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Bad Doberan Viel Verkehr: Ampel oder Kreisel für Rerik?
Mecklenburg Bad Doberan Viel Verkehr: Ampel oder Kreisel für Rerik?
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06:00 28.08.2019
Am Ortseingang von Rerik treffen die Friedensstraße, die Straße Am Parkplatz und die Kröpeliner Straße aufeinander. Um die Mittagszeit ist es etwas ruhiger, morgens und nachmittags herrscht dichter Verkehr. Quelle: Cora Meyer
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Rerik

Einheimische, Urlauber, Pendler: An er Kreuzung der Friedensstraße mit der Kröpeliner Straße (Landesstraße 122) staut sich regelmäßig der Verkehr. Hier muss etwas passieren, sind sich Anwohner und Stadtvertreter einig. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass es an dieser Stelle keine Ampel gibt“, sagt Bärbel Millrath. Seit einem Jahr leben sie und ihr Mann in Rerik, sind oft mit dem Rad unterwegs. „Mein Mann wurde an dieser Kreuzung auch schon mal angefahren.“

Bedarf für eine Verkehrsregulierung sieht auch Udo Harms. Er arbeitet am Busbahnhof direkt an der Kreuzung. „Betrieb wäre auf jeden Fall genug“, sagt er. Ob eine Ampel allerdings geeignet wäre, die Lage zu entspannen, bezweifelt er. „Die würde viele Autofahrer nur verwirren.“

Straßenbauamt prüft Möglichkeiten

Wie die Kreuzung am besten entlastet werden kann, soll nun das Straßenbauamt Stralsund herausfinden. Die Stadt Ostseebad Rerik hatte zum Ende des vergangenen Jahres dort einen Antrag auf Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes gestellt, sagt Manfred Borowy, Dezernent für Straßenbau. Begründung: Dort hätten sich gerade während der Hauptsaison, wenn viele Touristen im Ort sind, Staus gebildet. Das habe zu langen Wartezeiten geführt.

„Um diese Beobachtung mit objektiven Zahlenwerten zu bewerten, hat das Straßenbauamt Stralsund eine Verkehrszählung durchgeführt“, sagt Manfred Borowy. Die Ergebnisse würden jetzt dazu verwandt, die Leistungsfähigkeit der derzeitigen Kreuzung zu überprüfen. „Sollte sie es nicht sein, entsteht ein sogenanntes Ausbauerfordernis. Daraufhin wird geprüft, wie die Kreuzung aussehen müsste, um wieder leistungsfähig zu sein.“

Das könne bedeuten, dass zusätzliche Fahrspuren gebaut werden oder eine Ampel ergänzt wird. „Oder eben ein Kreisverkehr in einer bestimmten Größe stellt sich als geeignete Form heraus“, sagt der Dezernent für Straßenbau. Um das zu ermitteln, werden auch Fußgänger und Radfahrer berücksichtigt. Hinzu komme, dass die neue Variante wirtschaftlich vertretbar sein soll und sich Eingriffe in Eigentum und Umwelt so gering wie möglich halten sollten. „Die unterschiedlichen Varianten“, sagt Manfred Borowy, „brauchen unterschiedlich viel versiegelte Fläche.“

„Gerade im Berufsverkehr, so ab 16 Uhr, ist es schlimm, was hier los ist“, sagt Anwohnerin Bärbel Millrath. Hinzu kämen vor alle im Sommer viele Touristen. „Das ist auf jeden Fall eine Kreuzung, an der eine Ampel angebracht wäre.“

Die Daten werden durch das Straßenbauamt bis Ende September ausgewertet.

Leitsystem für Parkplatzsucher geplant

Die Stadt Rerik beschäftigt sich nicht nur mit dem fahrenden, sondern auch mit dem ruhenden Verkehr. Im Sommer belasten Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz das Zentrum zusätzlich. Deshalb will das Ostseebad nun ein Verkehrsleitsystem installieren. Elektronische Tafeln an den Ortseingängen sollen den Weg zu freien Stellflächen weisen.

Weitere Kreisverkehre in der Umgebung geplant

Ein weiterer Kreisverkehr ist am Westhofer Kreuz geplant. Hier geht die L 122 aus Rerik kommend in die Landesstraße 12 über. Allein in diesem Jahr sind an der Stelle zwei schwere Unfälle geschehen. Deshalb hat sich die Unfallkommission (VUK) des Landkreises Rostock bereits damit beschäftigt, wie man die Kreuzung sicherer machen kann. Das teilte das Amt für Straßenbau und Verkehr im Frühjahr mit.

Die Unfallgefahr mindern soll auch ein Kreisel um den bedeutenden Knotenpunkt am westlichen Ortsausgang von Wittenbeck. Die dort im spitzen Winkel abzweigende neuere Trasse der L 12 wird sowohl als Umgehungsstraße für den Durchgangsverkehr als auch von Verkehrsteilnehmern genutzt, die von oder nach Kühlungsborn West unterwegs sind. Geplant ist, dass die Bauarbeiten im kommenden Jahr beginnen.

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Von Cora Meyer

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