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Bad Doberan Satow startet im Jubiläumsjahr durch
Mecklenburg Bad Doberan Satow startet im Jubiläumsjahr durch
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17:26 14.01.2019
Diskutierten jetzt über diverse Bebauungspläne: Satows Bürgermeister Matthias Drese (l.) und Bauamtsleiter Jörn Rachowe. Quelle: Lennart Plottke
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Satow

Trauerhalle, Kita, Hochwasserschutz: In der Gemeinde Satow sollen in diesem Jahr jede Menge Bauvorhaben abgeschlossen werden. Im OZ-Gespräch erläutern Bürgermeister Matthias Drese (SPD) und Bauamtsleiter Jörn Rachowe, was neben diversen Ortsteil-Jubiläen für 2019 noch auf der Agenda steht.

Herr Drese, gleich sechs Satower Ortsteile feiern in diesem Jahr runde oder zumindest „halbrunde“ Jubiläen. Was ist konkret geplant?

Matthias Drese (48): In Satow wird es zum 800. Geburtstag vom 22. bis 30. Juni eine große Festwoche geben. Am 29. Juni hat sich die NDR-Sommertour angesagt – das ist schon eine Hausnummer. In Groß und Klein Bölkow, Hohen Luckow, Matersen und Konow ist unter anderem eine große Radtour geplant – und es wird in jedem Ort ein Jubiläums-Baum gepflanzt.

Was soll 2019 noch angepackt werden?

Drese: Der Bau der neuen Trauerhalle in Satow soll im März abgeschlossen werden. Hier wurden insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert. Ebenfalls im März sollen die Kinder der Kita „Kleine Strolche“ in Hohen Luckow in ihr neues Gebäude umziehen. Es gibt hier einen gewissen Termindruck – denn die Volkssolidarität muss spätestens im April aus den alten Räumlichkeiten raus sein. Kosten hier: 2,3 Millionen Euro.

Jörn Rachowe (48): Darüber hinaus planen wir weiter den Ersatzneubau für die Schule am See in Satow. Dafür werben wir aktuell Fördermittel ein – allein die Planungskosten belaufen sich auf 400 000 Euro. Auch eine angedachte Sanierung und Erweiterung der Kita „Zwergenland“ in Radegast soll in diesem Jahr zumindest geplant und ausgeschrieben werden.

Welche Wohnungsbau-Maßnahmen sollen umgesetzt werden?

Rachowe: Es gibt in der Gemeinde nach wie vor eine enorme Nachfrage nach Baugrundstücken – selbst für die kleinste Wiese. Aktuell sind einige Bebauungspläne in der Ausschreibung – etwa für die Ortsmitte in Hohen Luckow, den Bereich am Jägerberg in Satow oder ein Grundstück an der Kröpeliner Straße. Vor allem junge Familien sind sehr interessiert.

Drese: Wir prüfen gerade gemeinsam mit unserer Kommunalen Wohnungsgesellschaft, ob in der Gemeinde auch betreutes Wohnen realisiert werden kann. Denn auch das wird sehr oft nachgefragt – und fehlt hier noch komplett.

Apropos: Auf der Satower Kirchruine fehlt auch immer noch ein Dach. Die Gemeindevertretung hatte in ihrer jüngsten Sitzung eine Teil-Überdachung abgelehnt. Wie geht es hier jetzt weiter?

Rachowe: Im Ergebnis der letzten Sitzung hat die Verwaltung den Auftrag bekommen, Fördermittel für ein komplettes Dach einzuwerben. Das ist für eine Ruine aber gar nicht so einfach – möglich wäre hier beispielsweise eine Förderung über den Denkmalschutz. Aktuell müssen wir aber erstmal die Unterhaltung des Gebäudes sichern. Weil es bereits einige Schäden am Mauerwerk gibt, laufen wir Gefahr, den Zuwendungszweck für erste Sanierungsmaßnahmen vor einigen Jahren nicht mehr zu erfüllen.

Abgesehen von Gebäuden – welche Straßen und Wege stehen 2019 im Fokus?

