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Bad Doberan Parkentin plant die Zukunft
Mecklenburg Bad Doberan Parkentin plant die Zukunft
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11:37 31.10.2019
Soll in den kommenden Jahren mit Blick auf Wohnbebauung und Gewerbe sukzessive weiterentwickelt werden: die Gemeinde Bartenshagen-Parkentin. Quelle: Manfred Sander
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Parkentin

Die Gemeinde Bartenshagen-Parkentin will weiter wachsen und sich für die Zukunft wettbewerbsfähig aufstellen. Dazu sollen jetzt einige Grundstücke im Ort auf den Prüfstand gestellt werden. „Denn es gibt bei uns noch Entwicklungspotenzial“, erklärte Bürgermeister Tobias Priem auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. „Vor allem mit Blick auf die Wohnbebauung.“

Bei gibt es noch Entwicklungspotenzial – vor allem mit Blick auf die Wohnbebauung.“ Tobias Priem, Bürgermeister Bartenshagen-Parkentin Quelle: Lennart Plottke

Hintergrund: Landwirt Carl-Theodor Heincke will auf einem etwa 4,3 Hektar großen Grundstück in Parkentin eine Photovoltaik-Anlage errichten. Weil der neu aufgestellte Bebauungsplan für das Areal zwischen der Doberaner Straße und der Bahnlinie RostockBad Doberan aber nicht dem aktuellen Flächennutzungsplan der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin entspricht, muss das Papier entsprechend angepasst werden. „Das nehmen wir jetzt zum Anlass, den gesamten Plan zu überarbeiten“, erklärte Priem. „In einem ersten Gedankenentwurf haben sich fünf geeignete Flächen herauskristallisiert.“

Weiter hohe Nachfrage nach Wohnbebauung

Weil der Bedarf an bebaubaren Grundstücken nach wie vor ungebrochen hoch sei, käme dafür beispielsweise ein Gebiet in Bartenshagen infrage, so Priem: „Neben der Hofkoppel in Höhe der Hochspannungsleitung wird demnächst ohnehin eine Fläche zu Bauland – die könnten wir perspektivisch auch verdoppeln.“ Sollte der Flächennutzungsplan hier entsprechend angepasst werden, könne die Gemeinde so wilden Bauwuchs verhindern. Ebenso gebe es am Ortseingang Parkentin aus Richtung Neuhof kommend die Möglichkeit, „ein wenig mehr Wohnraum zu schaffen“, sagte Priem.

Ebenfalls im Fokus: die Ansiedlung von neuem Gewerbe. „Bei einem Bereich hinter der Alba Baustoffrecycling Nord GmbH ringen wir aktuell sehr mit uns“, bekannte Parkentins Bürgermeister. „Grundsätzlich eignet sich die Fläche, weil hier mit der Deponie und dem Schrotthandel bereits Gewerbe vorhanden ist.“ Voraussetzung: eine Erschließung des Areals ist möglich. Sowohl Gewerbe als auch Wohnbebauung sei auf dem Grundstück des früheren Stützpunktes in Bartenshagen vorstellbar, sagte Tobias Priem: „Das Gebiet und die Hallen werden nicht mehr genutzt, das Gelände liegt brach – dann könnten wir hier auch ein Mischgebiet ausweisen.“

Eine ganz andere Idee gebe es für eine Fläche in unmittelbarer Nähe zur Sporthalle am Parkentiner Wiesengrund: „Um hier die sportlichen Aktivitäten zu bündeln, gibt es die Überlegung, einen neuen Sportplatz zu bauen.“ Vor allem der Schulsport würde von dieser Maßnahme profitieren, ist Priem überzeugt: „Denn der findet bislang ausschließlich in der Halle statt.“ Darüber hinaus könnte der Sportverein den neuen Platz künftig auch an andere Interessenten vermieten.

Zunächst nur vorläufige Überlegungen

Das Problem: „Wir müssen natürlich prüfen, inwieweit sich das auf den Lärmschutz für die Nachbarschaft auswirkt“, sagte Priem und stellte in diesem Zusammenhang klar: „Alle genannten Punkte sind erstmal nur Überlegungen – es kann sein, dass davon am Ende überhaupt nichts umgesetzt wird oder noch weitere Projekte dazukommen.“ Jetzt gehe es erstmal nur darum, ein Planungsbüro damit zu beauftragen, den Flächennutzungsplan an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, machte Priem deutlich.

Ein Vorgehen, das einige Gemeindevertreter auch kritisch sahen. „Wir können doch nicht schon zu diesem Zeitpunkt öffentlich über mögliche Projekte diskutieren“, sagte etwa Gabriele Kalweit. „Zuerst muss doch mit dem Planer gesprochen werden, um zu ermitteln, was davon überhaupt realistisch ist.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Egon Kron: „Für mich ist das die falsche Reihenfolge – die Öffentlichkeit soll ja informiert werden, aber erst nach Gesprächen zwischen Gemeindevertretung und Planungsbüro.“

Das sehe er anders, entgegnete Bürgermeister Priem: „Wir wollen hier offen und transparent arbeiten – die Einwohner sollten deshalb so früh wie möglich in unsere Pläne mit einbezogen werden.“ Eine Auffassung, der sich letztlich auch die Gemeindevertretung anschloss. Die Diskussion ist eröffnet.

Von Lennart Plottke

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