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Bad Doberan Radweg-Streit in Heiligenhagen: Land sucht Alternativen
Mecklenburg Bad Doberan Radweg-Streit in Heiligenhagen: Land sucht Alternativen
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17:00 27.11.2019
Radweg dringend benötigt: Anwohner machen seit Jahren auch mit Plakaten auf ihr Anliegen aufmerksam. Quelle: Lennart Plottke
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Heiligenhagen

Beim lange geplanten Bau eines straßenbegleitenden Radweges zwischen Satow und Heiligenhagen könnte es jetzt eine alternative Lösung geben. „Aktuell wird die Möglichkeit geprüft, die Trasse in Heiligenhagen auf einigen Metern hinter der Wohnbebauung entlang zu führen und im Anschluss per Stichweg zum Wokrenter Weg und dann wieder an die Landesstraße zu bauen“, erklärte Landrat Sebastian Constien (SPD) während eines Bürgerforums in Hanstorf. „Ich glaube, dass auch Verkehrsminister Pegel die Notwendigkeit

„Wenn der Prozess so weitergeht, haben wir hier auch in fünf Jahren noch keinen Radweg.“ Sebastian Constien, Landrat Landkreis Rostock Quelle: Andreas Meyer

erkannt hat, hier andere Optionen zu finden.“

Denn die Eigentümer der Grundstücke, die von den Bauarbeiten betroffen wären, müssen dem Vorhaben zustimmen – weil das Straßenbauamt in einigen Bereichen Privateigentum erwerben muss. „Einige Anlieger tun sich damit aber schwer“, so Constien. „Der Abstand zwischen Straße und Wohnbebauung ist doch relativ gering.“ Theoretisch könnte hier der Staat eingreifen und per Planfeststellungsverfahren enteignen, machte der Landrat deutlich: „Das könnten die Eigentümer aber anfechten – und die rechtlichen Einwände könnten durchaus erfolgreich sein.“

Planungen laufen seit mehr als zehn Jahren

Sollte es tatsächlich so weit kommen, „haben wir hier auch in fünf Jahren noch keinen Radweg“, stellte Constien klar. „Auch deshalb müssen wir jetzt gucken, ob es nicht mildere Mittel gibt.“ Seit Jahren machen sich Bewohner und Anlieger für einen Lückenschluss des kombinierten Geh- und Radweges zwischen Radegast und Stäbelow stark. Bereits seit 2009 wird die Trasse entlang der L 10 geplant – im Bereich Satow wurde ein erster, 1,5 Kilometer langer Bauabschnitt im Sommer 2010 übergeben. Doch eine Weiterführung Richtung Heiligenhagen wird von Jahr zu Jahr verschoben.

Auf der südlichen Seite der Landesstraße 10 soll auf einer Länge von rund 3,2 Kilometern ein befestigter, 2,50 Meter breiter Weg entstehen. „Wenn jetzt endlich alles gut läuft, könnte die endgültige Planung Ende 2020 fertig sein“, sagte Sebastian Constien, „und der Bau des Radweges könnte tatsächlich Mitte 2021 starten. . .“

Von Lennart Plottke

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