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Bad Doberan Reriker Landfrauen haben neue Leiterin
Mecklenburg Bad Doberan Reriker Landfrauen haben neue Leiterin
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15:51 12.08.2019
All diese Frauen und noch ein paar mehr gehören den Landfrauen der Ortsgruppe Rerik und Umgebung an. Sie engagieren sich für das Gemeinwohl und unterstützen das Gemeindeleben. Quelle: Sabine Hügelland
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Rerik

 Sie werden immer mehr – das freut die Landfrauen der Ortsgruppe Rerik und Umgebung, die jetzt auf 29 Mitglieder angewachsen ist. „Das ist toll, liegt aber auch daran, dass es viele neue Einwohner gibt, die Anschluss suchen“, erklärt Rita Schulzke. Sie gehört der Gruppe seit 2008 an, die sich vor mehr als dreizehn Jahren mit zehn Mitgliedern gründete.

Sechs Landfrauengruppen gibt es im Kreis: Diedrichshagen, Jennewitz, Gerdshagen, Rederank, Rerik, Satow und Westenbrügge mit insgesamt rund 130 Mitgliedern. In der Ortsgruppe Rerik engagieren sich Frauen aus Rerik, Ravensberg, Biendorf, Neubukow, Roggow, Russow, Kägsdorf und Garvsmühlen. Seit zwei Monaten haben die Reriker Landfrauen mit Rosita Sell eine neue Gruppenleiterin. Sie löste Christine Rietdorf ab, die den Vorsitz seit der Gründung inne hatte und ihn jetzt aus familiären Gründen abgab.

Frauen bringen sich ins Gemeindeleben ein

„Ich war früher schon bei den Landfrauen – es ist eine Aufgabe, die Freude bereitet. Rosita Sell, Gruppenleiterin Quelle: Sabine Hügelland

„Zum diesjährigen Frühlingsmarkt in Garvsmühlen wurde ich gefragt, ob ich das Amt übernehmen würde“, sagt Rosita Sell. „Ich hatte mir aber überlegt, ob ich noch jemanden mit ins Boot nehmen sollte – und weil Karin Holz auch angesprochen wurde, machen wir das zu zweit.“ Rosita Sell kam 1998 aus Rheinlandpfalz nach Kägsdorf. „Ich war früher schon bei den Landfrauen – es ist eine Aufgabe, die Freude bereitet“, sagt sie. „Die Landfrauen bilden eine wichtige Gemeinschaft in ländlichen Gebieten.“ So gestalten sie unter anderem das Frühlingsfest, nehmen am Umwelttag teil, beteiligen sich an Veranstaltungen der Stadt, backen Kuchen für die Kirche sowie die Feuerwehr.

„Gerade erst haben wir gemeinsam mit der Fahrgastschifffahrt Steußloff den ,Tschernobyl-Kindern‘ auf der ,Ostseebad Rerik‘ einen schönen Nachmittag gestaltet.“ Als Dank für die Zusammenarbeit gab es für die Mannschaft von Steußloff einen selbst gebackenen Kuchen der Landfrauen. „Traditionell binden wir jedes Jahr die Erntekrone für die Reriker Kirche und schmücken auch die Kirche aus“, sagt Rosita Sell. Zuvor wird die Krone dieses Jahr mit anderen Erntekronen in Rövershagen zu sehen sein. „Wir sammeln jetzt alle fleißig Getreide“, so die Vorsitzende. „Und demnächst sind wir auch am Landfrauenstand der Mela vertreten.“

Es sei vor allem die Gemeinschaft, die sie so schätze, sagt Rita Schulzke (67), ehemals Verkäuferin und Bahnangestellte. Karin Wendtland ist 67 Jahre alt und war kaufmännische Angestellte. Sie gehört seit 1998 der Ortsgruppe an: „Wer zu uns kommt, lernt neue Leute kennen, findet Freunde. Gemeinsam unternehmen wir auch öfter mal was.“ Die 65-jährige Betriebswirtin Karin Holz zog 2018 aus dem Ruhrgebiet nach Rerik: „Ich lege sehr viel Wert darauf, mich auch bei den Landfrauen zu engagieren.“

Blick über den Tellerrand hinaus

„Es war mir wichtig, mich bei den Landfrauen zu engagieren – die Arbeit ist wertvoll. Karin Holz, Gruppenleiterin Quelle: Sabine Hügelland

Die Landfrauen in MV setzen sich immer noch für die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation von Frauen und Familien im ländlichen Raum ein. So nehmen sie auch an Bildungsvorträgen teil und sind an der Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen interessiert. Den Landfrauen geht um Zusammenhalt, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch im Berufsleben und der Familie.

Rosita Sell ist ausgebildete Kräuterpädagogin, Einzelhandelskauffrau, Werbe-Fotografin und Laborantin. Sie ist naturnah auf einem mittelgroßen Bauernhof aufgewachsen und engagiert sich in Ehrenämtern für Natur und Umwelt sowie in der Pommerschen Landsmannschaft in Doberan. „Wir Landfrauen freuen uns, wenn junge Mitglieder zu uns stoßen würden, die sich sozial einbringen möchten“, betont Rosita Sell. „Zurzeit haben wir nämlich einen Altersdurchschnitt von 70 Jahren.“

Von Sabine Hügelland

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