Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Holz oder Plastik: Streit um Spielplatz in Klein Strömkendorf
Mecklenburg Bad Doberan Holz oder Plastik: Streit um Spielplatz in Klein Strömkendorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 09.07.2019
Der Spielplatz in Klein Strömkendorf soll erneuert werden. Bis vergangene Woche konnten Angebote eingereicht werden. Quelle: Anja Levien
Rakow

 Holz oder Plastik – darum drehte sich die Diskussion um den neu geplanten Spielplatz in Klein Strömkendorf. Diese hatte Udo Richter während der Bürgerfragestunde der Gemeindevertretung Am Salzhaff ausgelöst. Der Pepelower kritisiert das Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung des Spielplatzes und wollte wissen, ob die Gemeindevertreter der Spielplatzgestaltung zugestimmt haben. Hintergrund: Der Metallplastiker wollte selbst ein Angebot abgeben.

Ausschreibung für Spielplatz

Eine Rutsche, Wippe, Schaukel und Reckanlage aus Holz stehen auf dem Spielplatz in Klein Strömkendorf. Dieser soll erneuert werden, das hatten die Gemeindevertreter bereits beschlossen. Das Amt Neubukow-Salzhaff hat diesen daraufhin ausgeschrieben.

„Ich habe mehrfach den Wunsch geäußert, bei der Vergabe mit reinzukommen“, sagt Udo Richter. Daraufhin erwiderte Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann, dass er angeschrieben worden sei. Doch Udo Richter sah keine Möglichkeit, ein Angebot abzugeben, da das Leistungsverzeichnis –, in dem bei der Ausschreibung festgeschrieben ist, was verlangt wird, – „so abgefasst ist, dass ich als Einzelkämpfer mit Holzarbeiten keine Chance habe. Da steht bis zur letzten Schraube alles drin beschrieben.“

Udo Richter, Pepelow: Das Leistungsverzeichnis für den Spielplatz ist so abgefasst, dass ich als Einzelkämpfer keine Chance habe. Quelle: Anja Levien

Der Pepelower sieht das Problem darin, dass die Geräte aus Katalogen ausgesucht würden und die Ausschreibung für Großunternehmer verfasst würde. Matthias Hübner, Bauamtsleiter im Amt Neubukow-Salzhaff, habe Udo Richter per Mail mitgeteilt, dass die Spielgeräte aus Kunststoff ein Wunsch der Gemeinde wären. „Dabei gibt es keinen Beschluss darüber, wie der Spielplatz aussehen soll.“ Er als Metallplastiker würde gerne mit einem Spielplatzbauer aus Thüringen, mit dem er befreundet ist, zusammenarbeiten.

Gemeinde muss auf Kosten und Pflege achten

„Wir als Gemeinde müssen günstig und pflegeleicht einkaufen“, sagt Kai-Uwe Schlotmann. „Wir haben gesagt, Holz wollen wir nicht. Wir haben das in der Gemeinde besprochen.“ Daraufhin fing Udo Richter an, die einzelnen Gemeindevertreter zu befragen. Ines Thoms, damals noch Mitglied in der Gemeindevertretung, sagte: „Ja, der Spielplatz soll gemacht werden, aber das Material entzieht sich meiner Kenntnis.“ Harry Gatzke wies darauf hin, dass die Pflege beachtet werden müsse. Daraufhin sagte Udo Richter, er sei vor Ort und könne diese übernehmen.

Problem: Die Ausschreibungsfrist ist vergangene Woche abgelaufen. Daraufhin stellte Astrid Wagener den Antrag, die Frist zu verlängern. „Es geht nicht um die Gestaltung, sondern darum, Unternehmen im Ort mal zu unterstützen“, sagte Richter. „Es geht nicht darum, dir einen Auftrag zu besorgen, sondern für die Gemeinde muss es günstig und pflegeleicht sein“, antwortete Kai-Uwe Schlotmann.

Die Gemeindevertretung einigte sich darauf, dass Udo Richter sein Angebot für die Spielplatzerneuerung nachreichen kann. Wer den Zuschlag für diese erhält, darüber müssen die Gemeindevertreter noch entscheiden.

Anja Levien

Die Polizei hat eine Anzeige wegen Nötigung aufgenommen. Der Mann war am Dienstagmittag stark alkoholisiert und hatte die 13-Jährige in der John-Brinckmann-Straße angesprochen.

09.07.2019

Matthias Schmidt und Astrid Wagener sind zu den Stellvertretern von Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann gewählt worden. Ausschüsse in neuer Legislatur sind besetzt.

09.07.2019
Rostock Netzausbau im Landkreis Rostock - Hausanschlüsse verschieben sich weiter

Einwohner von Stäbelow, Kritzmow, Ziesendorf, Papendorf und Reddelich müssen noch länger auf ihre Hausanschlüsse für schnelles Netz warten. Bahn hat Querungsanträge der Deutschen Glasfaser moniert.

09.07.2019