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Bad Doberan Seeluft bläst Allergien weg
Mecklenburg Bad Doberan Seeluft bläst Allergien weg
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00:00 21.03.2017
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Heiligendamm

Endlich wieder richtig durchatmen – und sei es auch nur für ein paar Tage: Das wünschen sich deutschlandweit rund 25 Millionen Allergiker. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Dr. Stefan Hummel, Chefarzt der Abteilung für Atemwegserkrankungen und Allergien in der Median-Klinik Heiligendamm. Seine Patienten würden gerade an der Ostsee optimale Reha-Bedingungen vorfinden, ist der Mediziner überzeugt: „Die Seeluft bläst Allergien von innen weg.“

Konkret sorge das „maritime Aerosol“ für Linderung, erklärt Hummel. Hierbei gelangen über der freien See Wassertröpfchen mit Salzkernen durch den Wind in die Luft, ebenso am Strand und als Spritzwasser an Strandpromenaden. Je stärker die Wellen und je höher die Windgeschwindigkeit, desto intensiver ist auch das maritime Aerosol.

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Bei Spaziergängen in der Brandungszone, insbesondere bei Seewinden, wird es eingeatmet und schlägt sich auf den Atemwegen nieder. „Das Aerosol wirkt auf allen Schleimhautabschnitten schleimlösend“, sagt Stefan Hummel.

Natürliche Ressourcen, die es auch aus Sicht des Bäderverbandes MV zu nutzen gilt. „Unsere Kur- und Erholungsorte sind gut beraten, sich zu spezialisieren und zukunftsorientiert aufzustellen“, sagt Bäderverbands-Präsident Andreas Kuhn. „Vor allem der Gesundheitstourismus ist eine große Chance – auf diesem Gebiet müssen wir attraktive Angebote machen.“ Nach einer vom Bäderverband gemeinsam mit der Unternehmensberatung „Project M“ durchgeführten Benchmark-Analyse würden nicht nur durch den demographischen Wandel zunehmend gesundheitstouristische Angebote von der älter werdenden Bevölkerung nachgefragt, sondern auch aktive, gesundheitsfördernde Angebote von einer wachsenden Zahl gesundheitsbewusster junger Menschen.

Darüber hinaus gelte es, rechtzeitig Trends zu erkennen und mitzunehmen, sagt Andreas Kuhn: „Ein Gütesiegel für die Millionen Menschen mit Allergie-Problemen könnte etwa die ,allergiefreundliche Kommune‘ sein.“ Fünf bis sechs Orte seien hier bereits sehr gut aufgestellt – darunter auch Baabe auf der Insel Rügen. „Das betrifft alle Bereiche“, erklärt Kuhn. „Beherbergungsbetriebe und Restaurants genauso wie den Einzelhandel und den Verkehr.“

Als „Gesundheitstouristen“ würde sie die Reriker Urlauber nicht bezeichnen, sagt Stefanie Quaas, Leiterin der Kurverwaltung im Ostseebad: „Dafür reicht die Struktur unseres Ortes nicht aus – wir haben hier keine großen Wellness-Häuser oder Schwimmbäder.“ Dafür punktet Rerik mit seinen natürlichen Ressourcen, ist Quaas überzeugt: „Die Ostsee, das Salzhaff, der Wald – viele Gäste kommen wegen der sauberen Luft zu uns.“

Vor allem Menschen aus Ballungszentren wie Berlin oder Hamburg könnten an der Küste mal wieder richtig durchatmen, so Quaas: „Da braucht es gar nicht übermäßig viel Bewegung – Spaziergänge inklusive Ostsee-Brise können manchmal schon dafür sorgen, dass die Leute sich gesünder fühlen.“

Lennart Plottke

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