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Bad Doberan Sturmböen: Kühlungsborn sagt Neujahrs-Anbaden ab
Mecklenburg Bad Doberan Sturmböen: Kühlungsborn sagt Neujahrs-Anbaden ab
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17:40 01.01.2019
Sturm Quelle: Lennart Plottke
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Kühlungsborn

Eine Handvoll Unverbesserliche haben sich gerade in ihren gestreiften Badeanzügen in die wilden Fluten gestürzt, zwei Kite-Surfer reiten wagemutig auf den hohen Wellen – dazu haben sich an der Kühlungsborner Seebrücke einige Hundert Schaulustige versammelt. „Eigentlich wollte ich hier jetzt auch mit Bade-Klamotten stehen“, sagt Ingrid Walter und blickt sehnsüchtig hinaus auf die Ostsee. „Es sind doch so gute Bedingungen: Sonne, blauer Himmel, sieben Grad – perfekt für eine kurze Abkühlung.“

Einige unverbesserliche Wasserratten ließen sich das Bad in der Ostsee nicht nehmen. Quelle: Lennart Plottke

Wenn da nicht die mehr als steife Brise wäre, die das Wasser immer wieder hoch aufpeitscht und für einen doch schon imposanten Wellengang sorgt. „Leider wahr“, gibt die 48-jährige Potsdamerin zu. „Kurz mal baden ist hier heute nicht gefahrlos möglich.“

Ein Fakt, den die Veranstalter bereits am Silvestertag vorhergesehen und deshalb aus Sicherheitsgründen das komplette Neujahrsprogramm im Ostseebad abgesagt hatten. Inklusive Neujahrs-Anbaden sowie den geplanten Programmen auf dem Seebrückenvorplatz und im Konzertgarten West. „Bei solchen Windverhältnissen kann ich nicht 500 Leute ins Wasser lassen“, erklärt Ulrich Langer, Geschäftsführer der Kühlungsborner Tourismus GmbH. „Wir weisen zwar immer darauf hin, dass ein Bad in der Ostsee auf eigene Gefahr abläuft – aber als Veranstalter hat man ja trotzdem eine gewisse Verantwortung.“

Experten warnen vor gefährlicher Wetterlage

Generell gebe es bei größeren Veranstaltungen im Ostseebad eine enge Abstimmung mit dem örtlichen Diplom-Metereologen Dr. Ronald Eixmann, so Langer: „In Verbindung mit den überregionalen Wetterdiensten hat sich für den Neujahrstag schon eine gefährliche Wetterlage ergeben.“ Dabei sei noch nicht mal die Windstärke mit Böen von bis zu 90 km/h das Hauptproblem: „Sorgen macht uns die Windlage aus Nordwest.“

Der Sturm ließ die Wellen an der Kühlungsborner Seebrücke hochpeitschten. Quelle: Lennart Plottke

Denn so könne etwa der Strand überspült werden: „Das ist zu gefährlich.“ Darüber hinaus hätten die Zelte, in denen sich die Schwimmer umziehen können, dem Druck des Windes nicht standgehalten, ist Langer überzeugt: „Und auch die Bühne ist nur bis zu einer Windstärke von 80 km/h belastbar.“

Deshalb sei direkt nach der großen Silvesterpaty an der Seebrücke mit den Abbauten begonnen worden, erklärt der Tourismus-Chef: „Die Wetterverhältnisse mit schweren Sturmböen und sogar orkanartigen Böen sollen ja zumindest bis Mittwoch so anhalten.“

Nachhol-Termin für die kommenden Wochen fraglich

Ob das Anbaden in den kommenden Wochen nachgeholt wird, müsse jetzt diskutiert werden, sagt Ulrich Langer: „Aber eigentlich handelt es sich ja um eine Tradition direkt am Neujahrstag – und die meisten Gäste sind genau jetzt vor Ort.“

Für Ingrid Walter jedenfalls ist der Start ins neue Jahr ohne einen Sprung in die Ostsee nicht vollkommen. „Da ist es mir auch egal, ob das erst am 7., 8. oder 25. Januar möglich ist“, sagt die Potsdamerin. „Ich bin zeitlich flexibel – und komme gern wieder, wenn’s soweit ist.“

Lennart Plottke

Im zurückliegenden Jahr halbierte sich zwischenzeitlich die Zahl der Kühlungsborner DGzRS-Crew-Mitglieder. Die Unterstützer hielten den Seenotrettern die Treue.

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