstenwald an der Ostseeallee soll es bald nicht mehr geben. Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

Die wenigen Parkplätze, die sich im Küstenschutzwald entlang der Kühlungsborner Ostseeallee befinden, wird es bald nicht mehr geben. Die Stadt Kühlungsborn wurde vom Landesforstamt darauf hingewiesen, dass die gebührenpflichtigen Parkplätze für jedermann in dem Bereich nicht zulässig sind.

„Diese Feststellung ist richtig und sie entspricht auch dem Planungsstand. Als im Jahr 2012 der B-Plan 26 zuletzt geändert wurde, hat die Forst der Ausweisung von Parkflächen nur unter der Bedingung zugestimmt, dass diese nur als Behindertenparkplätze genutzt werden dürfen“, informierte Bürgermeister Rüdiger Kozian in der vergangenen Stadtvertreterversammlung.

Forst: Notwendiger Betrieb für allgemein nutzbare Parkplätze nicht nachgewiesen

In der Stellungnahme der Landesforst zum B-Plan heißt es wörtlich: „Die dauerhafte Zweckbestimmung ist für Behindertenparkplätze festzuschreiben. Nur mit dem Hintergrund, diesen Personen einen verkürzten Weg zum Strand zu ermöglichen, dulden wir diese Parkplätze im Wald. Eine zwingende Notwendigkeit für den Betrieb von allgemein nutzbaren Parkplätzen im Wald ist nicht erkennbar oder nachgewiesen.“

Für die Stadt Kühlungsborn bedeutet dies, dass alle öffentlich nutzbaren Flächen wegfallen, einschließlich derer, die als „Privatparkplätze“ an Gastronomen verpachtet wurden, die Gaststätten an der Promenade bewirtschaften. Ob dann auch die allgemein genutzten Plätze in zusätzliche Behindertenparkplätze geändert oder gar entsiegelt werden, ließ Kozian offen. Die Gebührenautomaten aber würden dann im Laufe des Jahres an diesen Parkplätzen abgebaut werden, kündigte der Bürgermeister an.

Bürgeramt kündigt Kontrollen an

Bürgeramtsleiterin Stefanie Zielinski erklärte, dass illegales Parken auf den Behindertenparkplätzen damit jedoch kaum unterbunden werden könnte. Entsprechende Kontrollen würden deshalb notwendig sein.

Bevor jedoch die Parkscheinautomaten an den drei Standorten an der Ostseeallee entfernt werden, will Rüdiger Kozian prüfen lassen, ob sich nicht wenigstens für einen Teil der Stellflächen noch eine zwingende Notwendigkeit für eine allgemeine Nutzung begründen lässt. So ist zum Beispiel im Konzertgarten Ost die städtische Bibliothek untergebracht. Unmittelbar daneben befindet sich ein Parkplatz mit bis zu acht Stellflächen. Für diesen Platz räumt die Landesforst in ihrer Stellungnahme immerhin schon eine Ausnahme ein: „Die Parkplätze am Konzertgarten Ost können bei Bedarf zeitweilig für die Organisation von Veranstaltungen im Konzertgarten Ost benutzt werden.“ Veranstaltungen finden in der Hauptsaison aber so gut wie täglich im Konzertgarten Ost statt.

Rolf Barkhorn

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