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Politik Neues Löschfahrzeug: Nienhäger bleiben auf Kosten sitzen
Mecklenburg Bad Doberan Politik Neues Löschfahrzeug: Nienhäger bleiben auf Kosten sitzen
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16:38 18.05.2016
Ist seit Dezember in Nienhagen im Einsatz: das neue Löschgruppenfahrzeug LF 20. Quelle: Sabine Hügelland
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Nienhagen

Ihr neues Löschgruppenfahrzeug kommt die Gemeinde Nienhagen teuer zu stehen. Satte 287 500 Euro muss das Ostseebad für den modernen Einsatzwagen berappen – unterstützt vom Landkreis Rostock mit immerhin 50 000 Euro. Doch eigentlich hatten die Nienhäger mit weiteren 80 000 Euro vom Wirtschaftsministerium in Schwerin gerechnet.

„Wir hatten schon gehofft, Fördermittel zu bekommen“, ist Bürgermeister Uwe Kahl (CDU) enttäuscht. „Immerhin haben wir hier eine Stützpunkt-Feuerwehr mit Katastrophenschutz, unsere Mitglieder sind bei Wettbewerben regelmäßig ganz vorn dabei – das sollte doch entsprechend honoriert werden.“

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Besonders ärgerlich: „Aufgrund unseres Stützpunkt-Status’ hatten wir ein kostenfreies Fahrzeug vom Kreis – auch, wenn das schon mehr als 20 Jahre alt war“, erklärt der Bürgermeister und sieht hier auch das Amt Doberan-Land in der Pflicht. „Es gab eigentlich überhaupt keinen Druck, jetzt in Schwerin Fördermittel für ein neues Löschfahrzeug zu beantragen – das ist über unsere Köpfe gelaufen.“

Das Amt habe „ordnungsgemäß und fristgerecht zwei Anträge auf Fördermittel gestellt“, betont Leiter Michael Theis. „Einer ging an den Kreis, der andere an das Land MV.“ Während der Landkreis Rostock 50 000 Euro zur Verfügung stellte, habe sich das Wirtschaftsministerium in Schwerin hingegen offenbar nicht in der Lage gesehen, die avisierten 80 000 Euro aufzubringen. Aus Theis’ Sicht ein nicht ungewöhnlicher Vorgang: „Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Fördermittel.“

Lennart Plottke