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Bad Doberan Motorräder bewegen Tausende
Mecklenburg Bad Doberan Motorräder bewegen Tausende
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08:27 13.05.2019
Der Start zur großen Ausfahrt dauerte allein 19 Minuten. Quelle: Mia Annelie Meyer
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Bad Doberan

Knatternde Motoren und glänzendes Metall soweit das Auge reicht: Etwa 1500 Motorräder parkten am Sonntag vor dem Bad Doberaner Münster. Zum 22. Biker-Gottesdienst waren sie aus dem gesamten Norden angereist – von Ostholstein bis nach Ostvorpommern. „Es ist ein einmaliges Erlebnis“, sagt Volkmar Brückner aus Thulendorf. Sonst sind er und seine Partnerin Petra Schuldt zu zweit unterwegs. „Aber in der Gruppe macht es natürlich viel mehr Spaß“, sagt sie.

Deshalb sind beide auch mit mehr als tausend anderen Motorradfahrern zur gemeinsamen Ausfahrt aufgebrochen. Über Kröpelin ging es nach Neubukow, dann aber über das Westhofer Kreuz zurück nach Kröpelin. Die Fahrt an Kühlungsborn vorbei und durch die Allee von Heiligendamm nach Doberan fiel in diesem Jahr wegen der Straßenbauarbeiten in Kühlungsborn aus.

Motorradfahren bedeutet Freiheit

Die Ausfahrt hat Mirko Hahn ausfallen lassen. „Das war mir doch ein wenig zu früh und zu kalt“, sagt er. Mit seiner Partnerin Kathrin Schröder ist er zum Münster gekommen. Fast jedes Jahr sind sie dabei. „Mir gefällt das Kumpelhafte hier, das gemeinsame Fahren.“ Er steigt meistens nach Feierabend auf seine Maschine. „Ich mag die Schnelligkeit. Die ist gut, um den Kopf freizukriegen.“

Die Freiheit, die er beim Fahren spürt, liebt auch Sebastian Toppe. Er ist in diesem Jahr mit Frau Sandra und Söhnchen Benjamin vor Ort – allerdings nur zum Zugucken. „Wir genießen das Drumherum und treffen Bekannte.“

Rund um die Ausfahrt hatten die Organisatoren ein buntes Programm gebaut. Bereits am Samstag gab es ein Familienfest mit Karussell und Kindertanzgruppe. Erstmals fiel auch die Kinderkrambörse der Kirchengemeinde auf diesen Tag. „Das würden wir ab jetzt gern jedes Jahr machen“, sagt Initiatorin Anne Jax.

„Freunde, wie die Zeit vergeht“ war das Motto des Biker-Treffens in diesem Jahr. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Norden.

Viele kamen zum Gucken

Vor allem aber die Maschinen zogen zahlreiche Besucher an. Nach Angaben der Polizei waren es insgesamt über 7000. Mit dabei waren auch Steffi und Maik Wendlandt. „Wir wohnen in Hohenfelde. Die Ausfahrt führt also sonst immer bei uns vorbei.“ Diesmal hätten sie es mit den Kindern Matilda und Colin zum ersten Mal zum Münster geschafft. Und das Interesse kommt nicht von ungefähr: Maik Wendlandt will in diesem Jahr selbst den Motorradführerschein machen.

Zu Beginn der Ausfahrt steht er mit seiner Familie neben vielen anderen Zuschauern an der Straße und guckt zu, wie die Motorräder vom Münster aus auf die B 105 fahren. Zwanzig Minuten dauert es, bis die letzten die Kirche passiert haben. Nicht nur Motorräder mit und ohne Beiwagen sind dabei, sondern auch Quads und Motorroller. Mit ihren Mopeds sind Paul Lawrenz, Lucas Sasse und Christian Koch aus Kröpelin dabei. Die drei haben sich im Stil der 80er Jahre verkleidet – mit Trainingsanzügen und Vokuhila-Perücke. Die Ausfahrt lassen sie sich nicht entgehen. „Mit den großen Maschinen können wir auf unseren Simsons gut mithalten“, sagt Christian Koch.

Gedenken im Münster

Wenn sein Sohn etwas älter ist, will auch der Rostocker Sebastian Toppe wieder mitfahren. „Der Kleine schraubt auch schon an Papas Maschine“, sagt Sandra Toppe. Sie sei allerdings nicht dafür, dass er an das Motorradfahren so herangeführt würde. „Das ist ja hier ein Bikergottesdienst, und das kommt schließlich nicht von ungefähr.“

Im Anschluss an die gemeinsame Ausfahrt gedachten die Teilnehmer im Münster der Freunde und Bekannten, die im Verkehr verunglückt sind. Viele verfolgten die Predigt auch von der Straße aus auf einer Videowand. Bei der Kollekte kamen etwa 1003 Euro für das Projekt „Wünschewagen“ zusammen, das Schwerstkranken ihre letzten Wünsche erfüllt. Pastor Albrecht Jax schloss seine Predigt mit den Worten: „Ich hoffe, wir sehen uns alle wieder – spätestens zum nächsten Bikergottesdienst am 10. Mai 2020.“

Ein Motorradfahrer war am Vormittag in einen Verkehrsunfall verwickelt. Ein Autofahrer hatte ihn beim Abbiegen von der Krim ins Walkmüllerholz übersehen. Der Biker wurde leicht am Kopf verletzt.

Cora Meyer

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