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Bad Doberan Startschuss für die schönste Jahreszeit
Mecklenburg Bad Doberan Startschuss für die schönste Jahreszeit
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14:35 11.11.2018
Zuckersüß: Prinz Michael I. und Prinzessin Ulrike I. mit „ihrem“ Nachwuchs Prinz Lukas und Prinzessin Sarah auf dem Satower Rathaus-Balkon. Quelle: Lennart Plottke
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Bad Doberan/Satow

Ahoi, Helau und Radau: Endlich hat sie wieder begonnen – die fünfte Jahreszeit! „11.11., 11.11 Uhr – und ich glaube, wir haben gerade 11 Grad“, sagte Bürgermeister Matthias Drese am Sonntag auf dem Satower Rathaus-Balkon. „Wenn das kein gutes Omen ist!“ Hunderte Narren hatten sich auf den Weg an den See gemacht, um sich schon mal auf die große Sause vom 28. Februar bis 3. März in der Mehrzweckhalle einzustimmen. Und die knapp 80 Funkenmariechen sorgten bei den Besuchern mit ihren Tanzeinlagen für große Vorfreude auf „800 Jahre Satowia mit dem SKV – Verrückt in die Zukunft mit Satow Radau“.

Der Karneval-Verein wolle die Narren mit seinem Programm auch zurück in die Zeit der Slaven und Mönche führen, kündigte SKV-Präsident Erhardt Liehr an. Bürgermeister Drese hatte offenbar verstanden – und gab den Rathaus-Schlüssel demütig in brauner Mönchskutte ab. Zuckersüß auch: der kleine Prinz Lukas mit seiner ganz schön aufgeregten Prinzessin Sarah – da flossen nicht nur bei der Mama ein paar Tränen der Rührung. Bei aller Fröhlichkeit fielen in Satow auch ein paar ernstere Worte. Ihn irritiere der immer rauer werdende Ton vieler „Wutbürger“ und „Gutmenschen“ vor allem im Internet, sagte Matthias Drese. Immerhin: „Für humorvolle Kritik sind unsere Karnevalisten Spezialisten.“

Polonaise vor dem Doberaner Rathaus

Echte Fans halten auch in Bad Doberan die Treue. So staunten die Mitglieder des Karnevalklubs, dass an einem Sonntag gut 300 Zuschauer gemeinsam mit ihnen den 11.11. vor dem Rathaus begingen. In diesem Jahr feiert der DKK 88 sein 30. Jubiläum – und mit einer Polonaise durch die Menge begann die Geburtstags-Party. Die kleine Funkengarde, der Männerchor, die Delphinis, die Trommelgruppe – sie alle gaben einen Einblick ins kommende Programm. Den Rathaus-Schlüssel und eine finanzielle Spende übergab Stadtoberhaupt Thorsten Semrau an den Präsidenten des Vereins, Volker Piez. Er sei schon etwas traurig, dass er zumindest als Bürgermeister zum letzten Mal am 11. 11. vor dem Rathaus stehe, gab Semrau zu und versprach: „Im nächsten Jahr bin ich aber als begeisterter Zuschauer dabei.“ Die Hochsaison für den DKK 88 beginnt übrigens am 15. Februar 2019.

In Bad Doberan, Kühlungsborn, Satow und Kröpelin läuteten die Narren am Sonntag die fünfte Jahreszeit ein.

Präsidentin kontra Bürgermeister

Über Hunderte Gäste auf dem Marktplatz freute sich auch der Kröpeliner Karnevalverein 81. Bürgermeister Thomas Gutteck lieferte sich bei bei der Übergabe von Stadtkasse und Stadtschlüssel ein witziges Geplänkel mit Elferratspräsidentin Anja Wendt über die Frage, wer denn das närrische Volk und das Stadtgeschehen besser im Griff habe. Letztlich wurde die Zusammenarbeit aller für gut befunden. Traditionell führte Bärbel Stern durch die Schunkelserie – und mit dem Funkentanz, dem Showtanz der „feschen Mädels“ und den jüngsten, den PomPoms, war das Programm rundum gelungen. Das Motto für die kommende Session am 2. und 3. März: „Beim KKV ist die Stimmung toll, mit Petticoat und Rock’n’Roll!“

Elferrat kümmert sich um Bauangelegenheiten

Auch in Kühlungsborn haben die Narren die Macht übernommen – und zu diesem Anlass gleich ihre drei schönsten Garden aufmarschieren und tanzen lassen. Bürgermeister Rüdiger Kozian sträubte sich nicht, als er den Stadtschlüssel an Iris Eichler, Präsidentin des Faschingsklubs Kühlungsborn (FKK), übergab. Der Verwaltungschef überraschte den Elferrat mit der Information, dass die Narrenzeit im Ostseebad dieses Mal schon früher begonnen habe: Eingeleitet worden sei diese vor einer Woche durch den Bauausschuss mit der Ablehnung eines Planentwurfes zum Bau preiswerter Mietwohnungen. „Ich bin froh, dass Ihr Euch jetzt darum kümmert“, meinte Kozian augenzwinkernd.

Die „drei tollen Tage“ finden in Kühlungsborn vom 22. bis zum 24. Februar statt und stehen unter dem Motto: „Das Thema ist uns scheißegal, wir feiern 40 Jahre Karneval“.

Lennart Plottke

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