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Bad Doberan Wanderweg zum Salzhaff wird nicht weitergebaut
Mecklenburg Bad Doberan Wanderweg zum Salzhaff wird nicht weitergebaut
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15:25 26.02.2019
Der Wanderweg in Pepelow von der Landesstraße zum Salzhaff endet vorm Zeltplatz. Wer zum Strand möchte, muss über diesen gehen. Einen öffentlichen Weg gibt es nicht. Quelle: Anja Levien
Pepelow

Der Wanderweg in Pepelow von der Landesstraße zum Salzhaff wird nicht weitergebaut. Die Gemeindevertreter haben auf ihrer Sitzung den einst gefassten Beschluss dazu aufgehoben.

Ein erster Abschnitt war 2017 entlang des Seeweges bis zum Zeltplatz gebaut, im vergangenen Jahr mit Schutzleitplanken versehen worden. Der zweite Bauabschnitt sollten vom Restaurant „Seaside“ bis zum Wasser führen. Doch das Grundstück ist nicht im Besitz der Gemeinde, sondern gehört einer Eigentümergemeinschaft. Mit dieser seien laut Bürgermeister Kai-Uwe Schlotmann Gespräche geführt worden. „Das Grundstück würde durch den Weg geteilt werden“, sagt er. Daher würde es keine Zustimmung für das Vorhaben geben. Und: „Wenn wir den Wanderweg weiterführen, dann brauchen wir auch öffentliche Toiletten und die Müllentsorgung müsste geregelt werden.“ Schlotmann wies darauf hin, dass man mit dem Bau des Wanderweges und der Leitplanke das Problem mit den dort parkenden Kitesurfern gelöst habe. „Was wir wollten, ist erreicht.“ Einstimmung stimmten die fünf anwesenden Gemeindevertreter dafür, den Weg nicht weiterzubauen.

Ebenso sollen die 45 Parkplätze, die parallel zur Straße gebaut werden sollten, nicht mehr umgesetzt werden. Das wurde ebenfalls durch die Aufhebung eines vorherigen Beschlusses bestimmt. Auch hier ist die Gemeinde nicht Eigentümer der Grundstücke und konnte bisher keine Einigung finden. Parkplätze auf einer Alternativfläche zu errichten, lehnte der Landkreis Rostock laut Beschlussvorlage ab. „Da müssen wir uns jetzt Gedanken um Alternativen machen, vielleicht auch mit dem Zeltplatzbetreiber reden“, sagt Schlotmann. Horst Podßun, der als Bürger und Investor während der Gemeindevertretung anwesend war, wies darauf hin, dass mit dem Beschluss jetzt keine öffentliche Zuwegung mehr zum Strand geben würde. Die Gemeinde sei auf das Wohlwollen des Zeltplatz-Eigentümers angewiesen. Dabei war im Flurneuordnungsverfahren dieser Weg vorgesehen.

„Wir haben das in den vergangenen Jahren gut geregelt, mit Augenmaß“, sagt Kai-Uwe Schlotmann.

Anja Levien

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