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Bad Doberan Strandkonzept für Kühlungborn: Erster Entwurf steht
Mecklenburg Bad Doberan Strandkonzept für Kühlungborn: Erster Entwurf steht
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15:00 04.06.2019
Die Stadt Kühlungsborn will den Strand im Rahmen ihres Tourismuskonzeptes besser nutzen. Vor zwei Jahren wurde eine Beraterfirma mit dem Projekt beauftragt.
Die Stadt Kühlungsborn will den Strand im Rahmen ihres Tourismuskonzeptes besser nutzen. Vor zwei Jahren wurde eine Beraterfirma mit dem Projekt beauftragt. Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

Das Strandnutzungskonzept der Stadt Kühlungsborn nimmt Formen an. Bereits 2017 hatte die Stadt eine Beraterfirma mit dem Projekt beauftragt, nun hat GLC Consulting einen ersten Entwurf vorgelegt. „Der wird derzeit mit den Behörden abgestimmt“, sagt Peggy Westphal, Leiterin des Bauamtes.

Internetportal mit Bürgerbefragung

Die Glücksburger Firma erstellte ein Internetportal, auf dem sie verschiedene Anregungen präsentierte. Die Bürger waren zur Mitarbeit aufgefordert, sollten kommentieren oder eigene Ideen äußern. „Einige davon sind in den Entwurf miteingeflossen“, sagt die Bauamtsleiterin. Als Beispiel nennt sie den Wunsch nach rauchfreien Strandabschnitten.

„Dem Strand und seinen Nutzungsmöglichkeiten kommt eine Schlüsselrolle für den touristischen Erfolg des Ortes zu. Seine nachhaltige Entwicklung ist von großer Bedeutung für Kühlungsborn“, heißt es auf der Webseite. Deshalb solle ein Strandnutzungskonzept den bestehenden und zukünftigen Anforderungen aller Besucher gerecht werden.

Dafür haben die Teilnehmer eines Expertenworkshops zunächst ermittelt, wer den Strand nutzt und wie man ihn gestalten kann. Außerdem schaltete die Beratungsfirma eine Online-Befragung dazu. Aus dem Ergebnis entwickelten die Berater eine Reihe von Vorschlägen.

Strandbars und mehr Toiletten

Dazu gehört unter anderem, das drahtlose Internet am Strand auszubauen, mehr Parkplätze an den Strandaufgängen zur Verfügung zu stellen und den Zugang zu den Strandaufgängen 28 bis 22 zu verbessern. Den Strand selbst wollten die Berater mit Bars, mehr Gastronomie und Sitzgelegenheiten attraktiver machen. Es könnte dort mehr Sport- und Spielgeräte und Holzlaufstege geben.

Die Glücksburger Firma regte außerdem an, dass man Teile des Strandes als Fläche für Veranstaltungen nutzen könne. Zudem könnten spezielle Rollatoren für den Sand angeboten werden. Ein weiterer Vorschlag waren Duschen und mehr Toiletten am Strand.

Ein Bürger regte eine Shuttleverbindung zwischen dem Strand und den geplanten Auffangparkplätzen am Stadtrand an. Er wünschte sich auch mehr Stellplätze für Fahrräder und Ladestationen für E-Bikes. Wichtig war einigen Teilnehmern an der Befragung auch, dass der Hundestrand vergrößert wird.

Kritik am Konzept

Viele stehen dem Konzept jedoch kritisch gegenüber. „Kühlungsborn ist gut so, wie es ist“, schreibt eine Besucherin. Wie andere wünscht sie sich, dass die Ursprünglichkeit des Strandes erhalten bliebe.

GLC Consulting setzte ursprünglich den Herbst 2018 als Ziel für den Abschluss des Projektes. Bauamtsleiterin Peggy Westphal hofft, dass das Strandnutzungskonzept im September oder Oktober dieses Jahres steht. „Aber ob wir das schaffen, ist noch unklar.“

Nachdem die Behörden den Entwurf abgenickt haben, muss er noch seinen Weg durch die Ausschüsse nehmen, bevor die Stadtvertretung ihn dann offiziell beschließt. Und bis dahin könnten Bürger natürlich auch weiterhin Vorschläge machen, sagt die Bauamtsleiterin.

Ein Grund für die Verzögerung war die Problematik der Strandhütten. Die Stadt und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg haben sich nach langer Diskussion darauf geeinigt, dass sie in den Dünen stehen bleiben dürfen, dort jedoch keine Waren mehr verkauft werden dürfen. Diese Regelung soll ebenfalls in das Strandnutzungskonzept einfließen.

Cora Meyer

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