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Bad Doberan Rerik übernimmt Kita „Pusteblume“: Worauf Eltern jetzt hoffen dürfen
Mecklenburg Bad Doberan

Rerik übernimmt Kita „Pusteblume“: Worauf Eltern jetzt hoffen dürfen

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06:00 18.01.2020
Die Stadt Rerik will künftig die Kita „Pusteblume“ in Roggow betreiben. Quelle: Cora Meyer
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Rerik

Die Stadt Rerik übernimmt die Kindertagesstätte „Pusteblume“ im Ortsteil Roggow und will zusätzliche Plätze schaffen. Das teilte Bürgermeister Wolfgang Gulbis in der jüngsten Stadtvertretersitzung mit. „Die Betreiberin ist an uns herangetreten.“ Im Wirtschaftsplan der Stadt sind dafür 450 000 Euro eingestellt. Denn die Stadt übernimmt nicht nur den Betrieb der Kindertagesstätte, sondern will auch das Grundstück kaufen, auf dem sie steht.

Die Verwaltung der Tagesstätte „Pusteblume“ soll nach Angaben des Reriker Bürgermeisters jedoch Sache des Amtes Neubukow-Salzhaff sein, zu dem das Ostseebad gehört. Bei der Kita „Leutturmzwerge“ in Bastorf sei das bereits der Fall.

Vorige Betreiberin übernahm 2015

Maria Mutzeck hatte die Kita erst im August 2015 von ihrer Mutter Katrin Mutzeck übernommen. Der Einrichtung drohte damals die Schließung. Die Eltern der 39 betreuten Kinder aus der Salzhaff-Region zwischen Rakow, Neubukow und Rerik sowie die Erzieherinnen hatten bereits eine Kündigung erhalten.

Damals wohnte die junge Frau noch in Rostock. Inzwischen ist sie jedoch nach Berlin gezogen. „Über 300 Kilometer Entfernung eine Kita zu betreiben, ist nicht so einfach“, sagt Bürgermeister Wolgang Gulbis. Zumal Maria Mutzeck auch kleine Kinder habe.

In der Kindertagesstätte „Pusteblume“ werden derzeit 27 Kindergartenkinder betreut, in der Krippe sind es 12. Für sie und ihre Eltern wird sich durch den Betreiberwechsel nichts ändern. Auch für die vier Erzieher und die drei weiteren Angestellten bleibt zunächst alles beim Alten. Doch die Stadt hat bereits Pläne für die Zukunft der Kindertagesstätte. „Erst mal übernehmen wir den Betrieb. Dann werden wir mit den Mitarbeitern konkret in die Erweiterungsplanung gehen.“ Außerdem wolle die Stadt prüfen, was passieren müsse, um die Attraktivität der Einrichtung zu steigern.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen sei seinen Angaben zufolge groß. Das bestätigt auch Heike Selch, die Ansprechpartnerin vor Ort in der „Pusteblume“. „Unsere Krippenplätze sind sehr begehrt“, sagt sie. Es gebe eine längere Warteliste. „Die Kinder kommen aus Pepelow, aus Neubukow, aus der gesamten Umgebung.“

Warteliste in der anderen Kita in Rerik

Die einzige andere Betreuungseinrichtung in dem Ostseebad ist die Kindertagesstätte „Uns Kinnerstuv“ des Regionalverbandes der Arbeiterwohlfahrt Bad Doberan. Das Gebäude in der Kröpeliner Straße in Rerik gehört bereits der Stadt. „Wir sind gut ausgelastet“, sagt die Leiterin der Kita, Ramona Jendrny. Doch nicht nur das. Es gebe eine Warteliste. „Ich kann keine weiteren Kinder mehr aufnehmen“, sagt sie. Anfragen der Eltern könne sie nicht erfüllen. „Ich gebe ihnen dann die Telefonnummer der Kita „Am Kellerswald“ in Bad Doberan. Sie ist erst im vergangenen Jahr entstanden. „Aber das funktioniert natürlich nicht für jeden“, sagt Ramona Jendrny, die „Uns Kinnerstuv“ seit 2018 leitet. Für Eltern, die in Rerik wohnen, aber beispielsweise in Wismar arbeiteten, komme diese Alternative nicht infrage. Dass sich die Situation ändert, glaubt sie nicht. „Es kommen ja immer wieder Kinder nach und viele ziehen auch hierher.“ Die Erweiterung der Kita in Roggow würde sie begrüßen. „Der Bürgermeister hat nicht ganz unrecht, wenn er sagt, dass etwas passieren muss.“

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Von Cora Meyer

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