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Bad Doberan Steter Wechsel in der Mollistraße
Mecklenburg Bad Doberan Steter Wechsel in der Mollistraße
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00:00 23.02.2018
Henry Wünsch, Geschäftsstellenleiter der Weinhandlung Schollenberger, hat gut Erfahrungen in der Mollistraße gemacht. Quelle: Foto: Anja Levien
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Bad Doberan

Die einen entscheiden sich bewusst für die Mollistraße, anderen fehlt es hier an Attraktivität: Während die AOK in der Mollistraße in Bad Doberan am 1. März ihre neue Beratungsstelle eröffnet, schließt die „Bunte Stube“ schräg gegenüber. Gründe für Inhaber Christian Gottschalk, nach Kühlungsborn zu wechseln: Kundenrückgang und mangelnde Attraktivität der Einkaufsstraße. Er sieht die Stadt in der Pflicht, doch die hat nur geringen Einfluss auf die Entwicklung.

Bürgermeister Thorsten Semrau lies sich von AOK-Niederlassungsleiterin Constanze Dopp die neuen Räume zeigen. Quelle: Foto: Privat
Die Stadt hat nur geringen Einfluss darauf, was ein privater Vermieter organisiert. Norbert Sass stellv. Bürgermeister

2011 hat Christian Gottschalk die „Bunte Stube“ eröffnet. Seine Kunden kommen aus Rostock und Wismar gezielt zu ihm, erzählt der Inhaber. Doch die Laufkundschaft werde immer weniger, seit Doberan nicht mehr Kreisstadt ist. Jetzt hat er genug. Er schließt und eröffnet in Kühlungsborn ein neues Geschäft. „Die Mollistraße ist von der Ladenauswahl und vom Anblick nicht attraktiv. Auch wenn einige Händler sehr bemüht sind, haben wir nicht den Erfolg, den wir mal hatten.“ Er habe zudem das Gefühl, der Stadt sei egal, was mit den Händlern passiere. Was es braucht? Dass die Doberaner sich zu ihrer Stadt bekennen und hier einkaufen gehen, so Gottschalk.

Die AOK hat sich bewusst für die Mollistraße entschieden. Nächste Woche Donnerstag eröffnet hier das Servicecenter, welches derzeit noch in den Räumen der ehemaligen Ospa-Filiale zu finden ist. „Wir freuen uns, dass wir vor Ort bleiben. Bad Doberan ist eine große und wichtige Stadt“, sagt AOK-Niederlassungsleiterin Constanze Dopp. In der Mollistraße 5 sei das Servicecenter „zentral, besser erreichbar und schneller zu finden.“ Neu ist vor allem ein zusätzlicher, barrierefreundlicher Eingang, der bei Bedarf über das Ärztehaus Am Kamp 4 erreichbar ist.

In den vergangenen Monaten hat die Mollistraße immer mal wieder ihr Gesicht verändert. Die Galerie Radike/Kittelmann schloss, hier zog die Versicherungsagentur Provinzial ein. Die Mecklenburger Backstuben eröffneten in der alten Ospa-Filiale, die lange leer stand. Statt „Schreibwaren- und Bastelstübchen Gellendin“ und Weinhandlung Schollenberger finden Kunden jetzt das AOK-Servicecenter in diese Räumen. Büroräume und wieder ein Bäcker – schon öfter wurde das in der Stadt kritisiert.

Stadt hat nur geringen Einfluss

„Bei der kleinteiligen Struktur ist es immer so, dass einer kommt und einer geht“, sagt Norbert Sass, stellvertretender Bürgermeister. „Die Stadt hat nur geringen Einfluss darauf, was ein privater Vermieter organisiert“, sagt er. Daher sei es schwierig für die Stadt, zu bestimmen, wer wo einziehen soll. Über das Einzelhandelsentwicklungskonzept versuche die Stadt ihren Einfluss geltend zu machen. Demnach soll die Mollistraße die Einkaufsstraße in Bad Doberan sein. „Hier sollte sich ein Magnet ansiedeln, der die Kunden in die Stadt zieht.“ Doch die einzige große Fläche dafür ist die alte Ospa-Filiale. „Wir sind auf die Ospa zugegangen und haben es versucht.“ Doch es habe sich niemand Attraktives mit einer Magnetwirkung gefunden. Mit den Mecklenburger Backstuben ist hier der nächste Bäcker eingezogen.

Die Weinhandlung Schollenberger hat sich bewusst für Bad Doberan und die Mollistraße entschieden, als bekannt wurde, dass sie den Standort – wo jetzt die AOK eingezogen ist – aufgeben muss. „Es stand nie infrage, hier wegzugehen. Wir sind seit 1996 in Bad Doberan. In der Mollistraße ist schon Publikumsverkehr“, sagt Geschäftsstellenleiter Henry Wünsch. Die Weinhandlung ist in den ehemaligen Blumenladen Gipp eingezogen. „Wir haben gute Erfahrungen mit diesem Standort gemacht.“ Es gebe mehr Platz und man könne Verkostungen anbieten. Um die Straße attraktiver zu machen, bedarf es vor allem Läden. AOK und Bäcker seien nicht unbedingt die Kundenmagneten.

Dieser war unter anderem die Sparkasse gewesen. Seit diese an den Markt gewechselt ist, sei auch die Kundschaft weniger geworden, sagt beispielsweise Bernhard Thüne vom gleichnamigen Juwelier-Geschäft. Dennoch müsse sich in der Mollistraße seiner Ansicht nach nichts ändern. Wenn die Baustelle am Alexandrinenplatz erst weg sei, werde die Straße auch wieder attraktiver. „Der Vorteil der Straße ist der Molli, der die Gäste herbringt“, sagt Andy Riemer, Inhaber der Jeans-Oase.

Von mehreren Händlern in der Mollistraße ist zu hören, dass sich das Kaufverhalten verändert habe, viele Kunden im Internet bestellten oder nach Rostock und Sievershagen fahren. Den einen Verantwortlichen oder Grund für den Kundenrückgang und die vielen Ladenwechsel lasse sich nicht finden.

Anja Levien

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