Rachowe: Insgesamt sind neun Wegebau-Maßnahmen in der Planung. Auf der Prioritätenliste ganz oben steht der Ausbau der Parkstraße, damit die neue Trauerhalle auch eine vernünftige Zuwegung bekommt. Darüber hinaus sollen auch der Stichweg in Heiligenhagen zwischen den Hausnummern 34 bis 48 sowie der Gehweg an der Rostocker Straße in Hohen Luckow in Angriff genommen werden.

Wie ist der aktuelle Stand beim seit Jahren geplanten Geh- und Radweg an der Landesstraße 10 in Heiligenhagen?

Drese: In der kommenden Sitzung sollen die Gemeindevertreter einen sogenannten Bauerlaubnisvertrag verabschieden – das heißt, dass die Gemeinde bereit ist, für diese Maßnahme notwendigen Flächen zu veräußern. Darüber hinaus hat das Straßenbauamt in Stralsund alle privaten Grundstückseigentümer angeschrieben, die vom Bau des Radweges betroffen wären – da werden sich aber sicher nicht alle positiv zurückmelden.

Rachowe: Ich befürchte, dass der ganze Vorgang bestimmt noch zwei Jahre dauern wird. Es werden viele weitere Zwischenschritte notwendig sein – denn es gibt einfach zu viele Eigentümer, die nicht verhandlungsbereit sind. Das ist sehr schade – denn mit Blick auf Sicherheitsaspekte brauchen wir diesen Radweg eigentlich dringend.

Der Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird aber gebaut?

Rachowe: An der Heiligenhäger Straße zwischen der Bushaltestelle Richtung Satow bis zur Einmündung Waldweg wird es einen Neubau geben. Die Kosten von rund 420 000 Euro übernimmt zu 75 Prozent der Landkreis Rostock. Der Zweckverband ist ebenfalls beteiligt – denn auch die Straßenentwässerung wird erneuert. Das Vorhaben wird im Frühjahr umgesetzt.

Der geplante Erlebnispfad rund um den Satower See . . .

Rachowe: . . . wird kommen. Mit Hilfe einer 90-prozentigen „Leader“-Förderung soll aus dem Trampelpfad ein ausgebauter Weg werden – mit kleineren Spiel- und Sportgeräten, überdachten Einrichtungen zum Verweilen und Informationstafeln mit Hinweisen zu Flora und Fauna.

Welche Maßnahmen unternimmt die Gemeinde mit Blick auf den Hochwasserschutz?

Drese: Bei der unendlichen Geschichte Vorflutleitung für Heiligenhagen wurde jetzt mit allen Beteiligten ein vernünftiger Kompromiss ausgehandelt. Die Kosten für das Bauvorhaben sind auf 720 000 Euro angestiegen – wir haben hier erneut Fördermittel eingeworben und warten auf einen entsprechenden Zuwendungsbescheid. Und dann kann es hier endlich weitergehen.

Rachowe: Auch in Anna Luisenhof werden wir aktiv – hier ist ebenfalls eine neue Vorflutleitung geplant.

Zuletzt gab es immer wieder Kritik am öffentlichen Auftritt der Gemeinde. Wie wollen Sie transparenter werden?

Drese: Uns ist klar, dass wir hier was machen müssen. Wir sind gerade dabei, die Homepage komplett umzugestalten – sie soll moderner, aktueller und vor allem übersichtlicher werden. Mit einem neuen Ratsinformationssystem wird es beispielsweise künftig möglich sein, Beschlussvorlagen und Protokolle der Sitzungen online einzusehen – das ist ja auch zeitgemäß.

Rachowe: Auch Angebote oder Vergaben sollen in Zukunft elektronisch erfolgen – im Moment ist das noch ein „Kann“-Vorgang, aber ab 2020 ist das ein „Muss“.

Wie sieht es in der Gemeinde Satow eigentlich mit dem Breitband-Ausbau aus?

Drese: Für die Schule am See soll jetzt ein Medien-Bildungskonzept erarbeitet werden – denn im vergangenen Jahr hat der Bund mit dem sogenannten Digitalpakt die Absicht bekundet, die Digitalisierung in den allgemeinbildenden Schulen mit 5 Milliarden Euro zu fördern. Nur: Dafür brauche ich natürlich auch die passenden Leitungen. Ich bin gespannt, was uns der Landkreis hier anbietet – und vor allem, wie schnell der dringend notwendige Breitband-Ausbau dann umgesetzt wird.

Lennart Plottke

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