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Bad Doberan Jungs mischten in Kita und Seniorenheim mit
Mecklenburg Bad Doberan Jungs mischten in Kita und Seniorenheim mit
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18:21 28.03.2019
Inmitten ihrer Schützlinge für einen halben Tag: Yanic (13, l.) und Lucas (15, r.) in der Kita „Storchennest“. Quelle: Thomas Hoppe
Bargeshagen/ Kröpelin

„Als unser Träger, die Arbeiterwohlfahrt, das angeboten hat, war ich gleich Feuer und Flamme“, sagte gestern die Leiterin der Kindertagesstätte „Storchennest“ in Bargeshagen, Constance Reinhold. Sie meinte die Beteiligung ihres Hauses am bundesweiten Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen.

Insgesamt vier Einrichtungen des Awo-Regionalverbandes Bad Doberan e.V. beteiligten sich an der „Boys Day“ genannten Aktion – neben der Kita „Storchennest“ in Bargeshagen waren auch die Tagestätten in Rerik und die „Krümelkiste“ in Parkentin dabei. Im Kröpeliner Seniorenzentrum informierten sich an diesem Donnerstag vier Jungen aus Neubukows Regionalschule „Heinrich Schliemann“ über Pflegeberufe.

„Gerade in diesem Bereich war es uns wichtig, Kandidaten zu haben“, erklärte dazu Grit Mahnke, Referentin des Regionalverbandes in Kröpelin. Pflegekräfte könnten sich ja heute ihren Arbeitgeber aussuchen. Bei Erziehern sei das genauso. Da sei es umso wichtiger, dass man für diese Berufe werbe.

„In der Kita erwarteten wir mehr Action als im Altersheim“

Lucas Büchert und Yanic Turinsky (13) vom Warnemünder Gymnasium in freier Trägerschaft „ecolea“ waren 2018 an so einem Aktionstag im Krankenhaus beschäftigt und wollten auch in diesem Jahr beim Boys-Tag dabei sein. „Erst dachten wir an ein Altersheim, erwarteten dann aber doch in so einer Kita ein bisschen mehr Action“, begründete Lucas die Entscheidung der beiden. Und ihre Erwartung erfüllte sich: „Wir haben hier sehr viel erlebt. Es war überhaupt nicht schwer, sich hier einzufinden – die Kinder sind sehr offen“, erzählte der 15-Jährige weiter. Nach dem Morgenkreis und ein paar gemeinsamen Liedern sei es raus in die Natur gegangen: „Dort haben wir uns mit Frühblühern beschäftigt.“ Es sei für ihn interessant gewesen, zu erfahren, „dass man so mit Kindern arbeiten kann“. Er hätte nicht gedacht, dass sie schon so viel können: „Sie bestimmten ein paar Pflanzen, da war ich sogar ein bisschen überfordert.“ Auch Yanic hat der Einsatz gefallen, wie er sagte: „Es war lustig.“

Jungs erhielten Einblickein den Arbeitsalltag

Die Erzieherin der Hummel-Gruppe, Doris Streu, lobte nicht nur die „sehr schöne Atmosphäre“, sondern ist sicher, „dass Lucas zum Beispiel einen ganz guten Einblick gewonnen hat, was hier am Tag geleistet wird “. Auch die Erzieherin Sandra Schulz fand den Boys Day gut: „Ich finde es total toll, dass die Jungen mal so reinschnuppern können.“ Sie könnten Erfahrungen sammeln und entscheiden, was ihnen liegt oder nicht, ergänzte Doris Streu. Constance Reinholds Fazit lautete: „Die Jungs wirkten sehr interessiert. Ich sehe so einen Tag als eine wichtige Plattform. Wohin mal die Reise geht, ist noch offen, aber gerade für unser Berufsbild ist er ein Chance. Dadurch ist eine Dynamik möglich, die auch multipliziert werden könnte – sei es für ein nächstes Praktikum. Ich denke, öffnen ist ganz ganz wichtig!“

„Wir hoffen, dass wir es dadurch schaffen, mehr Jungen für den Erzieherberuf zu interessieren. Dass sie sehen, wie wichtig die Arbeit mit Kindern ist und wie toll“, meinte dazu Grit Mahnke.

Hier ging es um Selbsterfahrung beim Essenreichen im Awo-Seniorenheim. Quelle: Thomas Hoppe

Im Kröpeliner Seniorenheim hatten die Achtklässler Merlin Lippstreuer, Justin Dominek und Max Schröder sowie Jonas Vitow aus der 7. Klasse gerade eine Sportstunde mit den Bewohnern hinter sich, als es um Selbsterfahrung beim Essenreichen ging, wenn man bettlägrig ist. Da kann es schnell Schluckbeschwerden kommen, was die Jungs bald merkten. Ihr Interesse an der Arbeit der Pfleger ist groß. Jonas Opa war sogar Bewohner des Hauses und seine Oma arbeitet im Krankenhaus: „Ich habe mich also schon immer für diese Arbeit interessiert. Mir macht es Spaß, mit älteren Leute etwas zu machen.“ Pflegedienstleiterin Annett Schubert: „Es machte Spaß mit Euch, super. Ihr habt auch alles mitgemacht.“

Cora Meyer und Thomas Hoppe

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