Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Nach 100 Dorfbesuchen fanden sie ihr Zuhause
Mecklenburg Bad Doberan Nach 100 Dorfbesuchen fanden sie ihr Zuhause
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 09.11.2018
Dr. Herbert Bog und Ehefrau Wiltraut mit Kater Tino in ihrem Garten. Quelle: Wilma Welzel
Anzeige
Retschow

Eingebettet zwischen Wald, sanften, hügligen Wiesen und Ackerflächen liegt Retschow. Ein schönes Dorf mit sanierten Häusern, gepflegten Gärten und fünf neuen Wohngebieten. In einem davon bewohnt Dr. Herbert Bog (71) mit Ehefrau Wiltraut Bog (70) seit 1996 ein schmuckes Eigenheim mit einem großen Garten am Rande des Dorfes. „Eine wunderbare Lage, die natürlich auch oft Wildtiere zu uns einlädt“, sagt der Hausherr schmunzelnd. „Ja, aber so wollten wir es, ländliche Verhältnisse, wohnen umgeben von Natur. Hier in Retschow fanden wir diesen Ort, nachdem wir etwa 100 mögliche Dörfer rund um Rostock abgeklappert hatten“, erzählt der promovierte Mediziner, der bis zur Wende als Facharzt im Südstadtklinikum arbeitete. „Wir wollten aber nicht nur hier wohnen, sondern auch das alte Dorf sowie die Bewohner kennenlernen, ein Miteinander schaffen, und dazu muss man aufeinander zugehen“, meint Ehefrau Wiltraut. „Über den damaligen Gesangsverein habe ich schnell Kontakt gefunden. Leider besteht der Chor nicht mehr“, teilt die Retschowerin bedauernd mit. „Aber es gibt weitere Vereine im Dorf. Ich habe mich für den Skatverein entschieden, ich spiele einfach gern Karten“, sagt sie augenzwinkernd, denn als eine der wenigen Frauen ist sie in der Männerdomäne der Skatbrüder angenommen.

Die Frauen genießen ihren Nachmittag mit Kaffee, Kuchen, Karten spielen und Plaudern. Quelle: Wilma Welzel

Auch die Frauenrunden im Retschower Mittwochstreff sind gut besucht, mit Kaffeetrinken und Rommé spielen verbringen sie seit über 25 Jahren einen gemütlichen Nachmittag. „Ins Leben gerufen hat die Treffs Renate Schweitzer (79)“, erzählt Wiltraut Bog. „Ja, das Dorfleben ist schön, man kennt sich. Und die Frauen können so gut backen, dass zu den Dorffesten immer die schönsten Torten und Kuchen zum Essen einladen.“

Herbert Bog engagiert sich seit Jahren als Gemeindevertreter für sein Dorf. „Wir haben das Glück, dass alle Entscheidungen des Gemeinderates vorher sachlich und gründlich diskutiert werden und gemeinsam nach den besten Lösungen ohne Eigeninteresse gesucht wird. So haben wir in den vergangenen Jahren nützliche Aufbauarbeit geleistet.“

Auch ihre beiden Söhne, Matthias (44) und Andreas (42) mögen das Dorf, in dem die Eltern sesshaft geworden sind. Gern geht das Ehepaar seinen Hobbys nach: Fahrrad fahren, Segeltörns, in die Berge reisen mit dem Wohnwagen, Lesen, der große Garten. Und eine weitere Leidenschaft des Hausherrn: Handwerkerarbeit, vom Tapezieren bis zu Holzarbeiten. So freut sich die siebenjährige Enkeltochter Ariane über die vom Großvater angefertigten Stelzen.

Wilma Welzel

Die Kindertagesstätte soll teilsaniert und ein Neubau angeschlossen werden. Ein Investor möchte in altersgerechtes Wohnen investieren.

09.11.2018

Etwa 180 Interessierte haben das Bürgerforum der Ministerpräsidentin in Bad Doberan besucht. Themen waren unter anderem die Beiträge für den Straßenausbau und der Internetanschluss auf den Dörfern.

09.11.2018

Der Popliterat Benjamin von Stuckrad-Barre spricht im OZ-Interview darüber, warum Oasis sein Leben geprägt hat, wie er mit Boris Becker noch einmal das Spiel seines Lebens anschaute und was der Schriftsteller Martin Suter mit einem Sternchen von „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ zu tun hat.