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Politik Gemeinde will Gewerbegebiet erweitern
Mecklenburg Bad Doberan Politik Gemeinde will Gewerbegebiet erweitern
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00:00 29.01.2016
Die alte Tennishalle am Admannshäger Damm steht seit etwa drei Jahren leer.
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Bargeshagen

Die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen möchte ihr Gewerbegebiet im nördlichen Bereich vergrößern. Das bestehende Areal ist fast vollständig ausgelastet. Doch es bestehe Interesse, weiteres Gewerbe in der Gemeinde anzusiedeln, sagt Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP).

Die Gemeindewill nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits das Gewerbegebiet vergrößern, andererseits die leer stehende Tennishalle nicht als Investruine verkommen lassen. Das 1995 errichtete Gebäude mit mehreren Feldern steht seit etwa drei Jahren leer.

Eigentlich sollte nördlich des Areals eine Ferienanlage, bestehend aus Ferienhäusern und zugehöriger Infrastruktur errichtet werden. Das hatten die Gemeindevertreter bereits 2011 beschlossen, ein Jahr später konkretisiert. Doch nach Auswertung aller Stellungnahmen war die Kommune zu der Erkenntnis gekommen, dass sich dieses Ziel aufgrund der vorhandenen Bebauung in der Umgebung nicht realisieren lässt. Das Vorhaben wurde aufgegeben. Die Gemeindevertreter hoben den Aufstellungsbeschluss dazu in ihrer jüngsten Sitzung auf. Jetzt könnte sich hier Gewerbe ansiedeln, denn innerhalb der Ortslage verfügt Admannshagen-Bargeshagen über keine weiteren Ansiedlungsmöglichkeiten. Dort aber, am Admannshäger Damm, könnte der Gewerbestandort entwickelt und könnten planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Das Architekturbüro Mahnel aus Grevesmühlen hat mit den Planungen begonnen. Ronald Mahnel erklärte den Gemeindevertretern, dass eine Hotel- und Freizeitansiedelung hier nicht mehr möglich sei, aber eine gewerbliche. Jedoch mit der Ausnahme von sogenannten Störfallbetrieben und geruchsbelästigenden Unternehmen.

„Eine breite Palette an Ansiedlung ist hier gegeben“, so Ronald Mahnel. Das Gebiet wird eingegrenzt im Nordosten und Osten durch landwirtschaftliche Flächen, im Süden durch den Wirtschaftsweg nördlich des SportparksBarge“ und der Freizeitanlage „Pandino“ und im Westen durch den Admannshäger Damm. Der SportparkBarge“ wäre in dem Areal gesichert.

Nicht alle Gemeindevertreter können mit dem Vorhaben der Erweiterung des Gewerbegebietes mitgehen. Anke Symanzik warf das erhöhte Verkehrsaufkommen in die Diskussion. Die Straße sei bereits jetzt an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, betonte sie. Weitere Gewerbetreibende würden auch mehr Verkehr bedeuten. Allerdings wurde Anke Symanzik auch entgegengehalten, dass es am SportparkBarge“ 300 Stellplätze gibt, die vor Jahren ausgelastet waren, heute nicht mehr.

Bürgermeister Eduardo Catalán erinnerte an die Gewerbesteuer, die die Gemeinde durch mehr Ansiedelung einnehmen kann, um damit auch mehr zu investieren. In Admannshagen-Bargeshagen bestehen etwa 290 angemeldete Gewerbe — unter anderem viele Einzelunternehmen, Dienstleister, Handwerksbetriebe, Autohäuser, Sport- und Freizeitanlagen sowie Schank- und Speisewirtschaften. Davon profitiert die Kommune.

Mit einer Gegenstimme beschloss die Gemeindevertretung, die Satzung über den Bebauungsplan Nr. 10 „Gewerbegebiet Nord“ aufzustellen. Damit soll nicht nur der gewerbliche Standort erweitert, sondern auch das bestehende Bauplan-Gebiet Nr. 5 „Gewerbegebiet Ropkuhl“ überplant werden.



Renate Peter