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Bad Doberan Sportpark in Bargeshagen wird zur großen Bolz-Arena
Mecklenburg Bad Doberan Sportpark in Bargeshagen wird zur großen Bolz-Arena
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19:00 13.09.2019
Bauen die frühere Tennishalle in Bargeshagen zur Bolz-Arena um: Jarek Krolewicz (l.) und Michal Luca von der Firma HK Solartec Bau GmbH. Quelle: Lennart Plottke
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Bargeshagen

Eigentlich wollte der Rostocker Unternehmer Jonas Holtz auf dem Dach des „Sportparks Barge“ in Bargeshagen nur eine Fotovoltaik-Anlage installieren. „Aber der Eigentümer des Gebäudes wollte die Dachfläche nicht verpachten, sondern den Standort ganz verkaufen“, erklärt der Geschäftsführer der HK Solartec GmbH. „Nach reiflicher Überlegung habe ich mir dann gesagt: Ich bekomme das entwickelt.“ Und so kaufte der 31-Jährige im Dezember 2018 den gesamten Komplex. „Unglaublich, wie das da alles aussah“, erinnert sich Holtz. „Das ist eigentlich so eine tolle Anlage – da hat schon das Herz geblutet.“

„Das Trainingszentrum für die Basketballer steht, die Arbeiten für die Bolz-Arena sind bereits in vollem Gange – ich meine es ernst und bin mit viel Herzblut dabei.“ Jonas Holtz, Investor Quelle: HK Solartec GmbH

Denn bis auf die KinderspielweltPandino“ sowie ein paar Badminton- und Squash-Felder stand ein Großteil der Hallen leer: „Da galt es, mein Netzwerk anzuschmeißen und mir Gedanken zu machen, was aus dem Sportpark künftig werden soll.“ Geht es nach Jonas Holtz, ist das eine ganze Menge. „Ziemlich schnell habe ich Kontakt zu den Basketballern der Rostock Seawolves aufgenommen“, sagt der Investor. „Um sich weiter zu professionalisieren, hat der Club eine eigene Trainingshalle gesucht – die zu finden ist in Rostock schwierig bis unmöglich.“

Frühere Tennishalle wird zur Basketball-Anlage

Bislang hätten die Zweitliga-Basketballer in Schulsporthallen trainiert und seien deshalb auch auf den Rhythmus des Schulbetriebs angewiesen gewesen: „Jetzt haben wir einen Teil der ehemaligen Tennishalle in Bargeshagen zu einer Basketball-Anlage umgebaut – inklusive Parkett, Umkleidekabinen und Trainerbüro.“

Im August dieses Jahres haben die Seawolves ihren eigenen Trainingsstützpunkt am Admannshäger Damm eröffnet. „Das ist Wahnsinn, was hier entstanden ist“, sagt der Vereinsvorsitzende André Jürgens. „Wir sind überglücklich, dass wir das realisieren konnten – in Deutschland gibt es nicht viele Teams, die 24 Stunden am Tag ihr eigenes Trainingszentrum aufsuchen können.“

Bereits fertig: Die moderne Basketball-Anlage der Rostock Seawolves. Quelle: Lennart Plottke

Jonas Holtz hat damit seine ambitionierten Pläne für den Sportpark noch längst nicht abgeschlossen. „Die Basketballer nutzen von der Halle im vorderen Bereich rund 1000 Quadratmeter – bleiben gut 2500 Quadratmeter übrig.“ Auf dieser Fläche soll bis Mitte November eine große „Bolz-Arena“ entstehen: „Mit zwei Fifa-zertifizierten Kunstrasenplätzen und einer Sportsbar – das soll vor allem auch ein Angebot für ortsansässige Vereine sein, die die Plätze dann stundenweise mieten können.“

Nachhaltiges Konzept für „Pandino“-Spielwelt

In einem dritten Schritt wolle er auch die „Pandino“-Kinderspielwelt vollkommen neu entwickeln und auch selbst betreiben, kündigt Holtz an: „Modernes Konzept, neue Gastronomie, ökologisch nachhaltig und plastikfrei – ich könnte mir dabei auch Ernährungs-Coachings für Schulklassen vorstellen.“ Nach seiner Auffassung eine Idee, die aufgeht: „Zuerst gibt’s was zu lernen – und danach können die Kinder toben.“

Für diese Komplett-Modernisierung werde die Spielwelt im kommenden Jahr von März bis Mai geschlossen, sagt Holtz, der das „Pandino“ zu einer echten Marke entwickeln will: „Ich denke da auch über die Grenzen Bargeshagens hinaus – wir haben hier doch ein riesiges Einzugsgebiet.“ Dabei stünden die Themen Dschungel und Pandas im Vordergrund: „Die finden doch alle süß.“ Vor allem im Ostseebad Kühlungsborn sieht Jonas Holtz enormes Gäste-Potenzial: „Der Ort ist immer gut besucht – und eine Familienanlage dieser Art gibt es dort nicht.“

Der Sportpark „Barge“ soll in den kommenden Monaten komplett modernisiert werden. Quelle: Lennart Plottke

Um tatsächlich die Bedürfnisse der gesamten Familie abzudecken, solle auch das Fitnessstudio reaktiviert werden, erklärt der Unternehmer: „Das haben wir uns für den Sommer 2020 vorgenommen.“ Der Vater geht auf den Bolzplatz, das Kind ins „Pandino“, und die Mutter lässt es sich im Fitness- und Wellnessbereich gut gehen: „Das ist meine Idealvorstellung – ein Sport- und Freizeitpark, wie man ihn sich wünscht“, sagt Holtz.

Investor baut auf Unterstützung der Gemeinde

Dazu gehöre auch die sukzessive Erneuerung des rund 50 000 Quadratmeter großen Außenbereiches: „Zunächst werden wir die Parkplätze und Grünanlagen neu gestalten – da wird man schon bald etwas sehen.“

Bei allen ehrgeizigen Plänen: „Wichtig ist, dass mich die Gemeinde in meinem Vorhaben unterstützt“, macht Jonas Holtz deutlich. „Deshalb möchte ich so schnell wie möglich mit dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung sowie dem Bauamt ins Gespräch kommen – die Leute sollen erkennen, dass ich den Standort entwickeln will und damit auch etwas für die Einwohner und Gäste tue.“

Dabei baue er nicht nur Luftschlösser, macht Jonas Holtz deutlich: „Das Trainingszentrum für die Basketballer steht, die Arbeiten für die Bolz-Arena sind bereits in vollem Gange – ich meine es ernst und bin mit viel Herzblut dabei.“

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