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Bad Doberan Viele Doberaner Schulen betroffen: 30 Lehrer folgen Streikaufruf
Mecklenburg Bad Doberan Viele Doberaner Schulen betroffen: 30 Lehrer folgen Streikaufruf
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12:07 27.02.2019
Etwa 30 Lehrer haben sich am Mittwochmorgen am ZOB in Bad Doberan zusammengefunden, um in Schwerin zu streiken. Quelle: Moritz Naumann
Bad Doberan

Am Mittwochmorgen sind etwa 30 Lehrer aus Bad Doberan und Umgebung zum Zentralen Omnibusbahnhof gekommen, um sich dem Streik in Schwerin anzuschließen. Die Pädagogen kamen von der Regionalen Schule am Kamp, der Conventer Schule in Rethwisch, der Lessingschule, dem Schulzentrum in Kühlungsborn, aber auch vom Sonderpädagogischen Förderzentrum in Bad Doberan.

Volker Pietz von der Regionalen Schule am Kamp Quelle: Moritz Naumann

„Es gibt im öffentlichen Dienst doch genug Einnahmen. Die Arbeit gehört dementsprechend auch adäquat bezahlt“, sagt Volker Pietz, Mitglied beim VBE (Verband Bildung und Erziehung) sowie Sport- und Werken-Lehrer an der Regionalen Schule am Kamp. Laut des Pädagogen hätten sich die Aufgaben der Lehrer im Zuge der Ganztagsschulen und des Inklusionskonzeptes vergrößert. Dem müsse nun Rechnung getragen werden. Darüber hinaus seien es nicht nur die Lehrer, die eine Erhöhung der Tarifgehälter verdient hätten. „Das ist auch ein Solidargedanke, der dahinter steht. Denn wir wollen mit dem Streik alle im öffentlichen Dienst Angestellten unterstützen“, sagt Pietz.

Anschub für die Verhandlungen

„Seit der Aufruf besteht, weiß ich, dass ich mitstreiken werde“, sagt Bernd Mangelsdorf. Der Mathe-, Physik- und Astronomielehrer vom Schulzentrum in Kühlungsborn hofft, dass der Streik den Verhandlungen in Potsdam genügend Anschub gibt. „Da muss was kommen“, sagt der Pädagoge. Antje Stropahl, Lehrerin an der Kampschule, findet das Engagement ebenfalls wichtig: „Hier geht es um eine ganze Generation, die nicht fair behandelt wurde. Lange haben wir das Personalkonzept mitgetragen, haben auf Stunden verzichtet. Und nun fehlt es an Lehrkräften, die Klassen sind zu voll, und wir sollen auch noch das neue Inklusionskonzept mittragen.“

Die stellvertretende Schulleiterin der Regionalen Schule am Kamp, Brigitte Peters, sagte am Mittwoch, dass etwa die Hälfte der Lehrkräfte nicht zur Arbeit erschienen sei: „Das liegt zum einen an einem hohen Krankenstand, zum anderen aber natürlich an dem Streik.“ Die Eltern wurden zuvor darüber informiert, dass die Kinder zu Hause bleiben können. „Aber jedes Kind, das kommt, wird auch betreut“, versichert sie auf Nachfrage. Bis zur sechsten Stunde soll der Betrieb in der Schule gewährleistet sein – hauptsächlich durch Beamte und nicht streikende Lehrer.

Streik in Kühlungsborn kaum zu bemerken

Beim Schulzentrum Kühlungsborn hingegen macht sich der Streik kaum bemerkbar. „Es sind nur etwa sieben von 59 Lehrern, die heute fehlen“, sagt Schulleiterin Ute Schmidt. Ab Montag beginne die Probeabitur-Woche – da seien die Lehrer darauf bedacht, die Schüler dementsprechend zu begleiten.

Moritz Naumann

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