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Bad Doberan Umwelttag: Schüler tasten und rätseln
Mecklenburg Bad Doberan Umwelttag: Schüler tasten und rätseln
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19:04 30.05.2018
Nelly (v.l.), Alma und Emma von der Conventer-Schule Rethwisch ertasten, was sich in den Holzboxen befindet. Quelle: Anja Levien
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Bad Doberan

Unterricht zum Anfassen und Ausprobieren: 330 Schüler aus Bad Doberan und der Region hatten sich zum Schülerumwelttag des Zweckverbands Kühlung und des Umweltamt des Landkreises Rostock am Mittwoch angemeldet. Die Jungen und Mädchen durchliefen mehrere Stationen, an denen sie sich mit dem Thema Wasser und Umwelt auseinandersetzten.

Alma steckt ihre Hand in den Holzkasten und tastet darin herum. An der Station des Umweltamtes des Landkreises Rostock sollen die Schüler ertasten, was sich in fünf verschiedenen Kästen befindet. „Ein Kienappel“, sagt die Schülerin der Conventer-Schule Rethwisch. Richtig. „Mir gefällt es hier gut. Wir haben schon ein Vogelhaus gebaut und eigenes Müsli gemacht“, sagt die Zehnjährige. Die Kinder können zudem viele Quizfragen lösen. An einer Tafel sind zum Beispiel Bäume abgebildet, die Jungen und Mädchen sollen sagen, um welche es sich handelt. An der Station des Forstamtes Bad Doberan gilt es Bäume und Tiere des Waldes zu bestimmen. Beim Lärmpegelmessen können die Jungen und Mädchen so laut sie können in ein Mikrofon schreien. Weiterhin können sie sich auf dem Lehrpfad die Technik anschauen, die früher und heute für die Bereitstellung von Trinkwasser und die Beseitigung von Abwasser gebraucht wird, und live sehen, wie eine Kanalspülung funktioniert.

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Zunehmende Resonanz für Umwelttag

„Wir haben als Landkreis auch einen Bildungsauftrag. Wir sollten mit der Ressource Wasser schonend umgehen, das wird hier vermittelt, zusammen mit Spiel und Spaß“, sagt Landrat Sebastian Constien (SPD). Wie man die Umwelt und damit auch das Wasser schützt, wissen die Schüler der Conventer-Schule Rethwisch. „Man sollte Sachen lieber aufessen als wegschmeißen oder sich gar nicht erst so viel auf den Teller tun“, sagt Alma. „Wir fahren lieber ein Stück mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuß, anstatt das Auto zu nehmen“, fügt Emma hinzu. „Ich werfe keinen Abfall in den Wald und gebe Pfandflaschen ab.“

Die Resonanz auf den Umwelttag sei zunehmend, sagt ZVK-Geschäftsführer Frank Lehmann, der zum achten Mal stattfindet und von Edis unterstützt wird. Auch der Jugendclub „Kompass“ aus Bad Doberan, der Abfallentsorger Alba und das Forstamt Bad Doberan engagieren sich unter anderem.„Für die Schulen ist der Umwelttag gut, weil sie diesen mit den Lernstoff verbinden können. Hier kann alles angefasst und ausprobiert werden. Der Wasserkreislauf steht nicht nur auf der Tafel.“

Arbeitgruppe zum Trinkwasserschutz

Dass Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist, wird den Schülern ebenfalls an diesem Tag vermittelt. Und auch dieses muss geschützt werden. Daher wurde die Arbeitsgruppe Trinkwasserschutz ins Leben gerufen, in der der ZVK, der Landkreis Rostock, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt, das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie sowie Landwirte vertreten sind. „Wir brauchen Verständnis bei den Leuten , die Einfluss auf das Grundwasser haben. Wir sind gefühlt auf einem guten Weg“, sagt Frank Lehmann und geht zusammen mit Landrat Constien, ZVK-Verbandsvorsteher Roland Dethloff, Roger Hewelt, Leiter des Umweltamtes, und Satows Bürgermeister Matthias Drese die Stationen ab.

Bei der Umweltstaffel müssen die Schüler mit einem vollen Wasserbecher einen Parcours laufen und am Ende Müll in die richtigen Tonnen werfen. Sind alle durch, wird ausgewertet. Julian Schmidt, Auszubildender beim Umweltamt, zieht einen Schuh aus der blauen Tonne. „Gehört der da rein?“, fragt er die Schüler der Klasse 3a der Buchenbergschule. „Nein“, antworten diese. „Richtig, das ist Restmüll. Aber dieser Schuh sieht noch so gut aus, den hätte man auch in die Altkleidersammlung geben können“, erläutert er.

Levien Anja

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