Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Rekord-Zahlen zur Kommunalwahl
Mecklenburg Bad Doberan Rekord-Zahlen zur Kommunalwahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 22.03.2019
Am 26. Mai vergeben die Wähler ihre Stimmen für die Kommunal- und Europa-Parlamente. Quelle: dpa
Anzeige
Bad Doberan

214 Kandidaten für 86 mögliche Sitze – im Amt Bad Doberan-Land gibt es zur Kommunalwahl am 26. Mai eine Rekordbeteiligung. „So viele Bewerber hatten wir tatsächlich noch nie“, sagt Amtsleiter Michael Theis. „Das ist gelebte Demokratie – mehr können sich die Leute doch gar nicht wünschen.“ In neun Gemeinden werden neue Vertretungen sowie neue (oder alte) Bürgermeister gewählt. Dabei sind die Verteilungen der jeweiligen Bewerber sehr unterschiedlich. Spitzenreiter ist die Gemeinde Börgerende-Rethwisch: Hier bewerben sich 49 Kandidaten um zwölf Sitze. „Das sind mehr als vier Personen pro Sitz“, erklärt Theis.

Neu mit dabei ist etwa die Wählergruppe Bündnis BürgerNähe (BBN), die sich unter anderem für eine größere Bürgerbeteiligung durch die Gemeindevertretung stark macht. Bei der Wahl zum Bürgermeister bekommt es Amtsinhaber Horst Hagemeister (Wir – für unsere Gemeinde) unter anderem mit seinem bisherigen Stellvertreter zu tun: Klaus Bergmann geht für die Unabhängige Wählerschaft Börgerende-Rethwisch (UW) ins Rennen um den höchsten Posten im Ort.

Vorläufige Wahlvorschläge in vier Gemeinden

„Die Kandidaten-Listen zur Bürgermeisterwahl haben in den Gemeinden Börgerende-Rethwisch, Admannshagen-Bargeshagen, Wittenbeck und Bartenshagen-Parkentin zunächst vorläufigen Charakter“, stellt Amtsleiter Theis klar. „Denn aus formellen Gründen entscheidet der Gemeindewahlausschuss erst am 2. April über die endgültige Zulassung der jeweiligen Vorschläge.“

Spannend dürfte es auch im Ostseebad Nienhagen werden: Hier tritt das langjährige Gemeindeoberhaupt Uwe Kahl (CDU) gegen Wolfgang Lange von der Bürgerinitiative Gemeinsam für Ostseebad Nienhagen (BIG) sowie den SPD-Kandidaten Gero Pahl an. Bei 43 Kandidaten für zwölf Sitze haben die Nienhäger am 26. Mai die Qual der Wahl.

Ganz ähnlich sieht es in der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen aus: 41 Bewerber wetteifern um ebenfalls zwölf freie Plätze in der Gemeindevertretung. Bürgermeister Eduardo Catalán tritt nicht für eine zweite Amtsperiode an. Die Einwohner können aus drei Kandidaten wählen – unter anderem wirft hier der aktuelle zweite Stellvertreter Uwe Leonhardt seinen Hut in den Ring.

Drei Bewerber für Kalweit-Nachfolge in Parkentin

In Bartenshagen-Parkentin zieht sich Bürgermeisterin Gabriele Kalweit aus der vordersten Front zurück und kandidiert nur noch für einen Sitz in der Gemeindevertretung. Zehn Posten sind hier zu vergeben – bei 24 Bewerbern. Neuer Bürgermeister wollen der bisherige Stellvertreter Egon Krohn sowie Christoph Wagner von der Gemeinschaft 2019 und Tobias Priem von der Wählergemeinschaft Bartenshagen-Parkentin werden.

Zwei Bürgermeister-Kandidaten gibt es in der Gemeinde Wittenbeck: Amtsinhaber Dirk Stübs (Die Linke) muss sich mit Jürgen Sattler (CDU) auseinandersetzen. Für die acht Sitze im Gemeinderat bewerben sich neun Interessenten.

In Steffenshagen haben die Einwohner ebenfalls die Wahl zwischen zwei Kandidaten: Hier tritt das aktuelle Gemeindeoberhaupt Georg Endmann gegen seinen bisherigen zweiten Stellvertreter Andreas Hoffmann an. Acht Sitze sind in der Gemeindevertretung zu vergeben – bei 13 Bewerbern. In Reddelich (9 Bewerber) und Retschow (21) dürften die alten auch die neuen Bürgermeister sein: Ulf Lübs und Berno Grzech haben jeweils keinen Gegenkandidaten.

Verzwickter ist die Lage in Hohenfelde: „Hier sind eigentlich auch acht Sitze für die Gemeindevertretung zu vergeben“, erklärt Michael Theis. „Es gibt aber nur fünf Kandidaten.“ Rechnet man den Posten für den neuen Bürgermeister dazu (Karlheinz Siewert tritt nicht noch einmal an), sind nach den gesetzlichen Vorgaben mindestens sechs Sitze zu besetzen. „Es müssen bei der Wahl also alle sechs Kandidaten durchkommen“, betont Theis. „Ansonsten wird hier eine sogenannte Ergänzungswahl notwendig.“

Lennart Plottke

Irmgard Albuschat hat im Dorf ein zweites Zuhause gefunden. Die 87-Jährige ist die älteste Einwohnerin.

22.03.2019

In der alten Dorfschule leben Hannes Pieper und Sophie Herbert mit ihren Töchtern Antonia und Rosalie. Der Großvater des jungen Mannes, Otto Trögler, war hier der letzte Dorfschullehrer von Mechelsdorf.

22.03.2019

Auf der B105 in Bad Doberan sind am Freitag an einem Fußgängerübergang zwei Autos aufeinander aufgefahren.

22.03.2019