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Bad Doberan Von Wismar bis Kröpelin: Weitere Radwege entlang der B 105
Mecklenburg Bad Doberan Von Wismar bis Kröpelin: Weitere Radwege entlang der B 105
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18:00 29.07.2019
Entlang der B 105 zwischen Neubukow und Teschow plant das Straßenbauamt Stralsund einen Radweg. Dafür finden bis 31. Oktober erste Vermessungen statt. Quelle: Anja Levien
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Neubukow

 Entlang der B 105 zwischen Wismar und Kröpelin soll es fahrradfreundlicher werden. Das Straßenbauamt Stralsund plant in mehreren Abschnitten Radwege entlang der viel befahrenen Bundesstraße. Für das Stück zwischen Teschow und Neubukow finden seit Montag Vorarbeiten für die Planung eines Radweges statt. Manfred Wodars, Bürgermeister der Gemeinde Alt Bukow, und Roland Dethloff, Bürgermeister von Neubukow, begrüßen das Vorhaben.

„Der Radweg ist lebenswichtig“, sagt Manfred Wodars, Bürgermeister der Gemeinde Alt Bukow. Und das sagt er nicht einfach so dahin. Vor Kurzem sei auf dem Abschnitt ein Radfahrer tödlich verunglückt. Immer wieder werde die B 105 auch als Radweg genutzt. „Als Ortskundiger kann man über die Dörfer fahren. Das ist aber auch immer ein Umweg, die Leute suchen den kürzesten Weg.“

Neubukows Bürgermeister Roland Dethloff: „Wir begrüßen das Vorhaben, weil auf Höhe Panzower und Questiner Wald immer mal wieder Radfahrer verunglücken.“ Quelle: Sabine Hügelland

„Wir begrüßen das Vorhaben, weil auf Höhe Panzower und Questiner Wald immer mal wieder Radfahrer verunglücken“, sagt Roland Dethloff. „Aus unserer Sicht ist ein Radweg zwischen Teschow und Neubukow höchste Zeit.“

Tödlicher Unfall im März

Im vergangenen Jahr bis heute ist bei der Polizei ein Unfall in Zusammenhang mit einem Fahrradfahrer angezeigt worden. Wie Polizeisprecher Gert Frahm mitteilt, habe im März dieses Jahres ein Lkw einen Radfahrer mit dem Seitenspiegel touchiert. „Er kam zu Fall und ist an den Verletzungen gestorben.“

Gründe für das Straßenbauamt den Radweg zu bauen, seien die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Leichtigkeit des Verkehrs. Vom 29. Juli bis 31. Oktober finden jetzt Vermessungsarbeiten statt. Sie sollen Grundlage für die Entwurfsplanung für den Radwegneubau sein, teilt das Straßenbauamt mit. „Sie sind erforderlich zur Vorbereitung der Planung, sie sind nicht Gegenstand der Bauausführung.“ Diese Vorarbeiten legten noch nicht fest, auf welcher Seite der Radweg verlaufen werde. Die Vermessungen fänden auf beiden Seiten statt.

Weitere Trassen geplant

Doch nicht nur zwischen Teschow und Neubukow soll gebaut werden. Zwischen Wismar und Nantrow sind bereits Radwege in Planung oder im Bau. Zwischen Anschluss Westenbrügge und Kröpelin soll ebenfalls eine Trasse entstehen, auch von Teschow Richtung Wismar.

Mit dem Radweg Teschow–Neubukow müsse auch an die Weiterführung durch die Schliemannstadt gedacht werden: „Da sollten wir ein Auge drauf haben“, sagt Roland Dethloff. Mit Blick auf die Engstelle der B 105 nahe des Rathauses könne der Radweg nicht entlang der Bundesstraße durch die Stadt führen. „Da werden sich sicherlich Wege über andere Straßen anbieten.“

In der Gemeinde Alt Bukow sind weitere Radwege nicht vorgesehen. Der Bedarf sei nicht akut, so Manfred Wodars. „Dann muss auch die Eigenfinanzierung stehen.“ Mit Blick auf den Haushalt der Gemeinde sind solche Projekte derzeit nicht möglich. Die Kosten für den Bau des Radweges an der B 105 würde der Bund tragen.

Vorhaben entlang der Kreisstraßen

Auch entlang der Kreisstraßen sind Radwege gebaut worden oder in Planung. Im vergangenen Jahr war die Trasse zwischen Bartenshagen und der B 105 fertig geworden. „Zurzeit wird der Radweg entlang der DBR 22 von Cammin nach Tessin geplant“, teilt Landkreissprecher Michael Fengler mit. „Ein Fördermittelantrag wurde hierzu eingereicht. Danach ist der Bau des Radweges von Spriehusen nach Rerik an der DBR 7 geplant.“ Zeitliche Fertigstellung hingen von Fördermitteln und Bereitstellung der finanziellen Mittel ab.

Zeitplan Radwegebau

Drei bis fünf Jahre wird ein Radweg geplant. Bei der Grundlagenermittlung wird unter anderem der vorhandene Zustand aufgenommen, geschaut, wo Leitungen liegen, ob es Natur- und Wasserschutzzonen gibt, eine Munitionsbelastung vorliegt oder ob hier Gewässer verlaufen. Bei der Grobplanung wird laut Manfred Borowy vom Straßenbauamt Stralsund abgewogen, auf welcher Straßenseite der Radweg verläuft, dann folgt die Feinplanung.

Die größte Unsicherheit in der Zeitplanung liegt im Baurechtsverfahren, „da die Anzahl und Schwierigkeit der Einlassungen von Betroffenen sich kaum abschätzen lassen.“ Öfter müssen Grundstücke erst erworben werden. Ist das Baurecht erteilt, wird die Maßnahme zur Ausführung gebracht und kann ausgeschrieben werden. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Jahres.

Anja Levien

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