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Bad Doberan Sparres „Piano Man“ gibt letzte Vorstellung
Mecklenburg Bad Doberan Sparres „Piano Man“ gibt letzte Vorstellung
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06:00 30.07.2019
Ist am Dienstag zum letzten Mal im Kaffeehaus zu hören: der Pianist Lukas Roloff. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan

Ein bisschen wehmütig ist Lukas Roloff schon: Denn am heutigen Dienstag spielt der 27-jährige Pianist ab 12.30 Uhr zum letzten Mal im Doberaner Sparre-Café am Alexandrinenplatz. „Im August fange ich mein Referendariat an der Warnowschule in Papendorf an“, sagt Roloff. „Da habe ich zum Klavierspielen in Bad Doberan leider keine Zeit mehr.“ Rund zwölf Jahre hat der angehende Deutsch- und Religionslehrer hier regelmäßig für den ganz speziellen Kaffeehaus-Sound gesorgt. „Angefangen habe ich als 15-jähriger Gymnasiast“, erinnert sich Lukas Roloff. „Große Unterbrechungen hat es eigentlich nicht gegeben – nach dem Abitur und auch während meines Studiums bin ich dabei geblieben.“

Sein Repertoire – vor allem 90er- und aktuelle Hits, immer mit einem speziellen Roloff-Klang: „Und natürlich Disney-Filmmusik – die geht immer“, lacht der gebürtige Kühlungsborner, der seit vielen Jahren in der Hansestadt Rostock lebt. „Denn die Lieder kennen sowohl die Kinder als auch die Eltern – man muss auch effektiv denken.“ Vor und nach Drittliga-Spieltagen außerdem Ehrensache für den Fußballfan: die Stadionhymne „Hansa forever“.

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Mit seiner Zeit als Sparres Kaffeehaus-Pianist verbindet Lukas Roloff eine ganze Menge: „Ich habe zu vielen Menschen eine große Bindung aufgebaut, ihre Entwicklung hautnah mitverfolgt – es gibt ja hier auch viele Stammkunden.“ Das Beste aber: „Im Café habe ich meine Freundin Elena kennengelernt – das wird also immer ein besonderer Ort für mich bleiben.“

Musik bleibt Hobby

Und auch, wenn er Bad Doberan jetzt mit einem weinenden Auge verlässt: „Das Referendariat wird sicher gut“, sagt Roloff. „Ich habe richtig Bock auf die Zeit.“ Sein Hobby zum Beruf zu machen, kam für den jungen Mann nicht in Frage: „Dafür mache zu gern Musik – ich will mich nicht allzu theoretisch damit beschäftigen.“

Auf die liebgewonnene musikalische Untermalung müssen Besucher im Doberaner Kaffeehaus übrigens auch künftig nicht verzichten: „Zweimal in der Woche wird hier ab August Constantin Fritzsch auf dem Klavier spielen“, kündigt Lukas Roloff an. „Der Abiturient hat sich in den vergangenen Wochen schon ein bisschen reingefuchst und macht seine Sache bestimmt richtig gut.“

Und auch für Roloffs Fans muss es heute nicht ein Abschied für immer sein: „Als Solokünstler oder im Duo bin ich hin und wieder mit der Band ,Barcoustics‘ unterwegs – und ein paar Mal im Jahr auch im Grand Hotel Heiligendamm zu hören.“

Lennart Plottke

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