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Bad Doberan Rerik will weiter sparen
Mecklenburg Bad Doberan Rerik will weiter sparen
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17:35 28.06.2019
Die Stadtvertreter des Ostseebades Rerik kamen in der Begegnungsstätte „Kösterschün“ zusammen. Quelle: Sabine Hügelland
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Rerik

Ein Zaun, eine Schranke, das Wohnheim: Die Stadtvertreter von Rerik kamen auf ihrer konstituierenden Sitzung gleich zur Sache. Ein erstes Anliegen war den Stadtvertretern der Küstenschutz. Weil Gäste oft den Weg durch die Dünen nehmen, sei es notwendig, hier eine Absperrung zu errichten. „Damit hat der Bauhof an einer Stelle schon begonnen“, sagte Bürgermeister Wolfgang Gulbis, der bei der Sitzung neu vereidigt wurde. An den Treppen sei ein Zaun besonders dringend gewesen. Da dort öffentliche Toiletten fehlen, würden sich Gäste „andere Wege suchen“. Den Rest des Zauns werde das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg in der kommenden Woche angehen.

Nachtrag zum Haushalt beschlossen

In diesem Jahr hat sich bei den geplanten Projekten der Stadt einiges getan. Deshalb war es nötig, den ursprünglichen Haushalt anzupassen. Der weist nun ein Minus von 597 800 Euro auf. Die Summe kann durch Überschüsse aus dem vergangenen Jahr ausgeglichen werden. Die Stadtvertreter sehen die Entwicklung trotzdem kritisch und beschlossen, gegenzusteuern.

Um Bauprojekte künftig beschleunigen zu können, erhält der Bürgermeister mehr finanziellen Spielraum. Er darf nun über einmalige Ausgaben im Umfang von 5000 Euro selbst entscheiden.

Amt Neubukow-Salzhaff: Die alten Bürgermeister sind die neuen

Reriker Eltern kämpfen für Erhalt der Grundschule

Neue Bauvorhaben kosten Geld

Die Stadt hatte Fördermittel beantragt, um das ehemalige Wohnheim zu einem Schulzentrum umzubauen. Dort hätten Grundschule, Freie Schule und Hort untergebracht werden sollen. Das Projekt liegt allerdings derzeit auf Eis, da das Bestehen der Grundschule vorerst nur bis zum Jahr 2020 gesichert ist. Der Grund sind zu geringe Schülerzahlen. „Es sieht so aus, als ob künftig Kinder aus Rakow, Biendorf, Teßmannsdorf und weiteren Ortsteilen dort zur Schule gehen können“, sagte der Bürgermeister. Dann könne die Grundschule in Rerik bleiben. „Dann werden wir die Fördermittel neu beantragen.“

Teurer als geplant ist auch die Schrankenanlage am Wustrower Hals. Statt einer einfachen Schranke ist hier eine Kombination mit einem Parkscheinautomaten geplant. Das koste die Stadt etwa 30 000 Euro mehr. Zum Teil wird diese Summe durch die alten Parkautomaten aufgefangen, die dann nicht mehr benötigt würden. Im Haushalt sind diese Pläne bereits abgesichert. Ob sie tatsächlich umgesetzt werden sollen, muss allerdings noch die Stadtvertretung in einer ihrer nächsten Sitzungen entscheiden.

Dort soll es auch um den maroden Zaun an der Halbinsel Wustrow gehen. Um ihn zu sichern, müssten dort Pfähle gerammt werden. Dafür sind 35 000 bis 42 000 Euro veranschlagt.

Einnahmen aus Firmenanteilen

Freuen kann sich die Stadt auch im kommenden Haushaltsjahr über Auszahlungen der Firma Edis. Rerik hält – wie andere Kommunen – einen Teil der Aktien. „Unser Anteil beträgt in etwa 0,03 Prozent“, sagte Bürgermeister Gulbis. Dennoch bedeute das Einnahmen von 50 000 bis 90 000 Euro im Jahr.

SPD am häufigsten in Ausschüssen vertreten

Die Stadtvertretung bestimmte in ihrer ersten Sitzung nach der Wahl auch die Besetzung der Ausschüsse. Michael Doss, künftig auch erster stellvertretender Bürgermeister, Thomas Hähnel (beide SPD) und Christian Bläsing (freie Wählergemeinschaft Rerik) bilden den Hauptausschuss.

Für die finanziellen Angelegenheiten sind Manfred Baumann, Michael Bauer, Michael Doss, Maria Pinkis (alle SPD) sowie Christain Bläsing und Ute Busse von der freien Wählergemeinschaft (fWR) zuständig.

Im Bauausschuss sitzen für die SPD Miachel Doss, Thomas Hähnel, Maria Pinkis, Ulrike Feine, Johannes Rohn Christian Techel. Die fWR vertreten Thomas Pfensig und Herbert Karbaum.

Den Tourismusausschuss bilden Michael Bauer Karen Siegert, Maria Pinkis, Thomas Hähnel (alle SPD) sowie Leander Lange und Bernd Graf von der freien Wählergemeinschaft Rerik.

Im Sozialausschuss ist die Linke mit Irene Gradt, künftig auch zweite stellvertretende Bürgermeisterin, vertreten. Außerdem sitzen dort Manfred Baumann, Gerhard Wegner-Repke, Karen Siegert und Ulrike Feine von der SPD. Bernd Graf und Wenke Christiansen vertreten die freie Wählergemeinschaft.

Wie üblich werden die Aufwandsentschädigungen der Stadtvertreter zur neuen Legislaturperiode erhöht.

Cora Meyer

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