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Bad Doberan Waldarbeiten im Nienhäger Holz
Mecklenburg Bad Doberan Waldarbeiten im Nienhäger Holz
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14:52 12.03.2019
Im Nienhäger Holz werden in den kommenden Wochen Waldpflegearbeiten durchgeführt. Quelle: Anja Levien
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Nienhagen

Der Greifarm packt die Erle im Nienhäger Holz, schneidet sie durch und lässt den Baum langsam zu Boden gleiten. Am Boden wird die Erle in kleine Stücke zerteilt. Seit Dienstag finden auf 14 Hektar im Nienhäger Holz Waldpflegearbeiten statt. Abgestorbene und absterbende Eschen und Buchen werden unter anderem in den nächsten zwei Wochen entnommen, der Eichenbestand durchforstet. 500 Kubikmeter Holz werden insgesamt entnommen.

Pilzbefall: Die Eschen im Nienhäger Holz sterben. Quelle: Anja Levien

„Die Eschen haben eine Pilzerkrankung und sterben ab“, erläutert Revierleiter Markus Both vom Forstamt Bad Doberan. „Bevor sie komplett absterben, versuchen wir, das Holz zu retten und zu verwerten.“ Der Pilz sei vor etwa 15 Jahren aus Asien eingeschleppt worden, ergänzt Forstamtsleiter Hartmut Pencz. „90 Prozent der Eschen im mitteleuropäischen Bestand sterben ab.“

„Erst seien die Feinäste betroffen, dann sterben die Starkäste“, sagt Markus Both und zeigt auf eine Esche, die kaum noch eine Krone hat. „In dem Verhältnis stirbt auch die Wurzel. Die Bäume sind leider zum Sterben verurteilt.“ Die könnten dann auch bei wenig Wind plötzlich umfallen. Im Nienhäger Holz sei jeder vierte bis fünfte Baum eine Esche. Durch das Absterben entständen aber keine Kahlflächen, weil der 96 Hektar große Wald gut durchmischt sei. Eiche, Ahorn, Erle und Buche finden sich hier.

Doch Letztere hat hier mit der Staunässe im Boden zu kämpfen, die durch Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren vermehrt auftritt. „Im Jahresschnitt stimmt der Niederschlag, aber im Sommer kommt er fast immer als Starkregen. Durch den hohen Lehmanteil im Boden braucht das Wasser länger, um zu versickern“, so Markus Both. Stehe die Buche zu lange im Wasser, sterbe das Feinwurzelsystem ab. Die Buche hat keinen Halt mehr und fällt um. Bedingt durch Pilzbefall und Staunässe hat sich das Waldbild verändert, was auch den Nienhägern längst aufgefallen ist und bei Versammlungen immer wieder angesprochen wird.

Die Buchen im Nienhäger Holz sind umgefallen. Durch die Staunässe im Boden sind Wurzeln abgestorben, die Bäume haben keinen Halt mehr. Quelle: Anja Levien

Die Firma Klein aus Qualitz wird in den nächsten Tagen die Bäume fällen, die Markus Both markiert hat. Mit dem Harvester, die Maschine, die die Bäume fällt und zersägt, kann Mitarbeiter Jörn Wichert zehn Meter weit greifen. Auch im Eichenbestand nahe des Waldparkplatzes wird er tätig werden. „Hier werden Bäume rausgenommen, damit die, die bleiben, mehr Wachstum haben“, sagt Pencz. Die anfangs dichte Bepflanzung sei notwendig, damit die Eichen erst einmal in die Höhe wachsen. 90 Jahre seien die Bäume jetzt alt.

Das geerntete Holz geht in die Parkettindustrie oder wird als Span- oder Faserplatte weiterverarbeitet, sagt Markus Both. Am 23. Mai bietet das Forstamt erneut einen Rundgang durch den Wald für die Bürger an, um das Vorgehen des Forstamtes zu erläutern.

Anja Levien

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