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Bad Doberan Hochwasser überspült Strände
Mecklenburg Bad Doberan Hochwasser überspült Strände
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20:09 02.01.2019
Sturmtief „Zeetje“ sorgt für Hochwasser im Ostseebad Nienhagen. Der Strand ist verschwunden. Quelle: Anja Levien
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Nienhagen/Kühlungsborn

Aufgrund des Hochwasser an der Mecklenburger Ostseeküste sind die Wasserwehren im Landkreis Rostock im Einsatz. Von der Halbinsel Wustrow über Rerik, Kühlungsborn, Heiligendamm, Börgerende bis zur Rostocker Stadtgrenze hat das Hochwasser Strände überspült, teilt Landkreissprecher Michael Fengler mit. Das Wasser stehe teilweise direkt an Strandmauern und Steilküste. Die Wasserwehren warnten davor, diese Bereiche zu betreten.

Sturmtief „Zeetje“ tobt am Strand von Heiligendamm: Der Strand ist komplett unter Wasser, Teile der Dünen sind bereits ins Meer gespült worden. Quelle: Andreas Meyer

„Das Ostseehochwasser ist länger und mit höherem Pegelstand als prognostiziert an der Küste des Landkreises Rostock aufgelaufen. In der Gemeinde Graal-Müritz hat das Hochwasser die Seebrücke beschädigt. Diese ist bis auf Weiteres gesperrt. Im Osten des Ostseebades drückt die See gegen die Küstenschutz-Dünen, die Wasserwehr beobachtet diesen Bereich insbesondere“, teilt Michael Fengler weiter mit. Das Hochwasser gehe nach derzeitigem Stand wieder zurück.

Das Hochwasser wurde durch Sturmtief „Zeetje“ verursacht, das im Landkreis Rostock bis zum Mittwochmittag jedoch keine größeren Schäden verursacht hat. Die freiwilligen Feuerwehren wurden zwischen 12 Uhr am Neujahrstag und 10 Uhr am 2. Januar zu 30 sturmbedingten Einsätzen gerufen, teilt Landkreissprecher Michael Fengler mit. In allen Fällen seien umgestürzte oder in Schräglage geratene Bäume zu beseitigen gewesen. Einsatzorte waren beispielsweise Krakow am See, Schorssow, Bad Doberan, Bützow, Dolgen am See, Katelbogen, Laage, Tessin und Jürgenshagen. Menschen seien in Folge des Sturms nicht verletzt worden.

In Bad Doberan wurde die Feuerwehr am Dienstag gegen 20.30 Uhr zur Beseitigung eines Baumes auf Höhe der Rennbahn gerufen. „Vor Ort drohte ein Baum auf die Straße zu stürzen“, teilt die Feuerwehr mit. Der Baum wurde gefällt und die Straße bereinigt. Während der Arbeiten war die Landesstraße 12 voll gesperrt. Der Einsatz konnte nach 50 Minuten beendet werden.

Im Ostseebad Nienhagen drückte Sturmtief „Zeetje“ am Mittwochvormittag die Ostsee an die Mauer, das Wasser schwappte zum Teil auf die Promenade rüber.

Auch in Heiligendamm stand das Wasser bis an den Deich. Im Bootshafen im Ostseebad Kühlungsborn wurden die Fluttore geschlossen. Am Salzhaff sind vor Roggow die Salzwiesen überschwemmt, in Rerik der Haffplatz.

Die Salzwiesen vor Roggow sind überschwemmt. Quelle: Gerd Schmuggler
Sturmtief "Zeetje": Der Haffplatz in Rerik steht unter Wasser. Quelle: Gerd Schmuggler

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Anja Levien

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