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Bad Doberan Richtkrone weht – Einzug im Herbst 2019
Mecklenburg Bad Doberan Richtkrone weht – Einzug im Herbst 2019
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18:20 13.03.2019
Richtfest für den Kita-Erweiterungsbau in Kritzmow am 13. März 2019: Vize-Bürgermeister Dittmar Brandt schlägt den letzten Nagel ein und Polier Heiko Conrad von der Warnemünder Bau GmbH spricht traditionell den Richtspruch. Quelle: Doris Deutsch
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Kritzmow

Die Richtkrone flattert im Wind. Polier Heiko Conrad von der Warnemünder Bau GmbH spricht den Richtspruch, Vize-Bürgermeister Dittmar Brandt schlägt traditionell den letzten Nagel ins Gebälk. Der Rohbau der neuen Kita in Kritzmow ist fertig.

„Sechs Wochen früher als geplant“, freut sich Bauleiter Marc Richter. Der milde Winter habe den Bauleuten der Warnemünder Firma in die Hände gespielt. Die Baustelle am Sportplatz sei gut zugänglich. Und: „Wir haben uns beeilt“, betont Richter. In den nächsten Tagen werden Dachdecker und Fensterbauer mit ihren Arbeiten beginnen. „Ab Mai machen wir mit Innenputz und Estrich weiter“, kündigt Richter an und dann beginne der Innenausbau.

Bürgermeister Leif Kaiser ist zufrieden. Die Gemeinde braucht dringend mehr Platz für den Nachwuchs. Die Erweiterung der vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Kita „Schwalbennest“ wurde 2016 beschlossen. „Da gab es den ersten Aufschlag mit dem Planungsbüro AIB“, erzählt Kaiser den Richtfestgästen. Am 22. August 2018 wurde dann die Baugenehmigung erteilt, am 5. September mit der Erschließung begonnen. „Und jetzt steht der Rohbau. Das ist Spitze“, sagt Kaiser.

Knapp drei Millionen Euro kostet das Projekt. „Wir haben Förderung beantragt, wissen aber noch nicht, in welcher Höhe es Unterstützung gibt“, berichtet Kaiser. Doch Kritzmow konnte und wollte nicht länger warten. Die alte Krippe im Biestower Weg stammt aus den 1970er Jahren und war dringend sanierungsbedürftig. Die Gemeinde wollte aber nicht mehr in das Haus fernab vom Kita-, Schul- und Sportcampus investieren. 42 Krippenplätze gibt es im alten Gebäude und zwölf nur „mit Ausnahmegenehmigung“. Die kinderreiche Gemeinde aber braucht mehr.

124 Neuankömmlinge wurden 2018 in den sieben Gemeinden des Amtes Warnow-West begrüßt. „50 allein in Kritzmow“, verkündet Kaiser. Und das sei seit Jahren eine stabile Quote. „Durch den Zuzug vieler junger Familien in die neuen Wohngebiete werden hier jährlich 50 bis 60 Babys geboren“, sagt der Bürgermeister. Sein Stellvertreter und Sozialausschussvorsitzender Brandt hat weitere Zahlen parat: „2012 hatten wir bei den Ein- bis Neunjährigen 35 Kinder pro Jahrgang in der Gemeinde, jetzt sind es 55.“ Fast alle könnten mit Betreuungsplätzen versorgt werden. „Allerdings besuchen nur etwa 40 Prozent die hiesige Kita“, räumt Brandt ein. Einige wären bei Tagesmüttern oder in der Kita Stäbelow untergebracht. Ein Großteil der Kinder besuche Einrichtungen in Rostock, wo die Eltern arbeiten.

Das neue Gebäude wird nun 66 Krippenplätze im Erdgeschoss haben. Der obere Teil des anderthalbgeschossigen Baus bietet zusätzlichen Raum für 30 Kindergartenkinder. Erweiterungsmöglichkeiten bestehen. Allerdings gibt der Landkreis mit der Kita-Bedarfsplanung die Zahl der Betreuungsplätze vor. Die Übernahme der Einrichtung ist für Ende September geplant. „Vielleicht wird es ja auch früher“, hofft der Bürgermeister.

Mehr Kinder bedeuten für den Träger der Einrichtung, den DRK-Kreisverband Bad Doberan, weiteres Personal. 30 Mitarbeiter sind derzeit in Krippe, Kindergarten und Hort beschäftigt. „Drei neue Mitarbeiter benötigen wir“, sagt Susann Wieland vom Kreisverband. „Und wir sind auch schon fündig geworden. Die Arbeitsverträge sind unterzeichnet.“

Mit der neuen Krippe wird der Campus in Kritzmow weiter belebt. „Eltern mit Geschwisterkindern haben nur noch einen Anlaufpunkt“, ist der Bürgermeister froh. Auf dem Bauplatz hatte noch lange das alte Sportlerheim gestanden. Das wurde abgerissen, nachdem das neue Vereinshaus am Sportplatz im Frühjahr letzen Jahres bezogen wurde. Hier hatte die Gemeinde 500 000 Euro investiert.

 

Doris Deutsch

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