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Bad Doberan Von Gehweg bis Wohngebiet: Bauarbeiten in Heiligenhagen
Mecklenburg Bad Doberan Von Gehweg bis Wohngebiet: Bauarbeiten in Heiligenhagen
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06:00 12.08.2019
Die Gehwegarbeiten in Heiligenhagen stehen kurz vor dem Abschluss. Quelle: Dietrich Grunzig
Heiligenhagen

Heiligenhagens bislang maroder Fußweg entlang der Landesstraße 10 und des örtlichen Gemeindezentrums ist Geschichte und jetzt durch einen Neubau ersetzt, der sich im Endspurt befindet. „Am 15. August soll das Projekt fertig sein,“ stellt Jörn Rachowe, zuständiger Bauamtsleiter der Gemeinde Satow in Aussicht, zu der Heiligenhagen zählt. Damit ist es mit den Bautätigkeiten im Ort aber noch nicht vorbei. Der Hochwasserschutz sowie ein neues Wohngebiet stehen auf der Agenda.

Der 500 Meter lange gepflasterte Gehweg reicht von der Einmündung Waldweg bis Nähe Bushaltestelle und wurde auch mit neuen Straßenlaternen bestückt. Eine muldenähnliche Vertiefung mit Gullys zwischen Fahrbahn und Gehweg sowie die dazugehörige Rohrleitung im Unterbau sorgen für trockene Füße bei Niederschlägen. Immer wieder hatten in der Vergangenheit Anlieger den „halsbrecherischen“ Zustand des alten Plattenpfades kritisiert, der als Räderkiller von Kinderwagen wie Rollatoren galt.

Brücke für Fußgänger fehlt noch

Noch vor wenigen Jahren hieß es vom Gemeinde-Bauamt auf einer großen Einwohnerversammlung, dass ein Neubau auch Mitfinanzierung der Anlieger bedeuten würde. „Jetzt sind wir froh, keinen Euro beisteuern zu müssen“ freut sich eine alteingesessene Familie mit Anwesen in der Heiligenhäger Straße, die ihren Namen nicht erwähnt haben möchte. Und ergänzt: „Hier wurde trotz sengender Hitze eine sehr gute Arbeit geleistet.“

Balkonkastenähnliche Hochbeete zwischen Grundstücksmauer und einer Palisadenwand an zwei Häusern seien zu individueller Gestaltung vorgesehen, erläutert Rachowe. Er erklärt weiter, dass in Verlängerung des Wokrenter Weges über die Grabenmulde zum neuen Steig noch eine Brücke zu bauen sei, damit Fußgänger ungehindert zur Bushaltestelle gelangen können. „Der neue Fußweg kostet insgesamt 470 000 Euro,“ sagt er und zählt auf: „ Etwa 250 000 kamen aus Förderung, 137 000 von Straßenbauamt und Zweckverband. 83 000 Euro legte die Gemeinde aus Eigenmitteln dazu.“

Hochwasserschutz im Ortszentrum

Ebenfalls hoch aktuell in der Satower Bauplanung ist der Hochwasserschutz für Heiligenhagen. Noch vorhandene alte Fließsysteme, zum großen Teil in der Niederung des Ortes unter Wohnhäusern verlaufend, reichen bei Starkregen wie im dramatischen Nässesommer 2011 nicht aus und sollen in Kürze durch neue ersetzt werden, berichtet Bauamtsleiter Jörn Rachowe.

Gleichzeitig soll die Leitung im öffentlichen Bereich der Straßen verlegt werden. Die Kosten der Gesamtmaßnahme zum Hochwasserschutz in Heiligenhagen belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Vom Staatlichen Amt für Umwelt und Landwirtschaft (Stalu) sind hierzu 80 Prozent Förderung in Aussicht gestellt worden. Nach entsprechender Bewilligung soll umgehend mit der weiteren Umsetzung begonnen werden.

Die vor zwei Jahren begonnene und dann eingestellte Arbeit in der Dorfmitte solle demnächst von einem anderen Unternehmen zu Ende geführt werden. „Allerdings ist der öffentliche Bauraum in der Ortslage Heiligenhagen sehr problematisch,“ stellt er klar. „Denn hier verlaufen quer Kabel und Versorgungsleitungen, die in keiner Zeichnung vermerkt sind und hohe Aufmerksamkeit und Planungsaufwand erfordern.“

Wohngebiet mit 50 Häusern in Planung

Für das Bauamt sind Heiligenhagen wie auch Satow Orte mit Wachstumspotenzial, das dem Trend junger Familien, wegen verhältnismäßig günstigen Baulandes von der Stadt aufs Land zu ziehen, gerecht werde, weiß Rachowe. So sei nächstes Jahr in Heiligenhagen unter anderem auf vier Hektar ein neues Eigenheimgebiet mit Namen „Heubirnenweg“ und 50 Häusern vorgesehen. Die Zuwegung für Kraftfahrzeuge sei von der Reinshägener Straße aus vorgesehen, während ein Fuß- und Radweg von der Dorfmitte aus geplant sei.

Von Dietrich Grunzig

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