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Bad Doberan Wildschweine: Elektrozaun soll Feriengäste schützen
Mecklenburg Bad Doberan Wildschweine: Elektrozaun soll Feriengäste schützen
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06:02 23.11.2018
Absperrungen und E-Zaun sollen Nienhäger Ferienpark vor Wildschweinen schützen. Quelle: Sabine Hügelland
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Nienhagen

Rot-weißes Flatterband spannt sich über den schmalen Weg im NienhägerFerienpark Seepferdchen“. Davor ein flacher Elektrozaun – ein Weitergehen Richtung Gespensterwald und Küste ist hier seit ein paar Tagen nicht mehr möglich. „In der Nacht bekommen wir immer wieder ,Besuch’ von Wildschweinen“, sagt Wendy Stiewe, Geschäftsführerin der OFV Ostsee Ferien Vermittlung GmbH. „Um die Tiere abzuhalten, haben wir jetzt zum Wald hin großflächig einen Zaun aufgestellt.“

Der versperrt nun auch eine kleine, bislang öffentliche Zuwegung zum Strand. „Nur einige Meter weiter kommt man aber immer noch durch“, macht Stiewe deutlich. „Wir gehen davon aus, dass Spaziergänger diesen kleinen Umweg in Kauf nehmen können.“ Mit Blick auf die Feriengäste finde sie solch eine Maßnahme alles andere als gut: „Aber nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Winter mussten wir jetzt präventiv handeln.“

Damals seien die Wildschweine regelmäßig in ganzen Rotten von bis zu 20 Tieren auf das Grundstück bis zur Häusergrenze gekommen und hätten auf der Suche nach Nahrung den kompletten Rasen umgelegt. Ein Grund: „Unser Boden ist unbehandelt und frei von Pestiziden“, erklärt Wendy Stiewe. „Die Wildschweine könnten hier Engerlinge finden.“

Dass der Zaun für Spaziergänger und spielende Kinder gefährlich sein könnte, glaube sie nicht: „Unsere Gäste werden beim Check-in darauf hingewiesen, alle fünf Meter hängt am Zaun ein Warnschild – und elektrisch geladen ist er ohnehin nur abends und nachts.“ Denn per Zeitschaltung werde das elektronische Hindernis erst dann aktiviert, wenn die Straßenlaternen angingen, stellt die Geschäftsführerin klar: „Das einzig Gefährliche sind die Wildschweine selbst.“

Im Frühjahr soll der Zaun wieder abgebaut werden, sagt Wendy Stiewe: „Spätestens dann, wenn der Winter vorbei ist.“

Lennart Plottke

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