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Bad Doberan Post in Rerik kommt verzögert an
Mecklenburg Bad Doberan Post in Rerik kommt verzögert an
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18:00 22.07.2019
Gudrun Geistert aus Russow hat vier Tage keine Post erhalten. Die 64-Jährige ist nach Neubukow gefahren und hat sie sich dort im Verteilerzentrum abgeholt. Quelle: Anja Levien
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Neubukow

Rechnungen, Postkarten, Werbeschreiben – vier Tage blieb der Briefkasten von Gudrun und Rainer Geistert leer. Ein Paket, auf das die beiden Rentner warteten, kam zwei Tage verspätet an. Mit Blick auf die jüngste Porto-Erhöhung sind die beiden Russower verärgert. Sie sind nicht die einzigen Betroffenen. Seit der vergangenen Woche gibt es Probleme bei der Zustellung im Bereich Rerik.

„Wir bekommen mit, wenn die Post in Russow kommt“, sagt Rainer Geistert. Er oder seine Frau seien immer zu Hause. Doch vom vergangenen Montag bis Donnerstag sei kein Postfahrzeug gesichtet worden. „Am Donnerstagmittag kam dann ein DHL-Auto“, schildert der 69-Jährige. Ein junger Mann habe das seit zwei Tagen überfällige Paket geliefert. Briefe habe er nicht gebracht. „Er hat erzählt, dass die Leute krank sind und keiner die Briefe austragen kann, die in Neubukow sortiert werden.“ Dort würden auch 200 Pakete liegen.

Das Verteilerzentrum der Deutschen Post in Neubukow, Am Stellwerk. Von hier wird die Post unter anderem nach Neubukow und Rerik geliefert. Quelle: Anja Levien

Die beiden Rentner fuhren daraufhin nach Neubukow zum Postverteilerzentrum an der Straße Am Stellwerk. „Dort haben wir das Gleiche gehört. Die Post wird sortiert, aber nicht ausgefahren.“ Rainer Geistert kann das gar nicht glauben. „Das mal jemand krankheitsbedingt ausfällt, ist klar. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Die Russower konnten sich gegen Vorlage ihres Personalausweises ihre Post mitnehmen.

Personalnotstand im Verteilerzentrum

Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt bestätigt Probleme im Verteilerzentrum in Neubukow. Etwa ein Dutzend Mitarbeiter seien hier beschäftigt. Doch aufgrund von Krankheit habe es plötzlich einen personellen Notstand gegeben. Das Problem: „So ein kleiner Stützpunkt ist personell nicht so flexibel wie ein großer“, sagt Jens-Uwe Hogardt. „Wir bekommen dort die Problematik nicht so schnell gelöst.“ Vor allem im ländlichen Raum wie rund um Neubukow sei das dann der Fall.

Jens-Uwe Hogardt, Post-Sprecher: „Wir haben Stützpunkte im ganzen Land und versuchen, Leute zu gewinnen, die dann aushilfsweise im Einsatz sind, wie beispielsweise aus Bad Doberan.“ Quelle: Anja Levien

In Neubukow sei man von der Situation in der vergangenen Woche etwas überrascht worden, dann habe man reagiert, aber es könne ein bis zwei Tage dauern, bis das sichtbar werde. Am Freitag und Sonnabend sei mit verstärkten Einsatz bereits gelungen, dem Problem etwas entgegenzuwirken. „Wir hoffen, dass es bis Mitte der Woche besser wird.“ Dann solle der Normalzustand wieder erreicht sein. Gudrun und Rainer Geistert bestätigen am Montag, dass seit Freitag die Post in Russow, einem Stadtteil von Rerik, wieder regelmäßig ausgeliefert wird.

Postboten aus anderen Gebieten im Einsatz

Das Personal komme unter anderem von anderen Stützpunkten. „Wir haben Stützpunkte im ganzen Land und versuchen, Leute zu gewinnen, die dann aushilfsweise im Einsatz sind, wie beispielsweise aus Bad Doberan.“ Die Deutsche Post versuche so, die vorhandenen Probleme in den ländlichen Regionen, die nicht so einfach zu lösen sind, anzugehen. Auch studentische Hilfskräfte sind im Einsatz.

Ob weitere Ortschaften außerhalb von Rerik betroffen seien, könne er nicht sagen. „Wir haben keine Reklamationen, die darauf hinweisen“, so der Post-Sprecher.

Wie viele Briefe im Post-Verteilerzentrum in Neubukow täglich ankommen und verteilt werden, könne er nicht sagen. „57 Millionen Briefe sind täglich in Deutschland unterwegs, hinzukommen etwa fünf Millionen Pakete.“ Im Verteilerzentrum wird die Post sortiert und dann in Neubukow, Rerik und den umliegenden Orten bis nach Pepelow ausgetragen.

Anja Levien

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