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Bad Doberan Punker, die kräftig mitmischen
Mecklenburg Bad Doberan Punker, die kräftig mitmischen
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20:59 25.03.2019
Vincent, Lucas, Jan, Johannes und Philipp (v.l.) proben im Kröpeliner Kulturbahnhof. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

Die Fensterscheiben vibrieren, die Trommelfelle auch, die Punkrockband Logan spielt im Kröpeliner Kulturbahnhof. Es tobt „Horror business“ – ein vor 40 Jahren veröffentlichter Song der US-Punkband Misfits (deutsch: Außenseiter) – durch den nun vollendeten Probenraum. Auf der Facebook-Seite der OZ-Bad Doberan kann man das sehen und hören.

„My bathroom is new“, singt Johannes Jürgens grimmig ins Mikro und freut sich kurz darauf ganz entspannt im Interview, dass im wahren Leben auch das einstige Vorstandsbüro des Vereins „De Drom“ vollkommen für Logans Ansprüche hergerichtet ist. „Künstlerförderung“ hat Vereinschef Hubertus Wunschik dieses Entgegenkommen für die Nachwuchsband genannt und so empfinden das auch die fünf jungen Männer aus Kröpelin, Neubukow und Rostock: „Dafür sind wir sehr dankbar!“

„Wir sind bereit, auf die Bühne zu gehen“

Comic-Punker wollen sie sein, den 18 Songs, die sie gegenwärtig von den Misfits covern, noch in diesem Jahr eigene Titel folgen lassen: „Unser Bandname stammt ja von einem Comic ab und deshalb wollen wir mit eigenen Songs eine Art musikalische Fusion mit Misfits, den Horror-Punkern, erreichen“, erklärt Sänger Johannes Jürgens und betont: „Wir sind jetzt bereit, live auf die Bühne zu gehen!“

„Wir“, das sind neben dem 26-jährigen Studenten Johannes Jürgens aus Kröpelin, der Neubukower Bassgitarrist und Werft-Bauleiter Vincent Frank (26), der Rhythmus-Gitarrist und selbstständige Handwerker Lucas Sasse (24) aus Kröpelin, der Schlagzeuger und Mechatroniker Jan Charwat (23) aus Rostock (ehemals Schmadebeck) sowie der Leadgitarrist und Altenpfleger Philipp Nitsch (22) aus Kröpelin.

Ihr Ziel wäre es, sich den Raum Rostock zu erschließen, heißt es und sie zählen auf: „Am 29. März spielen wir im Zwischenbau, sind fürs Doberaner Kamp-Theater bereit, vielleicht greifen wir noch einen Gig auf der Hanse-Sail ab, auf der Mau-Bühne, im Peter-Weiss-Haus – Open-Stage-Sachen (Offene Bühne, d. R.) wollen wir in Rostock sowieso komplett wahrnehmen.“

Auch zum Dorfrock in Schmadebeck hätten sie sich beworben, aber noch keine Antwort bekommen. Gern hätte besonders Vincent zum traditionellen Punker-Treffen in Brusow gespielt – gerade, weil es zum letzten Mal stattfinden soll. „Ich war da schon als 15-, 16-Jähriger hingefahren und fand das cool. Aber die Bands stehen jetzt schon alle fest.“

„Heute kann man Punkkünstlerisch bedienen“

Spielen Punks heute noch gegen gesellschaftlichen Gepflogenheiten an? „Seit den späten 80ern gibt es diesen Geist nicht mehr. Heute ist Punk eher eine Musikrichtung, die man künstlerisch bedienen kann“, meint Vincent und Johannes pflichtet ihm bei: „Es ist einfache Musik, die nicht perfekt sein muss und auch der Sound kann joghurtbechermäßig rüberkommen.“

„Wir wollen musikalisch was aufbauen, hier in der Region. Wie bei Christian zu ,Jubek rockt’. Davor wurde ich bei Lohro (Lokalradio Rostock) gefragt, was wir erreichen wollen. Da habe ich in unserem Namen darauf verwiesen, dass wir zum Beispiel den Bahnhof dafür nutzen wollen, hier kulturell etwas auf die Bühne zu stellen“, erklärt Vincent Frank. „Wir haben auch schon im Awo-Seniorenheim auf dem Wedenberg gespielt, zum Sommerfest und zum Fasching. Das bot sich ja an, ich arbeite dort“, wirft Philipp Nitsch ein.

„Wir wollen in der Stadt ein Netzwerk schaffen, mit dem man was bewegen kann. So sind wir in der Jubek total engagiert“, ergänzt Johannes Jürgens, der in der Begegnungsstätte auch schon einen Holzschuppen mit aufbaute: „Das zählt für mich dazu. Ich möchte die Musik auch nutzen, um in anderen Sektionen was Gutes zu machen.“

Thomas Hoppe

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