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Bad Doberan Segelclub lässt Kinder schnuppern
Mecklenburg Bad Doberan Segelclub lässt Kinder schnuppern
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18:10 14.06.2019
Segellehrer Christian Solzin mit interessierten Kindern, die beim Segeln mal schnuppern wollen. Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Langeweile sollte bei Kindern und Jugendlichen in Kühlungsborn kein Thema sein. Die Vereine des Ostseebades bieten reichlich Freizeitbeschäftigung an.

Breites Freizeitangebot der Vereine für Kinder und Jugendliche

Die Palette der speziell auf jüngere Jahrgänge ausgerichteten sportlichen Angebote reicht vom Fußball über Tanzen, Tennis, Karate, Tischtennis, Volleyball bis hin zum Segeln und Surfen. Angesichts der großen und zumeist sehr aktiven Konkurrenz sind die Vereine dann auch angehalten, sich etwas einfallen zu lassen, wenn sie neue und vor allem junge Vereinsmitglieder gewinnen und halten wollen.

Das wissen auch die Verantwortlichen im Segelclub Kühlungsborn. „Wir versuchen das seit gut zehn Jahren mit unserem öffentlichen Schnuppertraining am Pfingstmontag und sind bisher ganz gut damit gefahren“, berichtet Yvonne Menzel, die im Segelclub für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Schnuppertraining an Land und zu Wasser

45 Mädchen und Jungen gehören zur Nachwuchsabteilung beim Segelclub Kühlungsborn. Fast alle haben mal mit einem öffentlichen Schnuppertraining begonnen, wie es der Club mindestens einmal im Jahr anbietet.

Auch das letzte öffentliche Schnuppertraining für Kinder ab sechs Jahren am vergangenen Pfingstmontag war gut besucht. Sechs Jungen und ein Mädchen zwischen sechs und acht Jahren hatten sich dafür an der Jüngstensegelstation auf dem Vorplatz des Kühlungsborner Bootshafens eingefunden, um ihre eigenen Qualitäten als künftige Skipper zu testen.

Kinder erklären Kindern die Ausrüstung

Herangeführt wurden die potenziellen Segelneulinge dann zunächst von Aktiven, die selbst noch Kinder sind. So erklärte der erst zehn Jahre alte Arvin Mundt, was außer dem Boot noch alles zur Ausrüstung eines Seglers gehört. Der Junge zeigte den aufmerksam zuhörenden Kindern und staunenden Eltern nicht nur, wie Trockenanzug oder Schwimmweste aussehen. Er gab nebenbei auch noch ein paar Praxistipps für die Anwendung. „Vor etwa zwei Jahren habe ich selbst einmal mit solch einem Schnuppertag angefangen“, erinnert sich der Nachwuchssegler. Zur knapp zweistündigen Präsentation gehörte aber auch die Vorstellung der Jugendbootsklasse „Opti“, von denen der Segelclub insgesamt 15 im eigenen Bestand hat. Auch hier waren Nachwuchssegler mit Erklärungen zur Stelle. Außerdem konnten die Neulinge, bevor es für sie als Mitsegler neben einem erfahrenen Segler aufs Wasser ging, erst einmal die Steuerung mit der Ruderpinne am Radopti testen. Auch das kam bei den jungen Interessenten gut an.

Den Nachwuchs selbst entscheiden lassen

Über die Resonanz freute sich Christian Solzin, der beim Club als Segellehrer angestellt ist. „Sieben Interessenten. Das ist eine sehr gute Zahl. Wenn davon drei oder vier regelmäßig zum Training kommen, haben wir viel erreicht“, meint der Segellehrer. Dass die Kinder ebenfalls von Kindern unterwiesen würden, sei übliche Praxis in den Trainingsgruppen, erklärt er. Das befördere den Teamgeist und die Bereitschaft, anderen zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, erläutert Solzin. Er hält es auch für wichtig, dass die Kinder nicht „zum Training geschickt werden“, weil die Eltern das so wollen.

Segeltrainer Christian Solzin, vom Segelclub Kühlungsborn. Quelle: OZ-Archiv

„Ob sie bei uns im Club das Segeln erlernen möchten, sollten die Kinder selbst entscheiden. Nur dann, wenn sie es selbst auch wirklich von Herzen wollen, bleiben sie dabei“, weiß Solzin, der aber auch sportlich damit umgeht, wenn sich Kinder mal anders orientieren. „Wir sind im Winter zwei unserer Jungen an den Tischtennis losgeworden. Das ist nichts Schlimmes“, findet der Segellehrer.

Wer von den Interessenten der diesjährigen Pfingstpräsentation im Verein bleibt, muss sich erst noch zeigen. Denn es stammen nicht alle direkt aus Kühlungsborn. Da sind fürs Training dann regelmäßig längere Wege zu absolvieren. So stammt der sechsjährige Florian aus dem Ostseebad Nienhagen. Andere wohnen in Bastorf. „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt“, meint Christian Solzin. Im vergangenen Jahr, so berichtet er, waren nach dem Schnuppertag vier Kinder zum Gruppentraining erschienen. „Natürlich können sich auch so gern Kinder oder Jugendliche melden, die bei uns gern segeln oder auch surfen möchten. Aber die Nachwuchsabteilung ist mittlerweile so stark aufgestellt, dass es schon Wartelisten gibt.“, weiß der Trainer.

Rolf Barkhorn

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